An diese Namen müssen sich die RWE-Fans gewöhnen

Igor Jovanovic
 
Serge Yohoua, Smail Morabit, Phil Ofosu-Ayeh, Bernd Rauw, Joan Oumari, Igor Jovanovic und Torwart Marcus Rickert
Die Fans können ihre neuen Gesänge schon mal einstudieren: Was die Namen angeht, wird es nach Möckel, Malura, Stenzel und Semmer etwas schwieriger. Nur beim Torhüter hat man sich vocal verbessert, denn Orlishausen war zu lang. Ich finde der Stadionsprecher sollte schon zum Spiel gegen Bremen mit der Fankurve üben, damits zum Ligastart richtig klappt.: v.l. Serge Yohoua, Smail Morabit, Phil Ofosu-Ayeh, Bernd Rauw, Joan Oumari, Igor Jovanovic und Torwart Marcus Rickert.

Foto: Axel Heyder


Von René Arand

Genau zum Sommeranfang präsentierte der FC Rot-Weiß Erfurt im Gebäude des Hauptsponsors e.on seine sieben Neuzugänge öffentlich. Ob die Mischung stimmt und die Verantwortlichen des Vereins bei den Transfers den richtigen Riecher hatten, wird sich aber erst im Verlauf der kommenden Saison zeigen.
Beim Drittligisten wurde ein personeller Umbruch einläutet: Nicht weniger als 14 Spieler haben RWE verlassen. Der Etat für die neue Saison wurde abgespeckt, die die Einsparungen betrafen allesamt die Profis. Das hat einen reduzierten Kader zur Folge (22 statt 27 Spieler). Bis dato sollen sieben Neue die Abgänge kompensieren: Offen ist, ob mit Stürmer Gaetano Manno noch eine Offensivkraft kommt. Dieser Transfer sowie die Vertragsverlängerung vom bisherigen Co-Trainer Henri Fuchs hängen in der Schwebe. Diese Personalien werden sich wohl in den kommenden Tagen klären.

Gehen darf hingegen, wenn ein Angebot kommt, Mittelfeldspieler Julien Humbert, der keine Perspektive besitzt. Trainer Stefan Emmerling zeigte sich trotz des Umbaus optimistisch: „Wir hoffen natürlich, dass es uns gelungen ist, die Spieler die uns verlassen haben, gleichwertig zu ersetzen. Außerdem wünsche ich mir, dass von der Bank mehr Druck kommt“, so der Cheftrainer. Ziel sei erneut ein einstelliger Tabellenplatz, wobei der Begriff ja „dehnbar“ sei.
Im Tor soll sich Marcus Rickert, der schon Zweitligaerfahrung (Koblenz) besitzt, einen heißen Kampf mit Andreas Sponsel um die „Nummer Eins“ liefern. Ebenfalls Zweitligaeinsätze bringt Innenverteidiger Bernd Rauw, ein gebürtiger Belgier mit, der von Union Berlin nach Thüringen wechselt. Er wird Jens Möckel ersetzen. Neben ihm, um den zweiten Platz in der Innenverteidigung, kämpfen künftig Tom Bertram und Neuzugang Joan Oumari, ein 22-jähriger Deutsch-Libanese, der in Babelsberg Stammspieler war. Auf rechts gesetzt sein dürfte der ebenfalls 22-jährige Igor Jovanovic, der den Abgang von Dennis Malura kompensieren wird. Der Deutsch-Kroate sammelte in Finnland schon Europa-League-Erfahrung.

Hinten links in der Abwehr soll sich Phil Ofosu-Ayeh etablieren. Der erst 19-jährige U20-Nationalspieler aus Moers hat auch Wurzeln in Ghana und spielte zuletzt in Wilhelmshaven. Dort absolvierte er 30 Spiele in der Regionalliga.
In der Offensivabteilung kommen mit Smail Morabit und Serge Yohoua zwei weitere junge Spieler. Morabit besitzt Drittligaerfahrung, er war zwei Jahre Stammspieler in Braunschweig (47 Spiele). Yohoua ist als Perspektivspieler gedacht, der im Probetraining bereits überzeugen konnte. Sein Können stellte er in Ingolstadt bei der dortigen Reserve unter Beweis. Diese junge Truppe soll, gemeinsam mit den verblieben Stamm um Zedi, Weidlich, Pfingsten-Reddig, Caillas, Reichwein und Drexler mit Rot-Weiß Erfurt künftig die dritte Liga aufmischen.
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3 Kommentare
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Andreas Stricker aus Erfurt | 23.06.2011 | 06:46  
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Andreas Stricker aus Erfurt | 28.06.2011 | 17:32  
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Gerald Kohl aus Erfurt | 28.06.2011 | 22:51  
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