Auf zur WM: Judoka Maxime Brausewetter hat am Samstag ihren großen Tag

Die 17-jährige Maxime Brausewetter vom Erfurter Judo-Club e.V. startet am 8. August bei der Judo-WM der U 18 in Sarajewo.



Vielleicht wird am Wochenende ein Traum wahr. Vielleicht? Nein, ganz sicher! „Allein bei der Weltmeisterschaft dabei zu sein, ist wie die Kirsche obendrauf auf die Sahnetorte“, schwebt Maxime Brausewetter schon jetzt im siebten Judo-Himmel. Ihr halbes Leben verbringt die heute 17-Jährige auf der Tatami, kann sich nichts Schöneres vorstellen, als zu kämpfen und dabei besser als andere zu sein. Ungezählte Medaillen, Urkunden und Pokale erzählen Maximes Erfolgsgeschichte, längst gehört die junge Frau, die für den Erfurter Judo-Club kämpft und seit Jahren am Sportgymnasium in Jena trainiert, zur deutschen Nationalmannschaft der unter 18-Jährigen.


Als sie sich vor Monaten einen Traum - die Teilnahme an der Europameisterschaft - erfüllen wollte, lief es ausnahmsweise nicht so gut für die Kämpferin. „So richtig schlecht waren die Nominierungswettkämpfe nicht für mich, aber es hat eben nicht gereicht“, erinnert sich Maxime an ihre Enttäuschung, nicht qualifiziert zu sein. Doch beim anschließenden Europacup in Berlin zeigt sich die Erfurterin so locker, selbstbewusst und siegessicher, dass sie prompt die Nachnominierung erhält. „Ich hatte ja nichts zu verlieren“, sagt sie heute über diesen Wettkampf. Für die Krönung sorgt sie kurz darauf selbst: Von der Europameisterschaft kehrt Maxime als Silbermedaillen-Gewinnerin zurück. Und die finale Entscheidung dort war mächtig knapp. Nächstes Ziel: Die Weltmeisterschaft der U 18.


“Das hat meine ganzen Pläne für den Sommer durcheinandergewirbelt“, stellt Maxime fest und ist kein bisschen böse darüber. Schließlich ist bald der ganz große Tag, das zusätzliche Training bis dahin ein gewolltes, geliebtes Muss. Heute geht der Flieger in Richtung Sarajewo, am Samstag dann ist Maximes WM-Auftritt. „Das ist etwas anderes als bisher, das Größte“, zollt sie schon jetzt der Wettkampfatmosphäre und den Kämpferinnen aus fernen Ländern Respekt. Aber Bangemachen gilt nicht. „Ich kämpfe einfach, ohne Druck“, hat sie sich vorgenommen, ihre Lockerheit mitzunehmen. Die nötige Gelassenheit holt sie sich mit mentalem Training. Fit ist Maxime sowieso. Und mit so vielen Daumen, die ihre Erfurter und Jenaer Judo-Freunde für sie drücken, der Unterstützung der ganzen Familie und Kuscheltier „Rosi“ kann das Ganze nur gut werden. Rosi ist ein kleiner Affe, den Maxime als Maskottchen von ihrem kleinen Bruder bekommen hat. Außerdem hat der Vierjährige noch einen Rat an sein großes Vorbild: „Hau sie einfach um!“
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