David gegen Goliath in gefährlicher Konstellation

Bundesliga-Alltag raus, Pokalaufgabe rein. So sieht für den Thüringer HC die Woche nach den beiden siegreichen Bundesliga-Spitzenspielen aus. Bei der HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim muss der Tabellenführer der Bundesliga am 5. Februar ab 19 Uhr Farbe bekennen.

"Wir haben uns in den Bundesliga in den letzten Wochen optimal aus der Affäre gezogen. Mit unseren Leistungen haben wir den Tabellenplatz bestätigt und uns eine sehr gute Position für die PlayOffs geschaffen.", resümiert Herbert Müller. Sechs Spieltage vor Ende der Hauptrunde steht der THC mit drei Punkten plus dem deutlich besten Torverhältnis im Zwölferfeld an der Spitze. "Ich bin sehr froh über die Art und Weise wie wir gegen Leipzig gespielt haben. Wir konnten früh wechseln und drückten dem Spiel aufgrund der Breite unseres Kaders den Stempel auf.", so Müller.

"Nun gilt es umzuschalten auf den Pokal. Die Qualifikation fürs FinalFour ist unser Ziel, der Pokalgewinn der schnellste und einfachste Weg - vier Siege noch und man ist Pokalsieger.", so Herbert Müller selbstbewusst. "Der Pokal ist sehr reizvoll, aber auch überaus gefährlich. Das Duell klein gegen groß fasziniert und es gab in dieser Saison bereits mehrere Überraschungen." Bereits sieben der zwölf Erstligisten mussten die Segel streichen, einige unterlagen gegen Zweitligisten. Auch die HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim konnte sich gegen Erstligist Trier in Runde drei durchsetzen. "Bad Wildungen besitzt Erstliga-Niveau, hat National- und gestandene Bundesliga-Spielerinnen im Kader. Trotzdem lässt sich nach den tollen Spielen in der Liga eine Unterschätzung im Unterbewusstsein schwer vermeiden.", sagt der THC-Trainer. "Unser Ziel ist es über unser Tempo ein schnelles Spiel aufzuziehen um nicht gegen die aggressive und kompakte 6:0-Deckung des Zweitliga-Vierten ins Positionsspiel gezwungen zu werden." Bad Wildungen hat die letzten sechs Pflichtspiele gewonnen, seit fast drei Monaten nicht mehr verloren. "Ich rechne mit einem harten und engen Spiel. Bereits in der Vorbereitung forderte uns die HSG alles ab.", schaut Müller voraus. "Ich persönlich freue mich sehr auf das Spiel gegen meinen Freund Gerry Weiß. Wir haben in Augsburg gemeinsam Handball gespielt und sind uns über die Jahre immer verbunden geblieben. Gernot's Frau Cristina habe ich damals nach Augsburg in die zweite Liga geholt."

Personell muss der THC auf Danick Snelder, Ulrike Jahn und Shenia Minevskaja verzichten. "Danick weilt aus familiären Gründen in ihrer Heimat, Shenia und Uli verstärken die zweite Mannschaft im Drittliga-Spiel in Köln. Ansonsten ist alles an Bord und die Mädels brennen darauf, ins Viertelfinale einzuziehen und dann auf ein gutes Los zu hoffen. Die Auslosung findet am kommenden Mittwoch in Göppingen im Rahmen des Bundesliga-Spiels zwischen FAG und dem HC Leipzig statt.

Im Hinblick auf die neue Saison kann der erste Vollzug gemeldet werden. Idalina Borges-Mesquita bleibt ein weiteres Jahr beim THC, hat ihre Option zum Ausstieg am Saisonende nicht gezogen. "Mit Maike März und Nadja Nadgornaja sind wir uns weitestgehend einig, die Unterschriften dürften Formsache sein.", so der zufriedene THC-Trainer. "Ich bin mit meiner momentanen Mannschaft auch sehr zufrieden." Zum Thema Neuzugänge hat Herbert Müller klare Vorstellungen: "Entweder verpflichten wir junge, lernwillige Spielerinnen mit einer Perspektive oder einen richtigen Kracher, der uns wirklich verstärkt." Den Anreiz des Aufsichtsrates die Verträge leistungsbezogen zu gestalten kann der Trainer nachvollziehen: "Leistung soll belohnt werden und Motivation schaffen. Der Leistungsgedanke soll gefördert werden. Es ist aber auch gefährlich und schwer umzusetzen im Sport. Da habe ich bereits persönlich sehr negative Erfahrungen bei der DJK Augsburg-Hochzoll gemacht."

Auch aus Bad Wildungen wird wieder getickert. Ab 19 Uhr kann man bei mdr.de und der THC-Homepage sowie der mdr-Videotext-Seite 260 die Partie begleiten.
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1 Kommentar
Emanuel R. Beer aus Gotha | 05.02.2011 | 20:43  
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