Der Alpine Kajak Club springt wieder, „Rissbachstürzen des AKC“

Rissbach, 7-Meter-Fall
 
Rissbach, 7-Meter-Fall
Am 24. September kam der Alpine Kajak Club am Einstieg der Rissbachklamm zusammen um das alljährige „Rissbachspringen“, welche auch für Anwärterfahrten zur Mitgliedschaft im AKC genutzt wird, zusammen.

Einstieg: Ende der Standardstrecke
Ausstieg: Klammende
WW-Grad 5-6
Länge 1
Befahrungszeit Ganzjährig

Die Befahrung beginnt direkt am Ausstieg der Standardstrecke. Gleich danach befindet sich eine Stufe, die bei wenig Wasser zum verklemmen gefährlichen Schlitz wird und meistens ausgelassen wird. Die Strecke bis zur Brücke ist noch relativ harmlos, nach einer kleinen Stufe und einer Linkskurve folgt eine Rutsche, die man mittig fährt und die Bootsspitze nach rechts hält. Die Hauptschwierigkeiten beginnen bei der Brücke: Eine Dreierkombination aus einem 7-Meter-Fall und zwei Schrägstufen. Direkt an der Abrisskante des ersten Falls sieht man eine kleine Einkerbung, die Ideallinie ist etwas links davon. Auf keinen Fall sollte man in der Verschneidung oder gar rechts davon runter, sonst befördert einem der Pilz im Unterwasser direkt in die Unterspülung der rechten Felswand, was nicht nur unangenehm, sondern auch gefährlich ist. Zu weit links sollte man aber auch nicht anfahren, sonst macht man Bekanntschaft mit einer Felsnase, was sich auch nicht als angenehm erwiesen hat. Danach kann man links in ein Kehrwasser paddeln, um zu verschnaufen und die Anfahrt zur zweiten Stufe anvisieren. Man fährt sie äußerst rechts, um nicht vom Rücklauf aufgemischt zu werden. Zwischen den beiden letzten befindet sich noch eine kleine Walze, die man auch am besten rechts anschneidet, um die letzte Stufe möglichst weit außen zu erwischen. Hat man bis jetzt alles ideal erwischt, ist der Boof am Schluss fast nur noch ein Klacks und nicht mehr der Rede wert. Dieser Abschnitt wurde im November 1978 durch Sepp Strohmeier zum ersten mal befahren, beim AKC-Treffen 2001 gab es gleich 93 Befahrungen an einem Tag! - Viel Spaß also beim Stürzen!

Gefahrenhinweise: unterspülte Felswand nach dem 7-Meter-Fall, v.a. rechts.

So klingt der nüchterne Befahrungshinweis der Rissbachklamm. Aber in Wirklichkeit ist die Klamm viel unangenehmer als hier beschrieben. Dort hat es schon so manchen erstklassigen Wildwasserpiloten ermittelt, aufgemischt und Minuten lang unter Wasser in die Unterspülungen gedrückt, was wir am Samstag wieder beobachten konnten. Wer dafür nicht genug Luft hat sollte aufpassen, dass er alles richtig und sehr genau fahren kann oder Abstand von solch einer Befahrung nehmen.

Aber am 24.9. war das Tal mit Wildwasserkanuten der besonderen Art übersät. Jedes Jahr im September treffen sich die AKCler (Alpiner Kajak Club) am Rissbach um auch den Kajaker zu krönen, der hier die meisten Befahrungen/ Höhenmeter schafft. Ein alter AKC-Rekord liegt bei 25 Befahrungen, die auch in diesem Jahr nicht erreicht wurden. Das dürften mehr als 200 Höhenmeter sein, wenn man die Höhenmeter der Fahrten zusammen rechnet. Aber anders als bei so mancher Einzelbefahrung sind die AKCler immer auf ein gewisses Maß an Sicherheit bedacht, so wurde die gesamte Strecke mit Seilen und Sicherheitsposten bestückt. Damit kann man im Ernstfall dem Kajakfahrer helfen und Rettungsmaßnahmen einleiten. Diese Sicherheitsmaßnahmen wurden von Peter Tümmers und Neil Newton Taylor perfekt geplant und umgesetzt. Dank dieser Sicherheitsmaßnahmen blieben größere Probleme aus. Trotz alldem gab es den einen oder anderen Schwimmer und eine Schulter wurde auch ausgerenkt, was bei Extremsport immer passieren kann.

Am Abend bei den einen oder anderen Bierchen ließen die AKCler den Tag ausklingen und der Präsident Christian Berken nahm dann einige Anwärter in den Club auf, so auch seit langer Zeit einmal wieder eine Frau. Mit Anne Hübner konnte der Club eine würdige Kanutin dazu gewinnen und wir hoffen, dass sie nicht die einzige bleibt. Am Sonntag gab es noch eine Rettungsübung am Rissbach. Danach ging es auf ins Ötztal, wo das Training zum Sickline-Rennen im vollen Gang war.
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