Drachen gegen Huskies - ein ungleiches Duell: Am Ende steht es 3:7

  Erfurt: Kartoffelhalle | Kassel gewann verdient gegen gut kämpfende aber spielerisch unterlegene Black Dragons. Die Erfurter verwerteten ihre Chancen nicht, die Huskies zeigten wie es geht, sogar in Unterzahl trafen sie blitzschnell gegen die Erfurter! trotzdem ein aufschlussreiches Testspiel.


Text von Axel Hrisch

Huskies eine Nummer zu groß

Klar und deutlich verloren die Black Dragons am Freitagabend ihr Testspiel beim West-Oberligisten Kassel Huskies mit 6:0 (2:0;4:0;0:0). Vor allem die mangelnde Chancenverwertung im ersten und letzten Drittel verhinderte ein besseres Resultat gegen die Nordhessen.

Erfurt musste auf die verletzten Axthelm, Bährmann und Kai Fischer verzichten, Sascha Neumann, Felix Rößner und Kapitän Marcel Weise waren berufsbedingt verhindert. Dafür rückten Christopher Fischer, Franz Wild, Max Gimbel und letztmalig Gastspieler Roman Nesrsta ins Aufgebot.

Von Beginn an entwickelte sich eine Partie auf gutem Oberliga-Niveau, in der die Gastgeber erst einmal das Heft des Handelns in die Hand nahmen. Folge davon waren erste Chancen, die aber vom wieder gut aufgelegten Erfurter Torhüter Martin Otte vereitelt wurden. In der 7. Minute konnte dann aber Ex-Eispirat Michael Christ auf der rechten Seite Erfurts Abwehr ausspielen und allein vorm Tor zum 1:0 einnetzen. Dieses Tor wirkte wie ein Weckruf für die Erfurter Offensive, die jetzt auch das Angriffsspiel deutlich verbesserte. Mehrfach kamen Erfurts Stürmer völlig frei vor Ondraschek zu besten Gelegenheiten (11., 12., 13., 14. Min.), allein der Puck wollte nicht über die Torlinie. Auf der anderen Seite gab es in dieser Phase eigentlich wenig für Martin Otte zu tun. Dieser wurde aber in der 16. Minute von einem Blueliner von Emanuel Grund, der unhaltbar von Böhm abgefälscht wurde, überwunden. In der Folge jedoch weiter das Bemühen der Black Dragons, den Anschlusstreffer zu erzielen. Kurz vor Drittelende traf Sean Fischer nur den Pfosten, den Nachschuss konnte Manske leider nur ans Außennetz setzen.

Mit Beginn des 2. Drittels übernahmen zusehends die Huskies die Initiative auf dem Eis. Vor allem die Paradereihe mit Nationalspieler Manuel Klinge, Michael Christ und dem starken Petr Sikora, der einen klugen Pass nach dem anderen spielte, stürzte Erfurts Defensive von einer Verlegenheit in die andere. Durch das verletzungsbedingte Ausscheiden von Sebastian Hofmann musste zusätzlich die Abwehr umgestellt werden, was zu mehreren Abstimmungsfehlern führte, die die Huskies eiskalt ausnutzten. Dennis Klinge (26.), Heinrich (28.), Manuel Klinge (36.) und noch einmal Christ (39.) sorgten für klare Verhältnisse auf dem Eis. Die Black Dragons waren in diesem Drittel einfach nicht in der Lage, dem druckvollen und schnellen Spiel der Gastgeber in dieser Phase standzuhalten. Allein Martin Otte war es zu verdanken, dass der Rückstand nicht noch deutlicher wurde.

Im letzten Drittel nahmen die Huskies etwas das Tempo aus ihrem Spiel, was vor allem die 2. und 3. Erfurter Reihe nutzte, um mit schnell vorgetragenen Angriffen für Gefahr vorm Tor von Ondraschek zu sorgen. Der aber war an diesem Abend nicht zu bezwingen. Auch Martin Otte bekam im letzten Drittel noch mehrere Gelegenheiten, sich gegen die Kasseler Stürmer auszuzeichnen und konnte weitere Tore verhindern. Unrühmlicher und vor allem unnötiger Höhepunkt in einem ansonsten fairen Spiel war ein Stockendenstich von Dennis Klinge gegen Robert Schmidt als Revanche für ein kleines, zuvor ausgetragenes Scharmützel. Völlig zu Recht wurde er dafür vom guten HSR Lenhart zum Duschen geschickt.

Insgesamt geht der klare Sieg der Huskies völlig in Ordnung. Vor allem im 2. Drittel zeigten sie, warum sie zu den Aufstiegsfavoriten in der kommenden Saison zählen. Trotzdem waren die Black Dragons in der Lage, das Spiel im ersten und letzten Drittel relativ offen zu gestalten. Vor allem die fehlende Cleverness in der Chancenverwertung verhinderte, dass am Ende ein besseres Resultat zu Buche stand. Dass die Kasseler Defensive verwundbar ist, haben allein die 8 Großchancen für die Black Dragons hinreichend bewiesen. Wenn der Puck schnell und direkt gespielt wurde, zeigte sich, dass man auch gegen solche Gegner in der Lage ist, sich Möglichkeiten zu erarbeiten.

Man wird im Rückspiel am Sonntag um 16 Uhr in Erfurt sehen, ob es dann gelingt, als erster Ost/Nord-Oberligist ein Tor gegen die Huskies zu erzielen.

Zuschauer: 2546,

Tore: 1:0 (6:37) Christ (Engel, M. Klinge)
2:0 (15:35) Böhm (E. Grund - 4:4)
3:0 (25:30) D. Klinge (Böhm, A. Heinrich)
4:0 (27:30) A. Heinrich (Hilgenberg – PP1)
5:0 (35:02) M. Klinge (Ondraschek)

6:0 (38:48) Christ (Böhm).

Strafminuten: Kassel 19 + 10 S. Heinrich + Spieldauer D. Klinge - Erfurt 10.


Am kommenden Freitag heißt der Gast in der Erfurter Eishalle Harzer Wölfe aus Braunlage. Spielbeginn 20 Uhr !
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