Ein Spiel zum Vergessen, aber die Stimmung war super: Black Dragons verlieren im Schlussdrittel den harten Fight gegen Herne

  Erfurt: Eishalle | Wie die Black Dragons auf ihrer Seite das Spiele einschätzen, wir liefern die Bilder zum Spiel:

Danke an die Drachen für den ausführlichen Bericht!


Eine unnötige, weil im Zustandekommen sehr unglücklich, mussten die Black Dragons am späten Freitagabend gegen den Herner EV einstecken. In einem Spiel das den knapp 600 Zuschauern in der Erfurter Eishalle kaum Höhepunkte bot, sondern Eishockey mehr gearbeitet als gespielt wurde, brachte am Ende eine doppelte Unterzahl der Gastgeber und ein kaputter Helm von Goalie Martin Otte die Entscheidung zu Gunsten der Gäste. Unverdient war der Gästeerfolg sicherlich nicht, hätte aber mit etwas besserer Chancenauswertung gut und gern genau anders herum ausgehen können. Doch der Reihe nach.

Den besseren Start ins Match erwischten zunächst die Gastgeber, die sich schnell erste Chancen erspielen konnten, so scheiterte Jan Zurek gleich zweimal am glänzend reagierenden Gästegoalie Weidekamp noch ehe der Sekundenzeiger der Uhr eine volle Umdrehung absolviert hatte. Bereits hier wurde deutlich dass es heute alles andere als leicht werden würde, Tore zu erzielen. Auch die nächste gute Einschussmöglichkeit gehörte wieder den Gastgebern, aber auch Geburtstagskind Schümann fand seinen Meister in Weidekamp, der schon früh im Spiel Betriebstemperatur erreicht hatte. Auf der Gegenseite klärte die Erfurter Defensive die erste gute Drangphase der Gäste nach knapp 5 min konsequent, so dass es für Martin Otte zunächst nichts zu tun gab. Ganz anders sein Gegenüber Weidekamp, der sich über mangelnde Arbeit in den ersten Minuten nun wahrlich nicht beklagen konnte. Aber Schümann scheiterte auch in der 7. Minute wieder am junger Herner Schlussmann. Quasi im direkten Gegenzug hätten die Gäste fast die vollkommen überraschende Führung erzielt, mit der ersten richtigen Torchance, diese konnte aber Otte gegen Hauptig vereiteln. Bedingt durch mehrere Strafzeiten kam es etwa zur Hälfte des ersten Drittels zu einem Bruch im Spiel und Chancen waren fortan, trotz numerischer Überzahl auf beiden Seiten, eher Mangelware und so ging es mit einem torlosen Remis in die erste Pause.

Nachdem die Gastgeber auch eine Reststrafe aus dem ersten Drittel schadlos überstanden hatten machte man sich wieder daran zu versuchen sich Chancen zu erarbeiten. Und nach 24. Minuten war es dann endlich soweit. Zech hatte nach einem Bully von der blauen Linie abgezogen, dieser Schuss wurde noch leicht abgefälscht und stellte so Gästegoalie Weidekamp vor ziemliche Probleme. Weidekamp konnte die Scheibe zwar noch abwehren, jedoch nur bis auf den Schläger von Adam Sergerie und dieser vollendete zur durchaus verdienten Erfurter Führung. Keine 90 Sekunden später war es wieder Schümann, der sein Privatduell mit Weidekamp fort setzte, aber auch diesmal blieb der junge Goalie am Ende der Sieger. Nach 27. Minuten bot sich den Erfurtern dann die große Chance die Führung auszubauen, aber letztlich sprang bis auf zwei Schüsse von Grosch und Zurek nichts zählbares aus einer doppelten Überzahl heraus. Ganz im Gegenteil, als Herne wieder zu Viert war, musste sogar Otte zweimal gegen Dreischer und Hauptig Kopf und Kragen riskieren um einen Ausgleich zu verhindern. Diese Chance läutete die beste Phase der Gäste ein, konnten die Erfurter zunächst noch einen Gegentreffer gegen Dreischer, der das Kunststück schaffte, den Puck am leeren Tor vorbeizuschieben, zu verhindern. War es nach 34 Minuten dann doch soweit und Otte war gegen ein Geschoss von Scharfenfort von der blauen Linie machtlos und es stand 1:1. In der Folgezeit waren dann die Gäste dem Führungstreffer näher als die Gastgeber, aber bis zur zweiten Pause sollte nichts mehr passieren.

Im letzten Drittel hätten beide Teams mehrfach das Spiel für sich entscheiden können

Im letzten Drittel bekamen beide Teams dann mehrfach die Gelegenheit das eigene Unterzahlspiel zu trainieren. Kaum einmal waren beide Teams mit je 5 Mann auf dem Eis. Dennoch behielten beide Goalies einen kühlen Kopf und hielten ihre jeweiligen Tore sauber. Während Weidekamp gegen Sergerie und Lüsch mit zwei Monstersaves glänzen konnte, blieb Otte gegen Ackers, Dreischer und Nieberle der Sieger. In dieser Phase lebte das Spiel nicht gerade von der Hochklassigkeit beider Teams sondern eher von der Spannung. Wem würde der wohl spielentscheidende „Fehler“ unterlaufen. Ab der 50. Minute etwa kamen dann die Gastgeber noch einmal mit mehr Druck zum Zug, aber immer wieder war „Teufelskerl“ Weidekamp da und verhinderte weitere Tore. So sollte die Entscheidung kurz vor Ende in einer doppelten Überzahl für die Gäste fallen. Zunächst konnte Martin Otte noch mit etwas Glück einen Gegentreffer verhindern, doch beschädigte er sich bei dieser Aktion seinen Helm und musste fortan mit der Maske seines Back up Stephan Löffelholz zu Ende spielen. Diese Umstellung dauerte bei Otte ein klein wenig und dies nutzten die Gäste eiskalt aus und trafen durch Tom Giesen zum Schluss endlich entscheidenden 2:1. Die Gastgeber opferten noch Goalie Otte zu Gunsten eines 6. Stürmers und kassierten noch das 1:3, mehr als Ergebniskosmetik war dies jedoch nicht mehr.


Tore:

1:0 Adam Sergerie (Benjamin Zech, Florian Lüsch) 23:04

1:1 Dominik Scharfenfort (Alexander Brinkmann, Sören Hauptig / +1) 32:49

1:2 Tom Giesen (Alexander Brinkmann, Robin Loecke / +2) 54:14

1:3 Christian Nieberle (Damian Schneider, Dominik Luft / Empty Net Goal) 58:57

Strafen: Erfurt 20 – Herne 12

Zuschauer:
592
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