Enders und Vogel in London angekommen

Kristina Vogel. Foto: Axel Heyder
Sprinter mit guter Stimmung im Olympischen Dorf


Zimmer beziehen, Fähnchen aufhängen, Dorf besichtigen, Pins tauschen und das erste Mal auf die Bahn. Kristina Vogel und René Enders sind schon mitten drin im Abenteuer Olympia. Während René Enders nach Peking schon seine zweiten Spiele erlebt, genießt vor allem Kristina Vogel das besondere Olympische Flair. "Endlich bin ich hier. In den letzten Tagen und Wochen war die Vorfreude so groß, dass es echt Zeit wurde, langsam dem Traum die Wirklichkeit folgen zu lassen", sagt die Weltrekordlerin im Teamsprint." Es ist zwar alles spartanisch hier, aber ich mache es mir gemütlich. Die ersten Deutschland-Fähnchen habe ich schon in unserem Appartment aufgehängt", sagt Vogel, die gestern das erste Mal mit ihren Nationalmannschaftskollegen auf der Bahn war.

"Es war zwar etwas schwierig, unser Material auf die Bahn bringen zu lassen, aber irgendwann hat es geklappt und wir konnten die ersten Runden hier drehen", sagt Enders, der sehr optimistisch auf die Entscheidungen blickt. "Die Form ist gut. Es gibt keinen Grund nervös zu sein oder sich irgendwelche Gedanken machen zu müssen, dass es schlecht laufen könnte", meint der Bronzemedaillengewinner im Teamsprint von Peking. Er genießt die Atmosphäre, auch "wenn ich es ja schon von Peking kenne. Die Stimmung ist super. Dass die Zimmer nicht klimatisiert, ziemlich warm und zudem sehr klein sind, ist zu verkraften. Wir machen das Beste draus", meint Enders, der auch auf der Deutschen Fahne unterschrieben hat, die bei der Eröffnung von Hockeyspielerin Natascha Keller ins Stadion getragen wird.

Währenddessen ist Vogel ins Jagdfieber verfallen. Jagd nach Pins. "Jedes Land hat seine Pins, die hier untereinander getauscht werden. Vor allem so kleine Länder, wie Palästina sind sehr begehrt. Man wird einfach angesprochen, ob man nicht Pins tauschen möchte. Ich finde das ganz lustig", sagt sie fröhlich.

"Kristina und René haben in den letzten Wochen noch einmal einen Sprung gemacht. Die Kraftwerte sind super und das Höhentrainingslager hat sehr gut angeschlagen. Die Ergebnisse beim Sprintermeeting in Köln haben gezeigt, dass sie die Eindrücke aus dem Training auch in gute Wettkampfleistungen umsetzen können", sagt Trainer Tim Zühlke. Vogel gewann in Köln den Sprint sowie den Teamsprint mit ihrer Partnerin Miriam Welte. Enders gewann mit Maximilan Levy und Robert Förstemann den Teamsprint. "Für die beiden ist eine Medaille das große Ziel. Ob es am Ende sogar Gold wird, hängt bei einer Sportart, wo Bruchteile von Sekunden über Sieg oder Niederlage entscheiden, von vielen Kleinigkeiten ab. Der Start aus der Startmaschine, Wechsel, Tagesform, Glück. Wenn alles passt, ist alles möglich", sagt Zühlke.
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