Erfurt klettert auf Rang 2: Rot-Weiß Erfurt gewinnt gegen den VfL Osnabrück 3:1

Okan Aydin bejubelt mit seinen Mitspielern das 1:0. Fotos: Heyder
  Erfurt: Stadion | Ein aufregendes Spiel. Soviel steht fest. Bis zur Erlösung in der Nachspielzeit durch Carsten Kammlott heißt es 90 Minuten davor, die drei Punkte, die Aydin mit seinem Treffer in Hälfte eins auf den Weg gebracht hatte, zu verteidigen.

Selbst aus dem Spiel genommen


Es war Osnabrück, das sich selbst mit einer Notbremse aus dem Spiel genommen hatte. Fairerweise muss man sagen, dass Carsten Kammlott bei der Aktion nichts hat anbrennen lassen. Er spielte einfach so clever und zwang dem Schiri diese Entscheidung praktisch auf. Notbremse. Rot für Thomik. Osnabrück nur zu Zehnt.

Aber der Reihe nach: Es war die 27. Spielminute, als Carsten Kammlott alleine auf die Reise ging. Und das, unmittelbar nachdem Osnabrück durch Pissot seine bis dahin größte Chance hatte und nach einer Ecke um ein Haar den Ball im Erfurter Netz versenkt hätte. Rettungstat durch den kleinen großen Aydin auf der Linie. Doch dann ging alles ganz schnell, Erfurt leitete den Konter durch einen weggeschlagenen Ball von Juri Judt ein: Paul Thomik musste den besten RWE-Angreifer, Carsten Kamlott hat nun 8 Treffer, zu Fall (27.) bringen, der sonst mutterseelen alleine vor Heuer-Fernandes aufgetaucht wäre.

Doch danach hatte Erfurt, trotz Überzahl, noch immer nicht viel vom Spiel. Viele Pässe nach rechts und links, wenig nach vorne. Allerdings noch vor der Pause: Ecke Erfurt (46.). Okan Aydin versuchte es, der Ball prallt an Groß ab und Aydin mit Nachschuss. Noch vor der Pause macht er mit Beginn der 47. Minute das Torfür die Heimelf. Er hatte sich nicht Abwimmeln lassen und zirkelte im Nachschuss einen wundervollen Schlenzer in die Ecke des Gäste-Keepers.

Nach der Pause Erfurt mit mehr Druck, hätte wohl mit 3:0 in Führung gehen können, versäumte es aber nach dem 2:0-Treffer durch "Raffa" Czichos, der irgendwie reingestolpert war, denDampf in der Maschine aufrecht zu erhalten. So kam Osnabrück mit einem Standard zurück ins Spiel. Erst sah es aus, als habe Iljutcenko (64.) das Gegentor gemacht, aber der Ball landete auf dem Hinterkopf von Gohouri, der von Feldhahn geklammert wurde. Der VfL schaffte den 2:1-Anschluss nach Ecke Osnabrück durch ein Eigentor von RWE und sorgte damit für eine Druckphase des in Unterzahl spielenden VfL.

Keine schönen Szenen im Anschluss, viele Fouls und angebliche Handspiele. Diskussionen und Gezerre. Das ist jedoch völlig normal, wenn einer den Anschluss nach oben nicht gänzlich verpassen will und der Andere sich Platz zwei sichern kann.

Es war schon die zweite Minute der Nachspielzeit angebrochen, als Carsten Kammlott die Erfurter Fans, die Spieler und Trainer der Rot-Weißen von dem Druck erlöste.


Die Statistik:
Tore: 1:0 Aydin (44.), 2:0 Czichos (57.),
2:1 Iljutcenko (64.), 3:1 Kammlott
(90.+3)

Aufstellung: FC Rot-Weiß Erfurt
Klewin - Odak, Laurito, Gohouri,
Czichos - Tyrala, Judt (90. Menz) -
Aydin, Möhwald (46. Brandstetter),
Bukva (83. Bichler) - Kammlott

VfL Osnabrück
Heuer Fernandes - Thomik, Pisot,
Groß, Dercho - Feldhahn (83.
Sembolo), Chahed (71. Tüting) -
Thee, Kandziora (67. Alvarez) -
Iljutcenko, Menga

Zuschauer: 5.952
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
1 Kommentar
Axel Heyder aus Erfurt | 23.02.2015 | 14:55  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige