"Fette Reifen" gefragt beim Papenbreer-Zukunftsrennen

Lara-Sophie Jäger (10) und Wolf Wandersleb (8) vom RSC Turbine haben schon den Radsport für sich entdeckt. Nun wünschen sie sich, dass ganz viele fahrradbegeisterte Kinder beim Papenbreer-Zukunftsrennen mitmachen und es ihnen gleichtun.

Erfurt. Am Dienstag können fahrradbegeisterte Kinder beim "Papenbreer-Zukunftsrennen" mitmachen und tolle Preise er'fahren':

Wenn in diesen Tagen die Thüringer Marcel Kittel und Tony Martin bei der Tour de France von sich reden machen wollen, tritt so mancher kleine Radsportfan nochmal so intensiv in die Pedale. Vielleicht, wenn sie nur weiter fleißig trainieren, schaffen sie es auch, eines Tages dabei zu sein.Bestimmt haben Marcel und Tony ihre erste Radfahrversuche nicht auf dem Rennrad unternommen. Eher auf „fetten Reifen“. So bezeichnen Radsportler alle Fahrräder, deren Reifen keine Rennradmaße haben, also breiter sind als etwa 2,5 Zentimeter. Doch auf den fetten Reifen lernt man zu fahren, außerdem lässt sich dabei manches künftige Talent entdecken.

Auf den Spuren der Weltmeister


Beim RSC Turbine sind derzeit etwa rund 100 Radrennsportler - mehr als die Hälfte von ihnen sind jünger als 15, andere haben es wie René Enders und Kristina Vogel zu Weltmeisterehren gebracht - auf den schmalen Reifen unterwegs, manche von den Jüngeren mit beachtlicher Geschwindigkeit. „Einige von ihnen sind schon so schnell wie die Profis“, weiß Sichtungstrainer Dr. Manfred Wandersleb und ist sichtlich stolz auf den Rennfahrernachwuchs. Natürlich, fügt er hinzu, können die Jungs und Mädchen derlei rasante Fahrten noch nicht so lange durchhalten wie die Könner. Aber sie werden immer besser.

Training ist wichtig


Je nach Alter treten die Sportler zwei- bis viermal pro Woche zum Training an. Die Grundausbildung durchlaufen sie alle, dazu gehört das Trainieren auf der Straße genauso wie auf der Bahn sowie eine fundierte athletische Ausbildung. Je nach Talent und Eignung entscheidet sich später, wohin der (Rad)Weg führt. Auf die Straße? Oder doch eher auf die Bahn? „Einen festen Zeitpunkt für diese Spezialisierung gibt es nicht“, sagt Dr. Wandersleb. Seit Anfang der 70-er Jahre kümmert er sich um den Radsportnachwuchs, war 15 Jahre lang Cheftrainer in Thüringen und genießt es, neben seinen Tätigkeiten als Fachwart und im Präsidium vom RSC Turbine inzwischen im Verein wieder ganz nah dran zu sein - beimTraining. Etwa zehn Jahre alt sollte ein Kind sein, das intensiv mit dem Radrennsport beginnt. Ein späterer Einstieg als in anderen Sportarten. „Man kann auch schon in der vierten Klasse beginnen. Hauptsache, die Hände sind schon groß genug zum Bremsen“, umreißt er eine ganz wichtige Voraussetzung. Schade findet er es, dass Mädchen und junge Frauen im Hochleistungs-Radsport noch nicht so präsent sind. Immer wieder auch machen die engagierten Turbine-Trainer die Erfahrung, dass mit der Pubertät bei einigen jungen Damen die Lust am Rennsport verloren geht. So manches Talent geht so verschütt.

Schnittig unterwegs


Die anderen aber, die meisten, sind Feuer und Flamme. Wenn sie mit ihren leichten, schnittigen Rennrädern Kilometer um Kilometer schrubben, kommen sie ihrem Ziel, eines Tages genauso erfolgreich zu sein wie ihre großen Vorbilder, jedesmal ein Stückchen näher. Dabei ist es gar nicht so lange her, dass sie gerade erst das Fahrradfahren gelernt haben und auf ihren „fetten Reifen“ unterwegs waren. Vielleicht gibt es ja sogar bald schon Verstärkung, und der eine oder andere Teilnehmer beim „Papenbreer-Zukunftsrennen“ entpuppt sich als verborgenes Talent. Mitmachen können dort alle fahrradbegeisterten Jungs und Mädchen, die zwischen 2002 und 2007 geboren wurden. „Man erkennt bei einem solchen Rennen schon die Talente, vor allem eine hohe Trittfrequenz spricht dafür, dass sich mehr daraus machen lässt.“ Dr. Manfred Wandersleb wird genau hinsehen.

Das Papenbreer-Zukunftsrennen



- Dienstag, 15. Juli, 14 bis 17 Uhr, vor der Thüringenhalle
- „Fette Reifen“ gefragt: Neben den Lizenzrennen der Altersklassen U11 und U 13 finden zwei Rennen für alle fahrradbegeisterte Mädchen und Jungen statt
- Kinder der Jahrgänge 2005 bis 2007 absolvieren drei Runden zu je 0,8 Kilometern
- Jahrgänge 2002 bis 2004: vier Runden, je 0,8 Kilometer- Wer mitmacht, darf keine Lizenz besitzen, Rennräder sind nicht zugelassen (Reifenbreite mindestens 30 Millimeter), es besteht Helmpflicht.
- gemeinsam Wertung für Jungen und Mädcehen, jeder erhält eine Urkunde, die ersten zehn bekommen Preise
- Anmeldung: Kinderabteilung des Modehauses Papenbreer, Anger 21 oder unter www.rsc-turbine.de (bis 13. Juli) oder am Wettkampftag vor Ort (vor 14 Uhr)
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