Fotos Biathlon, IBU-Weltcup in Oberhof 2014: Trotz mäßiger deutscher Ergebnisse super Stimmung

 
So sehen Siegerinnen aus. Fotos: Axel Heyder
Es scheint, als seien die Ergebnisse der deutschen Starter nicht unbedingt das Wichtigste: 17.000 Zuschauer feierten in der Oberhofer Waschküche alles, was Bretter unter den Sohlen hat und ein Gewehr trägt. Beim Biathlon Weltcup hatte die Elite dieses Sports alles andere als gute Bedingungen. Sprühregen vernebelte die Sicht, und als sei das nicht genug zog Stunde um Stunde auch noch Nebel auf den Berg. Trotzdem, sobald die Fernsehkameras übertrugen, tobte die Menge. Ob die teils skurrilen Kostüme gegen die Kälte helfen? Man weiß es nicht genau: Aber, für die Stimmung sind sie in jedem Fall gut.


Hier die offizielle Pressemitteilung:

Mit einem Schießfehler und einer phänomenalen Laufzeit hat Darya Domracheva das Sprint-Rennen beim Biathlon-Weltcup in Oberhof dominiert. Vor 17.000 Zuschauern in der DKB-Ski-ARENA am Grenzadler sicherte sich die Weißrussin ihren ersten Sieg in dieser Saison. „Ich habe hier schon schlechte Erfahrungen gemacht. Umso schöner ist es, dass ich heute gewonnen habe“, sagte Domracheva, die am Rennsteig einst das Liegend- mit dem Stehendschießen verwechselte.

Auf den zweiten Platz kam Kaisa Mäkäräinen. „Ich mag die Oberhofer Strecke, aber stand hier noch nie auf dem Podium. Ich habe lange auf diesen Tag gewartet“, sagte die Finnin, die mit ihren zwei Fehlern zufrieden war. „Die waren heute zu verkraften, weil viele Starterinnen noch mehr Fehler geschossen haben“, so die 30-Jährige. Olena Pidhrushna (Ukraine) sicherte sich den dritten Rang. „Ich freue mich sehr über mein fehlerfreies Schießen. Aber Darya und Kaisa waren auf der Strecke zu stark für mich“, so die Ukrainerin.



Aus deutscher Sicht konnte Evi Sachenbacher-Stehle (WSV Reit im Winkl) ein Erfolgserlebnis feiern. Mit ihrem siebten Platz war sie nicht nur die beste deutsche Athletin am heutigen Tag, sondern konnte auch die vorgegebene Norm für die Olympischen Spiele in Sotschi (Russland) knacken. „Ich bin total glücklich, da ich in den letzten Wochen und vor allem über Weihnachten an mir zweifelte. Aber jetzt ist es die Olympia-Quali. Ich freue mich umheimlich“, so die ehemalige Langläuferin, die vor zwei Jahren ins Lager der Biathletinnen wechselte und bisher noch keinen Weltcup in Oberhof bestritt. „Alle haben mir immer erzählt, wie genial es ist. Und sie haben mir auch ein bisschen Angst gemacht. Heute habe ich es zum ersten Mal im Wettkampf erlebt. Die Zuschauer beunruhigen mich nicht, sie motivieren mich eher“, so Sachenbacher-Stehle, die sich im morgigen Verfolgungsrennen (Start: 17 Uhr) noch weiter nach vorne arbeiten will. „Ich erhoffe mir einfach, dass die Scheiben fallen“.



Lokalmatadorin Andrea Henkel (SV Großbreitenbach), die ihre Karriere nach der Saison beenden wird, enttäuschte mit insgesamt vier Schießfehlern (1/3) auf Platz 37. „Während des Rennens habe ich nicht daran gedacht, dass das hier mein letzter Weltcup ist. Die Stimmung war wieder super, auch wenn mir aktuell nicht wirklich danach ist“, sagte die 36-Jährige. Bei der Verfolgung morgen wolle sie sich nach vorne kämpfen, schätzt ihre Chancen jedoch realistisch ein. „Ich konzentriere mich auf das Schießen und werde dann sehen, zu was es noch reicht. Aber auf dem Podest lande ich morgen wohl eher nicht“, sagte Andrea Henkel, für die der Massenstart-Wettkampf am Sonntag wichtiger sei.

Franziska Hildebrand (WSV Clausthal-Zellerfeld) kam mit einem Schießfehler als 18. ins Ziel. Nadine Horchler (SC Willingen) beendete das Rennen auf Rang 29, Franziska Preuß (SC Haag) auf Rang 54. Und auch die Vorjahressiegerin, Miriam Gössner (SC Garmisch), kam in diesem Jahr nicht über einen 53. Platz hinaus. „Liegend war es gut, aber beim Stehendschießen weiß ich nicht, was da passiert ist“, so die 23-Jährige, die sich nach einem Radunfall im Frühjahr immer noch nicht 100 Prozent fit fühlt. „Ich muss jeden Tag weiter kämpfen“.
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2 Kommentare
Axel Heyder aus Erfurt | 06.01.2014 | 08:58  
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