Fotos vom IBU Biathlon Weltcup in Oberhof 2015: Der Sprint der Herren am Samstag, pictures of mens sprint and spectators on saturday

Schnell unterwegs, aber für das Podest nicht schnell genug. Foto: Heyder
  Oberhof: Grenzadler |

Was soll man noch Fragen stellen:

Wind egal. Schlechtes Wetter egal. Eisige Spur. Egal. Die Favoriten haben sich durchgesetzt und gezeigt, warum sie vorne stehen.

Ole Einar Brjoerndalen hat im Liegendschießen eine schnelle Serie durchgeballert, obgleich ihm die Sturmböhen ihm um die Ohren pfiffen. Auch im stehenden Anschlag traf er nur einmal eine Fahrkarte, während die Deutschen Starter sich bis zu vier davon leisteten.

Das Adler-Team kann derzeit weder im Schießen, noch in der Loipe mit den "Top Fünf" mithalten. Auch in Oberhof hat es noch kein deutscher Athlet aufs Treppchen geschafft.

Es war mal wieder Martin Fourcade, der das Sprintrennen in Oberhof gewonnen hat. Als Gesamtweltcupführender zeigte er den 16.500 jubelnden Zuschauern, wie Biathlon bei jeden Wetter geht. Es waren immerhin 98 Starter, ganz weit hinten auf Rang 88 sgar noch ein Deutscher. Der beste an diesem Tag schaffte es, wo einer schier unmöglichen Position die Wm-Norm zu knacken. Benedikt Doll wusste wohl gar nicht, wie ihm, geschieht. Selbst die Laola-Welle verpasste er, weiol er erstmal mit Blick in den Schnee Luftholen mustte.

Indes war es für Martin Fourcade der vierte Weltcupsieg in diesem Winter. „Das war mein erster Sprinterfolg in Oberhof. Man muss Glück haben bei diesen Bedingungen" betrieb er ein wenig Understatement, denn dass er und Bjoendalen auch am Schießstand domininierten, ist wohl nicht bloß dem Zufall zuzuschreiben.

Die Organisatoren in der Rennsteig-Kleinstadt sind schon an mieses Wetter gewöhnt und wohl in jedem Jahr darauf vorbereitet, dass exakt zum Biathlon-Wochenende das Wetter alles auf den Kopf stellt. Da kann es vorher noch so gut ausgesehen haben

"Vielleicht sollte man darüber nachdenken, den Weltcup in den Februar zu legen“, sagte Fourcade angesichts des Tauwetters am Rennsteig. Und tatsächlich war es in den vergangenen Jahren immer zu warm, während es im Februar deutlich bessere Bedingungen gab. Der Klimawandel sorgt seinerseits dafür, dass Oberhof allmählich zu warm für Wintersport wird.

Für den 26-Jährigen Fourcade war es sein 33. Weltcupsieg seiner Karriere. Damit zog er mit ZDF-Experten Sven Fischer gleich.

Gerade einemla die Kleinigkeit von vier Sekunden hinter ihm landete der norwegische Altmeister Ole Einar Björndalenauch mit Vierzigeinhalb noch immer Weltklasse. Der Russe Timofey Lapschin wurde Dritter.

Die Erstplatzierten mussten je nur einmal in die Strafrunde. Im Ziel wurde Björndalen von den Fans lautstark gefeiert. „Hier sind die besten Zuschauer. Sie feuern nicht nur die Deutschen an, sondern alle“, erklärt der 41-Jährige.

Und dann die Überraschung: Bester Deutscher war der letztgestartete Benedikt Doll. Mit immherin zwei Schießfehlern aber einer starken Laufleistung landete der 24-Jährige aus Breitnau auf Platz acht und erfüllte damit die WM-Norm. Andi Birnbacher, Erik Lesser und Simon Schempp kamen auf 20, 26 und 30 ins Ziel. Arnd Peiffer strandet noch weit dahinter, nachdem er beim zweiten Schießen vier Scheiben nicht traf und 64. wurde.
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1 Kommentar
Axel Heyder aus Erfurt | 12.01.2015 | 08:24  
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