Fußball, 3. Liga: RWE-Kabinenpredigt: FC Rot-Weiß Erfurt vs. Wacker Burghausen

Eine kleine Schwächephase entwickelt jedes Team in der Saison einmal. Haben da die englischen Wochen mit drei Spielen innerhalb von acht Tagen etwas zu tun? Das darf eigentlich nicht der Grund sein, äußerte sich Erfurts Trainer Stefan Emmerling, Drittligafußballer müssen das vertragen können. Recht hat er, schließlich spielen die Profis in England immer englische Wochen. Möglicherweise ist es sogar gut, dass die Kicker aus der Blumenstadt auf dem Boden der Normalität zurück sind.

Aus den letzten beiden Partien holten die rot-weißen „Puffbohnen“ nur ein mageres Pünktchen. Doch zum Glück spielte die Konkurrenz mit – sowohl Offenbach als auch Wehen vergeigten ihre Spiele. Auf Dauer sollte man sich darauf allerdings nicht verlassen. Weiter gilt es, sich nur auf seine eigenen Partien zu konzentrieren. Daher, bevor es in den „heißen März“ geht, indem die Abrechnung gemacht wird, steht eine vermeintlich leichte Heimaufgabe vor der Tür. Wacker Burghausen mit Trainer „Super Mario“ (Mario Basler) stellt sich in der Landeshauptstadt vor. Gut gerüstet mit einem knappen 3:2-Heimsieg gegen Aalen – das mit dem doppelten „a“ – schlagen sie im Steigerwaldstadion auf.
Bemerkenswert, neben ihrem Torjäger Eric Aygemang (acht Tore) ist, dass Torhüter René Vollath schon sieben Gelbe Karten kassiert hat, was als Keeper eher ungewöhnlich ist. Mit 41 Gegentreffern klingelte es zudem häufig in seinen Kasten.

Das könnte ein attraktives Spiel mit einigen Toren werden. Beide Teams benötigen jeden Punkt dringend. Erfurt kämpft um den vierten Platz. Die Gäste aus der Herzogsstadt im Kampf um den Klassenerhalt. Personell ergeben sich für Erfurts Trainer am Samstag wieder Alternativen: Caillas und Hauswald sind nach Gelbsperre wieder an Bord. Stürmer Smisek sammelt nach schier unendlicher Verletzungspause Spielpraxis in der Reserve.

Jetzt liegt es an den Rot-Weiß-Zuschauern, ihre Mannschaft so toll wie in den letzten beiden Heimspielen mit gelungener Unterstützung nach vorne zu treiben. Erfolge des Klubs sind immer auch das beste Argument für einen Stadionumbau.

Erste Veränderungen werden sich aber schon vor einem möglichen Umbau für die Zuschauer ergeben: Eine ausrangierte Stahlrohrtribüne von Kickers Offenbach, der „Bieberer Berg“ wird umgebaut, soll in Erfurt Zuschauer aufnehmen. Die Initiative dazu ging vom Verein aus. Auf einer Pressekonferenz am kommenden Montag, 19 Uhr, im VIP Classic Raum unterhalb der Tribüne, wird die Idee mit Fans und Presse diskutiert werden.
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