Fußball, 3. Liga: RWE-Kabinenpredigt zum Auswärtsspiel am 06. März zwischen den Offenbacher Kickers und dem FC Rot-Weiß Erfurt

Ein Monat der Wahrheit wartet auf den FC Rot-Weiß. All zu viele Punkte dürfen in den kommenden schweren Partien nicht liegen bleiben. Der nächste Gegner, die Kickers aus Offenbach, verbindet viel mit den Erfurtern: Nicht nur die gleichen Vereinsfarben. Mit Dennis Malura und Nils Pfingsten-Reddig kicken zwei ehemalige OFC-Spieler in den Reihen der Thüringer. Beide werden mit besonderen Emotionen ins Spiel gehen.

Aber auch das ist noch nicht alles. Dank der Unterstützung von Sponsoren konnte eine Stahlrohrtribüne, die zehn Jahre ihre Dienste als Gästeblock in Offenbach tat, erstanden werden. Ganze acht Tage hatte man Zeit, diese dort abzubauen. Sie soll direkt vor dem Marathontor in Erfurt wieder aufgebaut werden und Platz für rund 2000 Zuschauer bieten. Im Anschluss an die Saison wird sie errichtet. Toller Nebeneffekt: Wer von dort aus mitjubelt, kann näher am Spielfeldrand sitzen. Genau genommen sind es gerade 23 Meter, die sie vom Spielfeldrand entfernt ist. Außerdem stellte die Stadt eine neue Anzeigetafel in Aussicht, digital und 5,5 mal 4,50 Meter groß.

Die Hessen vom Bieberer Berg können die Stahlteile entbehren, bekommen sie doch ein nagelneues Stadion hingesetzt. In Thüringen ist dieser Prozess langwieriger. Ungewohnt wird am Freitagabend die Stimmung beim OFC sein, da mit der Waldemar-Klein-Tribüne und der Orion-Tribüne nur noch zwei Tribünen in L-Form nutzbar sind – geht es doch auch der Haupttribüne bereits an den Beton.

„Mit dem Abriss geht auch die Atmosphäre flöten. Wir haben erstmal einen Dorfplatz mit freiem Blick auf die Straße. Und die Anfeuerungsrufe der Fans verhallen irgendwo“, sagte Wolfgang Wolf vor Wochen. Da saß er noch fest im Sattel. Damit ist es seit dem Wochenende vorbei, als er nachdem 1:1 in Aalen beurlaubt wurde. Nur zwölf Punkte aus zwölf Spielen. Der Aufstieg über den Relegationsplatz ist gefährdet meinten die Verantwortlichen und setzten den Pfälzer vor die Tür.

Ob das ganze Brimborium von Vor- oder Nachteil für Emmerlings Schützlinge ist, zeigt sich in zwei Tagen. Die Torchancen müssen konsequenter genutzt werden, die Leichtigkeit vor dem Tor zurückkommen und die Mannschaft einen geschlossenen Auftritt abliefern. All die letzten Jahre sahen die Rot-Weißen immer gut aus auf dem Berg, kamen ohne Niederlage an den Steigerwald zurück. Gibt es noch Zweifel, sollte „Fußballgott Ronny Hebestreit“ als Maskottchen mitgenommen werden. Schon bei dem Namen bibbern die OFC-Fans, schoss er doch regelmäßig seine Buden auf dem Bieberer Berg und Erfurt zum Sieg.
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3 Kommentare
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Thomas Twarog aus Erfurt | 01.03.2011 | 18:36  
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Gerald Kohl aus Erfurt | 03.03.2011 | 10:57  
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Dustin Hoffmann aus Erfurt | 03.03.2011 | 16:41  
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