Gekämpft und doch verloren - Eindrücke aus dem Fanblock von Rot-Weiß Erfurt

Rot-Weiße Fahnen wehen über der Tribüne, Gesänge und Anfeuerungsrufe erschallen im Steigerwaldstadion in Erfurt. Die Stimmung ist gut, man unterstützt die Mannschaft, der die eigene Sympathie gilt. Doch bange Blicke lassen sich überall erahnen. Die Augen liegen rastlos in den Augenhöhlen, wechseln von links nach rechts, mustern das Geschehen auf dem Grün, das die Welt bedeutet und die Unaufhaltsamkeit der Zeit als bestimmendes Element unseres Daseins und der gesellschaftlichen Existenz.

Es ist Mittwoch Abend, die Uhr auf Anzeigetafel steht auf viertel neun. Der FC Rot-Weiß Erfurt liegt gegen Vfb Stuttgart II mit 1:2 zurück. Die Spielzeit erreicht die Nachspielzeit und das Spiel seinen Höhepunkt. Noch einmal erhebt sich der gesamte heimische Fanblock von den Sitzen. Chöre erklingen, Anfeuerungsrufe erschallen, aus geliebter Tradition wird dem Schiedsrichter lautstark allgemeines Versagen vorgeworfen. Die Spieler lassen sich mitreißen, "Erfurter Jungs" geben nicht auf, sie kämpfen die letzten Minuten und werfen alles nach vorn, setzen alles auf eine Karte. Die letzte Szene, ein Freistoß kurz vor dem Strafraum, der Ball fliegt, die Spieler steigen zum Kopfball, die Hände auf der Tribüne nach oben.

Das runde Leder landet im Aus, das Spiel ist zu Ende.
Die Fans sind enttäuscht, zollen den Spielern aber ihren Respekt für den Einsatz in den letzten Minuten. Was bleibt ist die Hoffnung auf das nächste Spiel.
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Lokalredaktion Erfurt aus Erfurt | 17.02.2011 | 10:09  
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