Glanzloser Pflichtsieg

Ihre Pflicht erfüllt hat die zweite Mannschaft des THC im Thüringer Vereinspokal. Am Samstagabend gelang den Damen der erwartete Sieg über Thüringenliga-Vertreter Gera-Zwötzen. Dem 29:23 – Erfolg ging allerdings ein hartes Stück arbeitet voraus .

Für den THC stand wieder ein Doppelwochenende auf dem Programm. Der bei vielen Thüringer Vereinen immer unbeliebter werdende Landespokal bescherte den THC-Damen ein Auswärtsspiel Gera. Die Gastgeberinnen spielen in der laufenden Saison eine gute Rolle in der Thüringenliga und haben noch einen Podestplatz im Visier. Der THC ging als klarer Favorit in die Begegnung und das erreichen des Halbfinals war Pflicht. Dass das am Ende nur knapp gelang, lag vor allem an der schwachen zweiten Halbzeit und einem Gastgeber, der sich nie aufgab. Zu Beginn hatten die THC-Damen arge Probleme und fanden nur schwer ins Spiel. Vorallem das Spiel ohne Klebemittel – in der 3. Liga überall erlaubt – setzte dem THC deutlich zu. Aus einer sicheren Abwehr heraus erspielte sich die Mannschaft immer wieder Chancen, konnte diese aber nicht nutzen. Aber auch die Gastgeberinnen konnten ihre wenigen Möglichkeiten kaum nutzen und scheiterten immer wieder an Lena Fischer im Tor des THC. Nach rund 15 Minuten stand es gerade einmal 5:4 für die Damen aus Ostthüringen. Die Gäste begannen das Tempo anzuziehen und noch aggressiver gegen die Zwötzenerinnen aufzutreten. Die Mannschaft erreichte langsam Betriebstemperatur und setzte sich mit vier Treffern in Folge erstmals ein wenig ab. Die Gastgeberinnen konnten das hohe Tempo nicht mitgehen und mussten mit ansehen, wie der THC Tor um Tor davon zog. Zur Halbzeit deutete sich beim 8:19 bereits ein Debakel an.

Das es nicht dazu kam, lag vorallem am Auftreten der Gäste aus Erfurt und Bad Langensalza. Im Hinblick auf das schwere Punktspiel am Folgetag schaltete die Mannschaft mehr als nur einen Gang zurück und versuchten das Spiel in der zweiten Hälfte über die Zeit zu retten. Ganz anders präsentierten sich die Gastgeberinnen. Mit viel Mut und Moral stemmten sie sich nach Kräften gegen die Niederlage und schafften es, den Rückstand Stück für Stück zu verkürzen. Vom THC war im zweiten Abschnitt nicht mehr viel zu sehen. Beinahe lust- und emotionslos spulten die THC-Damen ihr Programm herunter und boten handballerische Magerkost. Vorallem die Chancenverwertung ließ mehr als nur zu wünschen übrig. Ganze drei Treffer gelangen den THC-Damen in der Schlussviertelstunde. Am Ende verließ der Favorit das Feld als Sieger, ohne dabei über weite Phasen zu überzeugen. Im Halbfinale wartet nun der HBV Jena. Der Austragungstermin ist noch nicht bekannt. Aufgrund der Tatsache, dass der Thüringer Handballverband seine eigene Spielplanung hat und sich nicht wie üblich an den Rahmenplänen der höheren Ligen orientiert, wird es wahrscheinlich Anfang April wieder zu einem Doppelwochenende kommen.

Bericht: Steve Hermann.
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