Grandiose erste Halbzeit genügte/Müller verlängert vorzeitig

Am fünften Spieltag der Bundesliga feierten die Damen des Thüringer HC vor heimischer Kulisse einen nie gefährdeten 32:19 (18:8) Sieg. Dabei reichte eine furiose erste Halbzeit aus, die Thüringerinnen dominierten in allen Belangen.

Beste THC-Werferin war Nadja Nadgornaja mit sechs Toren. Für Metzingen trafen Alexandra Kubasta, Patricia Stefani, Julia Smideliusz, Nastja Antonewitch und Ina Großmann jeweils dreimal.

Vor Spielbeginn bejubelten die 912 Zuschauer in der Salzahalle die vorzeitige Vertragsverlängerung von Trainer Herbert Müller bis 2016. Außerdem überreichte das Autohaus Schade einen Spendencheck für den THC Nachwuchs im Wert von 560 Euro. Dieser resultierte aus dem Versprechen vom ersten Spieltag für jedes geworfene THC-Tor 20 Euro zu spenden.

Den besseren Start erwischten die Gäste aus Metzingen, sie führten schnell 2:0. Der THC-Angriff agierte überhastet in den ersten Aktionen. Danach arbeitete man konzentrierter und drehte das Spiel zum 5:2. In der Folgezeit erhöhten die Hausherrinnen weiter, da vor allem Nadja Nadgornaja sich in dieser Phase treffsicher zeigte. Beeindruckend, wie sie sich beim 9:4 hochschraubte und den Ball per Aufsetzer in die Maschen setzte. In den ersten 20 Minuten präsentierte sich die Abwehr des Thüringer HC sehr stark, nur vier Mal musste Torhüterin Maike März bis zu diesem Zeitpunkt hinter sich greifen. Nicht nur März, sondern auch Katarina Tomasevic und Dinah Eckerle zeigten Glanzparaden. Mie Augustesen überrannte jetzt die Metzingerinnen bei mehreren Tempogegenstößen und Ana Gros traf mit drei Hammerwürfen, bevor Katrin Engel mit einem Wurf von der Außenposition den Pausensta nd von 18:8 herstellte.

Die Anfangsphase der zweiten Halbzeit begann, wie die erste geendet hatte. Der THC war in allen Bereichen überlegen. Kerstin Wohlbold zog das Tempo an, tankte sich durch die gegnerische Abwehr und markierte das 23:10. Danach gab es einen Bruch im Spiel des Tabellenführers, man agierte unkonzentriert und tat nicht mehr als nötig. Einen sehenswerten Treffer erzielte Lydia Jakobisova in der 47. Minute, sie traf von Rechtsaußen aus spitzem Winkel. Die Hausherrinnen spielten die Zeit nun noch souverän herunter und siegten am Ende völlig verdient mit 32:19. Trainer Herbert Müller gewährte auch in diesem Spiel wieder allen Spielerinnen Einsatzzeiten und alle konnten sich in die Torschützenliste eintragen.

Stephanie Lapp

Stimmen nach dem Spiel:

Edina Rott (TuS): Wir haben gut begonnen. Danach waren wir zu ungeduldig, so haben wir vi ele schnelle Tore kassiert. Acht Tore in einer Halbzeit sind zu wenig in Liga eins. In Halbzeit zwei hat meine Mannschaft gekämpft. Der THC war aber sowieso nicht unser Ziel, da gibt es andere Gegner, wo wir unsere Punkte holen wollen. Wir wollen den Klassenerhalt.

Herbert Müller (THC): Wir haben eine sehr, sehr gute erste Halbzeit gespielt. Wir wollten sofort klarstellen, dass wir als Tabellenführer in die Nationalmannschaftspause gehen wollen. Die Abwehr stand überragend und im Angriff wurde gut getroffen. Wir sind froh die erste englische Woche gut überstanden zu haben, davon kommen jetzt ganz viele schwere in den nächsten Wochen. Ich habe diese Woche viel durch gewechselt und ich bin froh, dass sich alle Spielerinnen so rein gekniet und das Tor getroffen haben. Noch ein paar Worte in eigener Sache: Vielen Dank an alle Verantwortlichen und ich freue mich auf die nächsten gemeinsamen vier Jahre.


Statistik:

Thüringer HC: Maike März, Katarina Tomasevic, Dinah Eckerle; Nadja Nadgornaja (6/1), Sonja Frey (4), Ana Gros (4), Nadja Bolze (1), Petra Popluharova (2), Mie Augustesen (4), Katrin Engel (2/1), Anja Althaus (3), Lydia Jakubisova (4), Kerstin Wohlbold (2).

TuS Metzingen: Laura Glaser, Sabine Stockhorst; Cassandra Engel (2/1), Lisa Mössinger, Barbara Balogh (2), Carolin Tuc, Alexandra Kubasta (3), Patricia Stefani (3), Julia Smideliusz (3/2), Nastja Antonewitch (3), Ina Großmann (3), Tanja Padutsch, Katharina Beddies.

Strafwürfe: 4/2 - 5/3.

Zeitstrafen: 2 - 4.

Zuschauer: 912.

Schiedsrichter: Lars Schaller/Tobias Küsters (Leipzig/Wiesbaden).
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Daniel Dorow aus Erfurt | 01.10.2012 | 08:13  
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