Handball, 3. Liga: Thüringerinnen haben am Ende die Nase vorn

Einen ganz wichtigen Sieg verbuchte die zweite Mannschaft des Thüringer HC am Samstag in Wuppertal. Beim TV Beyeröhde kam die Bundesligareserve zu einem 31:30 - Auswärtserfolg und bleibt weiter im Rennen um die Ligaqualifikation für die kommende Saison. Erfolgreichste Werferin für den THC war Shenia Minevskaja mit 11 Treffern.

Die Mannschaft wollte den schwachen Auftritt der Vorwoche wieder wettmachen und ihr kleines Polster auf die Abstiegsplätze aufrechterhalten. Und das gelang ihr von Beginn an recht ordentlich. Die Gastgeberinnen aus Wuppertal bekamen schon im ersten Angriff den Willen der Thüringerinnen zu spüren und bissen sich in der Abwehr fest. Der THC machte es auf der anderen Seite besser, kam durch zwei Gegenstöße schnell zu einer 2:0 - Führung, die sich noch um einen weiteren Treffer erhöhte. Der zwischenzeitliche Ausgleich zum 5:5 (10.) brachte die THC-Damen aber nicht aus dem Konzept. Die Abwehr stand wie Beton und Lena Fischer glänzte mit einigen – darunter drei gehaltenen Strafwürfen – Paraden. Lediglich im Angriff lief es für die Gäste nicht richtig rund, zu oft vergaben die Damen einige gute Möglichkeiten und hätten nach rund 20 Minuten schon höher führen müssen. So blieb es bei einem konstanten 3-Tore-Vorsprung für die Gäste, die sich in der Schlussphase der ersten Hälfte zweimal in Unterzahl befanden. Die Gastgeberinnen bekamen mehr Raum und wussten diesen auch zu nutzen. Stück für Stück verkürzten sie den Rückstand und legten dank der Überzahl und einer durchwachsenen Angriffsleistung der THC-Damen eine kleine Serie aufs Parkett. Fünf Treffer in Folge für die Handballgirls aus Beyeröhde bedeuteten auch deren Halbzeitführung von 17:15.

Der zweite Abschnitt begann, wie der erste endete. Kaum spielte die THC-Sieben wieder mit allen Spielerinnen, schickte das oftmals überforderte Schiedsrichtergespann die nächste Gästespielerin auf die Bank. Diesmal erwischte es Lena Petersen (34.), die das Feld verlassen musste. Die Gäste aus Thüringen überstanden diese Phase aber schadlos, Beyeröhde lag weiter nur knapp (20:18) in Führung. Die THC-Damen legten wieder einen Zahn zu, konnten beim 20:20 ausgleichen und nur wenige Sekunden später wieder in Führung gehen. Die letzten zehn Minuten gestalteten sich zu einer reinen Nervenschlacht. Der THC führte schon sicher mit 28:24 (50.), scheiterte dann aber wieder oft an sich selbst. Die Gastgeberinnen verkürzten und hatten noch die Chance, dass Spiel zu drehen (26:28/55.) Beyeröhde nahm jetzt Shenia Minevskaja aus dem Spiel und versuchte so, die Weichen endgültig auf Sieg zu stellen. Für sie sprang aber Nadja Bolze in die Presche und konnte insgesamt 10 Feldtore für sich verbuchen. Und auch Lena Fischer erwies sich als eine Bank im Spiel der Gäste immer wieder vereitelte sie beste Chancen der Wuppertalerinnen und hielt so den Sieg buchstäblich fest in der Hand.

Der THC behielt am Ende knapp, aber aufgrund der geschlossenen Mannschaftsleistung nicht unverdient mit 30:31 die Oberhand und entführte beide Punkte aus der Buschenburg. Damit haben die Damen weiter 4 Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, müssen aber aus den verbleibenden vier Spielen noch 3 Punkte ergattern um sicher in der Liga zu verbleiben.

Statistik:

Thüringer HC II: Lena Fischer; Lisa Friedrich, Michelle Friedrich, Sarah Gebbert (2), Kristin Ackermann (3), Nadja Bolze (10), Elisa Pryjomysz (3), Franziska Fuhrmann, Shenia Minevska (11/3), Lena Petersen (2), Isabell Schiano.

Zeitstrafen: 1 - 4.

Strafwürfe:5/1 - 5/4.

Schiedsrichter:Ole Remmers/Sascha Siebert (TV Bergneustadt).

Bericht: Steve Hermann.
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Weitere Informationen unter:
http://thueringer-hc.de
und
http://www.twitter.com/ThueringerHC
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