Handball, DHB-Pokal: Thüringer HC zieht ins Halbfinale des DHB-Pokal ein

Mit einem deutlichen 32:24-Sieg über den VfL Oldenburg zieht der Thüringer HC ins Halbfinale des DHB-Pokals in Göppingen ein. Damit qualifiziert sich der Thüringer HC erstmals seit seiner Bundesligazugehörigkeit für das FinalFour. Beste Werferin wurde mit sechs Treffern für den VfL Oldenburg Lois Abbingh. Katrin Engel erzielte acht Tore, davon vier vom 7m-Punkt. Nadja Nadgornaja traf sieben mal ins gegnerische Gehäuse.

Ausgelassene Partystimmung herrschte auf der Rückfahrt vom DHB-Viertelfinalpokalspiel an Bord des THC Mannschaftsbusses. Grund hierfür war das erstmalige Erreichen des Final-Four Turniers, welches durch einen in der Höhe nicht für möglich gehaltenen 32:24 Auswärtssieg beim Ligakonkurrenten VfL Oldenburg sicher gestellt wurde. Dabei verlief der erste Abschnitt noch ausgeglichen. In einer kampfbetonten Begegnung wechselte die Führung mehrmals, ehe sich die Thüringerinnen durch einen Doppelschlag von Mannschaftskapitän Kerstin Wohlbold erstmals mit drei Toren absetzen konnten (9:6 / 16.Minute). Die gastgebenden Oldenburgerinnen fighteten allerdings in den folgenden Minuten zurück und schafften zwischenzeitlich wieder den Anschluss und Ausgleich in der Partie. In dieser Phase fehlte die klare Struktur im Angriffsspiel der Gäste und VfL-Torhüterin Tatjana Surkova präsentierte sich zum Ende des ersten Abschnittes bärenstark. Aber auch die in den letzten Wochen in Topform spielende THC-Schlussfrau Maike März zeigte wiederum eine konstant starke Leistung. So blieb die Trefferquote am Ende der ersten Halbzeit überschaubar. Katrin Engel blieb es vorbehalten mit einem ihrer vier sicher verwandelten Strafwürfe die knappe Führung des Gästeteams zur Halbzeit heraus zu werfen (14:13).

Im zweiten Abschnitt schalteten die Thüringerinnen dann noch einen Gang höher. Unausrechenbar in der Offensive (alle eingesetzten Feldspielerinnen erzielten Treffer), kompromisslos und beweglich in der Defensive setzten sie die VfL-Damen gehörig unter Druck. Der Vorsprung des Gästeteams wuchs stetig an und betrug Mitte der zweiten Halbzeit bereits beruhigende fünf Treffer (23:18/45.Minute). Oldenburg kam auch in der Folgezeit nicht mehr zurück ins Spiel. Immer wieder stachen die thüringer Trümpfe und das Torepolster wuchs stetig an. Am Ende hatte der THC zum ersten Mal in der Clubgeschichte die Hürde Viertelfinale genommen und kann sich nun auf das Final-Four-Turnier freuen, welches erstmals Ende Mai in Göppingen ausgetragen wird. In den kommenden Tagen bleibt Zeit zum Verschnaufen. Das nächste Bundesligaspiel gegen die HSG Blomberg wird erst in 14 Tagen am 23.03.2011 in der heimischen Salza-Halle ausgetragen. Herbert Müller: "Ich bin stolz auf die Leistung meiner Mannschaft. Wir haben nahtlos an die guten Leistungen gegen die Spitzenteams anknüpfen können und heute wiederum eine herausragende Vorstellung abgeliefert. Jetzt haben sich meine Mädels ein paar freie Tage mehr als redlich verdient."

Bericht: Maik Schenk

Stimmen:
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Wiebke Ketthorn (VfL): Wir haben in der ersten Halbzeit gut mitgehalten und hatten uns für die zweite Hälfte viel vorgenommen. Doch dann haben wir vorn einfach zu viel verworfen und unsere Torfrau einfach im Stich gelassen. Unser klares Ziel ist es jetzt, am Wochenende den Grundstein für den Einzug ins Halbfinale des Europapokals zu legen.

Nora Reiche (THC): Wir hatten wie schon beim Punktspiel in Oldenburg mit einer engen Nummer gerechnet. Die erste Halbzeit war bei uns noch etwas schwerfällig, doch nach der Pause sind wir immer besser in Fahrt gekommen und konnten unsere Stärke, das Spiel mit dauerhaftem Tempodruck, erfolgreich ausspielen.

Statistik:
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Thüringer HC: Maike März, Petra Blazek; Nadja Nadgornaja (7), Martina Knytlova (1), Steffi Subke (1), Nora Reiche (1), Danick Snelder (3), Ulrike Jahn, Franziska Garcia Almendaris, Katrin Engel (8/4), Idalina Borges Mesquita (4), Petra Popluharova (1), Kerstin Wohlbold (6).

VfL Oldenburg: Tatjana Surkova, Julia Renner; Thorey Stefansdottir (1), Anna Badenhop, Kim Birke, Barbara Hetmanek (1), Maike Schirmer, Julia Wenzl, Lois Abbingh (6/4), Laura van der Heijden (4), Wiebke Kethorn (5), Sabrina Neuendorf (2/1), Angie Geschke, Jacqueline Reinhold, Lydia Jakubisova (5).

Strafwürfe: 6/5 - 4/4.

Zeitstrafen: 1 - 3.

Schiedsrichter: Matthias Brauer/Kay Holm (Hamburg/Hagen).
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