Kabinenpredigt: Der RWE-Fußball-Talk

  Erfurt: Steigerwald Stadion | Arand & Heyder
Der RWE-Fußball-Talk


Arand: Sechs Spieltage vor Saisonende sieht es nicht so schlecht aus mit dem Klassenerhalt. RWE ist auf einem guten Weg. Im Abstiegskampf zählt keine Schönspielerei, sondern Punkte!

Heyder: Von Schönspielerei kann auch keine Rede sein, bin froh, dass die Jungs die Partie Samstag gegen Haching zu Ende gezittert haben. Das Ergebnis war gerecht und wurde im letzten Moment von Klewin festgehalten.

Arand: Die große Frage in der Liga ist doch, was passiert mit der Alemannia aus Aachen? Im Februar wollte der DFB einen Nachweis, dass die Saison gesichert ist. Und nach dem Benefizspiel gegen Bayern München tönten die Verantwortlichen, dass das der Fall ist. Jetzt anzukündigen, doch eventuell die Reißlinie zu ziehen, wenn der Klassenerhalt aus sportlicher Sicht nicht mehr möglich ist, wirkt auf mich wie die Trotzreaktion eines kleinen Kindes. Fakt ist eins: Der DFB muss im Sommer genau hinschauen bei der Lizenzierung. Zur Not müssen eben weniger als 20 Mannschaften an den Start. Denn auch Vereine wie Offenbach, Rostock, Osnabrück oder dem kommenden Gegner aus Erfurter Sicht, Babelsberg, steht das Wasser bis zum Hals.

Heyder: Das wäre nötig. Dann lieber eine kleinere Liga, als erneut so ein Theater. Trotzdem ist der DFB in der Pflicht, sich Regeln zu überlegen, wie auch die 3. Liga sich selbst finanzieren kann. Das funktioniert derzeit nicht. Aber kommen wir zu Babelsberg.

Arand: Besonders für die Filmstädter hätte es schlimme Folgen, wenn die Aachen-Punkte gestrichen würden. Sechs Punkte weniger für den SVB 03. Das Spiel gegen den FC Rot-Weiß Erfurt ist überlebenswichtig! In Potsdam regiert derzeit das Chaos. Trainer Christian Benbennek wurde erst im zweiten Versuch entlassen, da er mit einem Anwalt gegen seine Kündigung drohte. Als Begründung erklärte Notvorstand Archibald Horlitz, dass Babelsberg nicht auf einen Abstiegsplatz gehört.
 Ex-Spieler Almedin Civa übernimmt vorübergehend den Trainerposten. Er hat jedoch keine Fußballlehrer-Lizenz. Also muss innerhalb von 14 Tagen ein neuer Coach gefunden werden. Finanziell wackelt der Verbleib in Liga drei. Für die neue Saison klafft noch eine Etatlücke von über eine Million Euro wird gemunkelt.

Heyder: Erfurt muss die Konzentration hochhalten. Selbst angeknockte Gegner sind gefährlich, gerade mit Babelsberg hat es Rot-Weiß ja nicht so.

Arand: Im Hinspiel trennten sich beide 1:1-Remis. Und im „Karli-Stadion“ konnte RWE noch nie gewinnen.

Heyder: Stimmt, kein guter Gegner für Erfurt. Die haben in dieser Saison auch schon manchen Spitzenreiter geärgert.
Arand: Personell wird weiterhin rotiert.

Heyder: Bei aller Rotation, der Sturm ist wieder gefordert. Kurios übrigens: Der VfB II hat nicht öfter getroffen als Rot-Weiß, steht aber im oberen Drittel.

Arand: Im Abwehrverbund mach ich mir keine Sorgen. Der hat sich inzwischen stabilisiert und auch Stammkeeper Andreas Sponsel ist ja wieder einsatzfähig.

Heyder: Das wird eine spannende Angelegenheit. Klewin ist eine echte Konkurrenz für Sponsel, zu schade, um auf der Bank zu sitzen. Wir haben also zwei sehr gute Torhüter.

Arand: Der Bock wird umgestoßen mit einem 1:3-Auswärtssieg. Drei Tore klingen viel, ich weiß. Doch der ­Knoten wird bei den ­Stürmern platzen. Das Drehbuch hat ein Happy-End.

Heyder: Ich tippe auf ein 2:2-Untentschieden. Wobei ich beim letzten Tippspiel ganz schön daneben lag.
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