Kabinenpredigt: Erfurt dreimal zu Hause

Wie oft kann Erfurt in den kommenden drei Heimspielen jubeln? Foto: Heyder
Auf den Rängen wird Polka getanzt

Arand & Heyder
Der RWE-Fußball-Talk


Arand: Vier Punkte aus drei Auswärtsspielen sind in Ordnung. Zwar hat der Sturm Ladehemmung, dafür macht die Abwehr Freude. Nicht zu vergessen im Tor Philipp Klewin (19), der ­Stammkeeper Andreas Sponsel mehr als würdig vertritt. Stimmt‘s?

Heyder: Da muss ich wohl mal zustimmen. Klewin ist Klasse. Und die Punktzahl reicht derzeit. Welchen Platz RWE in der Liga belegt, ist am Ende völlig wurscht, solange drei Teams dahinter sind.

Arand: Heute geht es gegen den KSC (0:3 im Hinspiel). Das sei ein „Bonusspiel“, wie die Verantwortlichen von Rot-Weiß finden. Zwar sind Öztürk (Gelbsperre) und Oumari (Gelb-Rot-Sperre) nicht an Bord. Trotzdem ist der Kader stark genug, um dem Favoriten ein Bein zu stellen.

Heyder: Unser KSC-Rezept könnte so aussehen: Zuerst tief stehen und alles abräumen, was an Bällen kommt. Das KSC hat edle Techniker und eine Top-Verteidigung. Aus dem Spiel heraus trifft wohl kein Erfurter. Drexler fehlt in dieser Saison die Zielstrebigkeit (4 Tore). Tunjic ackert (4 Tore), kämpft aber ständig mit Pfosten und Latte wie Don Quijote gegen die Windmühlen. Ansonsten lässt es Erfurt nicht oft klappern in des Gegners Gehäuse. Viele Freistöße, Ecken und mit Glück auch einen Elfer gilt es herauszukämpfen. Und dafür haben wir ja Standard-König Nils Pfingsten-Reddig.

Arand: Joan Oumari hätte ich heute gerne dabei. Drei Platzverweise (2x Gelb-Rot, 1x Rot) sammelte der Heißsporn.

Heyder: Er lässt sich leicht provozieren. Er benötigt ein Training, dass er cool bleibt wie ein jamaikanischer Bobfahrer.

Arand: Die Heimspiele ­Samstag gegen Unterhaching (2:2 i. Hinsp.) und Dienstag gegen Aachen (1:1 i. Hinsp.) sind für mich wichtiger. Blicken wir in die Glaskugel: Gelängen zwei Siege, wäre das ein Riesenschritt zum Klassenerhalt.

Heyder: Wäre da nicht die alte Regel, je schlechter der Gegner, desto schwächer spielt Rot-Weiß. VfB Stuttgart war auch keine hochklassige Truppe. Erfurt dachte wohl, es geht auch mal ohne Sturm. Da hatte sich die Abwehr umsonst gemüht. Klewin konnte einem Leid tun, boxt die Dinger raus und vorn wollte fast keiner aufs Tor schießen. Der Sturm verlässt sich wohl zu oft auf den Kapitän.

Arand: Samstagsgegner Haching hat den Klassenerhalt längst in der Tasche, 47 Punkte, 7. Tabellenplatz. Ein junges Team mit Rückkehrer Tobias Schweinsteiger. So stürzten sie Tabellenführer Karlsruhe (2:1-Heimsieg). Allerdings fehlen mit Drum in der Abwehr und Yilmaz als Sechser vor der Abwehr zwei wichtige Spieler nach Gelbsperre.

Heyder: Damit können wir heute auch dienen: Oumari ist ein nahezu perfekter Abräumer vor der Abwehr. Den hätte RWE gerade gegen den KSC gut gebrauchen können.

Arand: Zum Spiel gegen ­Aachen bedarf es keiner Worte mehr. Da wird Polka getanzt auf den Rängen. Eine Anekdote von René van Eck: In der Schweizer Zeitschrift Blick stand, dass ein Wechsel von Aachen zum FC Luzern in die Raffeisen Super League an seiner Frisur scheiterte. Den Klub-Bossen passte sie nicht!

Heyder: Gegen die Haare kann ich schlecht was sagen, aber erfolgreich war van Eck wirklich nicht. Auf zum Tippspiel: RWE vs. KSC 2:1, RWE vs. Haching 0:2, RWE vs. Aachen 1:1.

Arand: Quatsch! Gegen Unterhaching sehen wir ein Unentschieden, gegen die Aachener Lebkuchen zählt nur ein Sieg. Ich möchte noch einen Bonustipp abgeben. Ich wette, dass Aachens Trainer René van Eck die 90 Minute nicht mehr in der Coaching Zone am Spielfeldrand erlebt.



Die Gegner:
SpVgg Unterhaching
Vereinsfarben: Rot-Blau
Trainer: Claus Schromm
Top-Torschützen: S. Thee,
D. Rohracker, A. Voglsammer
Netz: www.spvggunterhaching.de

Alemannia Aachen 1900
Vereinsfarben: Schwarz-Gelb
Trainer: René van Eck
Top-Torschützen: D. Pozder,
T. Thiele, R. Leipertz
Netz: www.alemannia-aachen.de
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1 Kommentar
Axel Heyder aus Erfurt | 10.04.2013 | 10:49  
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