Kabinenpredigt: Erfurt muss zur Hanse-Kogge

  Arand & Heyder
Der RWE-Fußball-Talk

Arand: Die Tabelle sieht richtig gut aus. Platz drei, der Relegationsplatz. Damit wäre sogar der DFB-Pokal einge­tütet. Also fix die ­Saison ­beenden. Ich weiß, ich ­träume zu viel.

Heyder: Das wird ja wohl auch erlaubt sein! Aber dann würden wir eine Menge an Spielen verpassen. Aufstieg noch nicht, aber auf den DFB-Pokal darf ich hoffen. Und als einzige Thüringer Mannschaft hat RWE zwei Chancen auf den Pokal und damit die Chance auf einen Hoch­karäter: Über den Thüringenpokal oder die Plätze eins bis vier in der Liga.

Arand: Ich bin aber dafür, die Jubel-Arien einzuschränken. Weiter konzentriert arbeiten, es kann noch viel passieren. Rot-Weiß hat sich in der Spitzengruppe festgesetzt. Drei Siege in Folge. 7:0 Tore. Klingt gut.

Heyder: Klingt sogar sehr gut, vor allem die meisten Tore in der Liga. Und in Erfurt trifft jeder einmal, wir haben keinen Stroh-Engel mit 14 Toren.

Arand: Leichter wird der nächste Gegner nicht. Am Samstag geht es zur „Kogge“ nach Rostock. Das Duell ­zweier Teams der Stunde.

Heyder: In Rostock zu gewinnen, wäre Anfang der Saison sicher leichter gewesen. Die Kogge segelt gerade mit dem Wind und hat RB punktlos zu Hause in Leipzig ersaufen lassen. Gut für Rot-Weiß.

Arand: Rostock ist dem Namen nach ein Schwergewicht. Mehr als zehn Jahre spielten sie 1. Bundesliga. Dann bekam das Schiff Schlagseite und begann zu sinken.

Heyder: Ja, es ging lange nur noch darum, wie viel Mann das Wasser aus dem Rumpf schöpfen und wie schnell sie dabei vorankommen.

Arand: So schippern sie in Liga drei herum. Da wollen sie eigentlich raus. Deshalb ging es im Sommer wieder mal auf Einkaufstour, trotz fehlender Kohle und einem Schuldenstand von rund 13 Millionen Euro. Savran, Pekovic, Radjabali-Fardi, Ruprecht, Blacha, Kucukovic und Weidlich (Ex-RWE) gingen ins Netz plus Trainer Andreas Bergmann. Alle waren schon in höheren Ligen aktiv. Trainer Bergmann war kurz vor dem Aus, sein Trainerposten ist erst durch die letzten Spiele sicherer geworden. Aus den letzten vier Partien holte Hansa zehn Punkte.

Heyder: Personell sah es bei Erfurt kurzfirstig wieder besser aus, seit gestern nicht mehr: Kevin Möhwald hat sich beim Spiel gegen Darmstadt 98 am Freitag einen Adduktorenabriss auf der rechten Beininnenseite in der Leistengegend abgeholt. Brandstetter war zwar wieder im Training, muss nun aber erneut nach München in die Reha. Und Pfingsten hat sich ne Bronchitis eingefangen, das wird auch nichts mehr bis zum Wochenende. Dafür sind Karten-Sperren sind alle abgesessen. Engelhardt war im letzten Spiel der Matchwinner für mich. Sein Tor brachte die Wende, so etwas wünsche ich mir auch in Rostock.

Arand: Czichos ist gegen die Hanseaten wieder an Bord und dürfte hinten links in die Startformation rutschen. Aber der Trainer wird, wie so häufig schon in dieser Saison, die richtige Startelf finden.

Heyder: Bisher, alle Achtung Herr Kogler, gibt’s nichts zu meckern. Das Team wirkt stark wie lange nicht, ohne echte „Stars“, dafür mit Teamgeist. Für Hans sieht es aus, als müsste Patrick Göbel zum ersten Mal in die Startelf. Und von Nietfeld halte ich ohnehin sehr viel, der fackelt nicht lang.

Arand: Eine große fünfstellige Kulisse. Zwei Mannschaften mit viel Selbstvertrauen. Es dürfte ein schöner Kick werden, in dem Rot-Weiß Schiffe versenken wird. Wir feiern einen 2:1-Auswärtssieg.

Heyder: Da habe ich Zweifel. Ich denke mit einem 1:1-Unentschieden in Rostock kann Erfurt gut leben und bräuchte dann nur noch zehn Punkte, um den Abstieg zu verhindern. Gute Nachrichten also.

Der Gegner:
Fußballclub Hansa Rostock
Vereinsfarben: Weiß-Blau
Trainer: Andreas Bergmann
Tabellenplatz: 10
Top-Torschützen: N. Ioannidis, H. Savran, D. Blacha
Netz: www.fc-hansa.de
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