Kabinenpredigt: Erfurt zum Derby bei Carl Zeiss Jena, es geht um den Thüringenpokal

Arand&Heyder, der Fußball-Talk. Der Letzte vor der Sommerpause.

Arand: Das war die Saison 2013/2014: Gott sei Dank! Nach dem 1:0-Erfolg von RWE bei Absteiger Saarbrücken landete man auf Platz zehn. Unsere Vorhersage – eine Platzierung zwischen den Plätzen acht und zwölf – ging auf. Treffer für uns!

Heyder:
Es ist egal, ob Du Fünfter oder Zehnter wirst. Das hat allenfalls noch Auswirkungen auf der Suche nach talentierten Spielern, wenn denen gleich gute Angebote vorliegen. Dann schielen sie sicher eher nach oben.

Arand: Was kann diese Spielzeit retten? Nur der Pokal! Beide Teams – Erfurt und der FCC – setzen Hoffnungen darauf.

Heyder: Jena hat gegen Union II verloren, mit 1:3. Dabei machten sie vor allem individuelle Abwehrfehler, wenn sie unter Druck geraten. Ist Erfurt so stark wie Union II? Das sollte man mit „Ja“ beantworten können. Der Pokal war aber lange keine rot-weiße Lieblingsdisziplin. Mit Kammlott kehrt das vielleicht zurück. Er wird besonders bewacht werden, Gelegenheit für Simon Brandstetter, die Lücken zu nutzen und zum Pokalhelden zu werden.

Auf Eismann und Shala aufpassen


Arand: Gönnen wir es ihm. Das wichtigste Spiel des Jahres, Anpfiff am Mittwoch, 17.30 Uhr. Auf Milchraum muss Erfurt aufpassen, der hat einen Elfmeter gegen Union herausgeholt und ein, zwei starke Szenen gehabt.

Heyder:
Und auf Eismann sowie Andis Shala. Brinkmann und Banaskiewicz fallen weiter aus. Trotzdem: Niemals den Gegner unterschätzen! Wo sind die anfällig? Jena macht dann Fehler, wenn der Gegner blitzschnell umschaltet und sie reagieren müssen. Da sind sie oft nur Zuschauer, wie gegen Magdeburg oder zuletzt Union. Die Berliner schafften es, in drei Stationen vor das Jenaer Tor zu kommen. Leider klappten diese Tempo-Vorstöße zuletzt nur selten bei RWE. Stattdessen wurde der Ball im Mittelfeld hin und hergespielt.

Arand: Stimmt, da fehlten die genialen Pässe in die Spitze.

Heyder: Die erste halbe Stunde muss Erfurt ohne Gegentreffer überstehen. Zum Glück ist Laurito wieder da. Er hat gefehlt in der zuletzt wackeligen Abwehr.

Arand:
Über die Anstoßzeit kann nicht gestritten werden. Carl Zeiss hat kein Flutlicht. Das Stadion an der Saale ist in keinem guten Zustand.

Heyder: Nach der Flut, kein Flutlicht.

Arand: Dazu unterhöhlter und damit gesperrter „Karnickelblock“ sowie die Unruhe im Verein. Ganz besonders nach dem Einsteig des Gönners Duchatelet. Der Wiederaufstieg ging zweimal schief. Jetzt ist Lutz Lindemann am Ruder und installierte bis Saisonende Lothar Kurbjuweit als Interimstrainer. Beide haben ja RWE-Vergangenheit. Lindemann nach dem Union-Spiel: „Am Mittwoch werden wir etwas anderes hier loslassen. Das können wir nicht nochmal machen, das ist doch Sch...“

Heyder:
Klar Worte. Kurbjuweit war ein guter Fußballer, kurzzeitig auch RWE-Trainer. Seine Erfolge als Coach reichen jedoch nicht an seine Qualitäten als Spieler heran.

Arand:
Personalfragen werden jetzt immer lauter. Als RWE-Abgänge stehen bisher offiziell Pfingsten-Reddig und Marius Strangl fest. Drazan soll vermutlich nach Ausleihe wieder zurück.

Heyder: Schade um ihn. Intern ist die Messe sicher gelesen, wer keinen Vertrag bekommt und wer wechseln will, weiß das. Nur wir eben noch nicht.

Arand: Fillinger und Tunjic dürften Servus sagen. Auch Czichos soll wohl Wechselabsichten nach oben haben. Für meine Begriffe zu früh für ihn.

Heyder: Du spielst auf Platzverweise und Unbeherrschtheiten an ...

Arand:
Die Spieler wissen, was die Stunde geschlagen hat! „Leuchtturm“ Laurito hält den Laden zusammen. Vorn knipsen Kammlott und Brandstetter dem FCC das Licht aus. Erfurt ist Favorit. Deshalb, drei Tore. Null für den FCC. Im „clubeins“ gibt es ein Public Viewing.

Heyder:
Ganz so klar wie Du sehe ich die Sache nicht. Jena wird sich zu wehren wissen. Oder wie man beim Erzrivalen in Lobeda sagt: ein „...-RWE“ geht immer. Erfurt wird zeigen, dass man sich dabei an der Saale überschätzt. Ich hoffe auf ein faires und umkämpftes Duell, mit 2:1-Sieg für Rot-Weiß. Erfurt kann volle Kanne aufspielen, das letzte Spiel der Saison. Jena muss noch zweimal ran in der Liga.


Im Livestream des MDR ist das Spiel zu verfolgen, Erfurt hatte ja gerade enmal 1200 Karten für seine Anhänger zur Verfügung bekommen.
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3 Kommentare
Axel Heyder aus Erfurt | 14.05.2014 | 19:37  
5.076
Joachim Kerst aus Erfurt | 14.05.2014 | 20:37  
Axel Heyder aus Erfurt | 14.05.2014 | 21:12  
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