Kabinenpredigt Extra: Christian Preußer hofft mit dem FC Rot-Weiß Erfurt auf die Wende gegen Arminia Bielefeld

Bislang wurde Christian Preußer mehr oder weniger von seinen Spielern im Regen stehen gelassen. Alle drei Spiele unter seiner Regie gingen verloren. Dass ausgererchnet gegen die Arminia aus Bielefeld die Wende kommt, darf man nicht erwarten. Einen besseren Auftritt seiner Jungs allerdings schon. Foto: Heyder
Erfurt: Stadion |

Am Samstag gegen Bielefeld hat Erfurts neuer Coach Christian Preußer nichts zu verlieren. Gegen den Liga-Primus kann man allenfalls einen besseren Auftritt seiner Mannschaft erwarten, nicht aber einen Sieg. Zu stark ist Bielefeld, das sogar noch im DFB-Pokal mitspielt.

Dass der Gegner mit den Gedanken vielleicht schon beim Spiel zu Hause gegen Wolfsburg ist, vielleicht Stammkräfte im eher unbedeutenden Kick gegen die Erfurter schonen will, darauf hofft man bei Rot-Weiß.

Selten konnte man in Erfurt einen so auskunftsfreudigen und bestens informierten Trainer erleben. Christian Preußer trainierte schon die A-Junioren, hat sich dort seine Sporen verdient und kennt den Verein, die Akteure und Strukturen, seit Ex-Manager Beutel ihn geholt hatte.

Nun ist er soweit, er fühlt sich bereit, die erste Mannschaft zu führen. Trotz dreier Niederlagen wird seine Fähigkeit von allen Seiten hoch eingeschätzt. "Aber irgendwann muss ich Ergebnisse liefern", sagt der Berliner selbstkritisch. Und hat wohl auch recht. Nur noch nicht gegen Bielefeld, das darf man nicht erwarten.


Keine Last, sondern Chance


Nicht als Last, sondern als große Chance begreift er die aktuelle Situation beim arg gebeutelten FC. Er will für die kommende Saison die richtige Mischung finden aus erfahrenen Spielern und Talenten. " Ich weiß, das sagt man immer. Aber ich kann versichern, dass wir einige sehr talentierte Jungs verpflichten werden. Wie schnell diese 3.-Liga-tauglich sein werden, wird sich zeigen, das lässt sich so einfach nicht vorraussagen."

Mit der Formung von Talenten hat er Erfahrung. Vielerseits wird ihm eine Wende gegen die bärenstarke Arminia zugetraut und gewünscht. "Wir haben den Gegner genau analysiert. Dabei gilt es, einen frühen Rückstand zu vermeinden. Sie haben immerhin in dieser Saison auch 30 Tore kassiert. Aber, sie haben eine Bärenstarke Flügelzang, da kommen enorm viele Eingaben von der Seite. Wir müssen mit einem geordneten Pressing dagegen arbeiten"

Sollte das noch nicht klappen, seine Truppe aber einen ordentlichen Auftritt hinlegen, wird das sicher nicht erneut mit einem Pfeifkonzert enden, wie in den vergangenen Heimspielen zu weilen geschehen, als die Zuschauer den Eindruck hatten, das RWE sich abschlachten ließ.

Preußer wird seine Zeit brauchen, "wir schauen uns genau an, welcher der Spieler in der jetzigen Situation mitzieht und auf wen wir auch in der nächsten Saison bauen können."

Dass ausgerechnet Alfred Hörtnagel, von dem feststeht, dass er den Verein verlässt, diese Truppe zusammenzurren soll, wird nicht vom Verein kommentiert.

Pressesprecher Wilfired Mohren: "Wir haben im Moment ausreichend Baustellen, da wollen wir nicht noch einen neue Dsikussionfront aufmachen", womit er recht haben dürfte. Wenigstens was die Baustellen angeht.

"Simon Brandtstetter hat durchgespielt, er wird sicher eine Option sein", macht Preußer Hoffnung darauf, dass endlich wieder aus dem Spiel heraus mehr Tore fallen.

"Es ist sicher gut, wenn Spieler wie Rafael Czichos sieben Tore in der Saison schießen, aber sie müssen sich natürlich auch auf ihre Aufgaben als Abwehrspieler konzentrieren können". Auch dieser Analyse ist nichts hinzuzufügen.

"Ich würde mir wünschen, dass von den zentralen Mittelfeldspielern wieder mehr Gefahr ausgeht, sie auch mal aus der zweiten Reihe schießen."

Dafür kann man Preußer nur Glück wünschen, der die Wende verdient hätte...
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1 Kommentar
Axel Heyder aus Erfurt | 24.04.2015 | 18:17  
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