Kabinenpredigt Rot-Weiß-Erfurt: Chemnitz kommt angeschlagen - mit gewaltigem Druck auf den Schultern

In der Saison 2014/2015 verlor Chemnitz in Erfurt, hier Ex-Kapitän und Goalgetter Anton Fink in Erklärungsnot bei den Fans. Foto: Archiv/Heyder
 
Aus dem Archiv: Der Ex-Kapitän und jetzige Nordhäuser Nils Pfingsten-Reddig gewinnt trotz seiner nicht übermäßigen Körpergröße das Kopfballduell. So müssen sich die Jungs am Samstag auch reinhängen, wolen sie noch einen Dreier. Foto: Heyder/Archiv
Erfurt: Stadion |

+ Chemnitz kommt mit viel Druck + Nächstes Ost-Derby + Die Sachsen mit neuem Kapitän +

Arand: Dieser Sieg in Bremen, egal wie er zustande kam, war so was von wichtig! Gerade mit Blick auf die anderen Resultate. Torjäger Kammlott mit Saisontreffer Nummer zehn schoss Rot-Weiß zu einem kleinen aber wichtigem Schritt zum Klassenerhalt. Es wird trotz dieses Sieges bis zum Saisonende nix für schwache Nerven in dieser Liga.

Heyder: Diebeiden Stuttgarter Verfolger haben dreifach gepunktet, Rostock und Cottbus auch. Der letzte Tabellenplatz ist nur 5 Punkte entfernt. Ist das eine Alptraumliga? Bis zu Platz 7 können alle theoretisch noch absteigen. Erfurt hat sich leicht nach oben geschoben, man mag sich also gar nicht vorstellen, wie das ohne den Dreier gewesen wäre.

Arand: Genau, und genau deshalb muss nachgelegt werden. Schön zu spielen zählt nicht. Dreckige Siege sind die schönsten.

Heyder: Siege sind aber nicht dreckig, sondern heilsam für Fans und Kicker. Den 1:0-Sieg haben die Erfurter lange verteidigt und schön über die Zeit gerettet. Regionalliga geht gar nicht, deswegen ist ein Schluss-Sprint jetzt unverzichtbar. Und nun kommen die Sachsen aus Chemnitz. Da hat sich gerade einiges getan: Conrad ist jetzt plötzlich Kapitän. Fink hat sein Amt zur Verfügung gestellt. Ist der CFC eines der Teams, das vor 14 Tagen noch nicht mit diesem Abstiegsstrudel grechnet hat?

Die Erfurter mit "Gelbe-Karten-Sammlung"


Arand: Wir werden sehen! Einigen RWE-Kickern drohen ja diesmal Gelbsperren. Tyrala und Nikolaou sind je mit neun Kartons vorbelastet. Benamar und Aydin je mit vier Karten. Darüber nachzudenken beim Spielen wäre jedoch töricht. Alles geben, reinhängen. Der nächste Schritt muss gemacht werden.

Heyder: Drei Punkte gegen Chemnitz werden gebraucht, da darf man nicht auf die Karten schauen. Auswärts gegen Fortuna Köln können sich notfalls die Bankdrücker beweisen, falls es gelbe Kartons hagelt, was ja durchaus passieren kann im Derby.

Arand: Ziel für den CFC war es 2015, die Aufstiegsplätze im Blickfeld zu halten. Das ging mal ordentlich in die Hose. So wurde in der Winterpause der Kader ordentlich durchgemischt. Trotz wirklich namhafter Neuzugänge wie Frahn, der vorher bei RB Leipzig und Heidenheim kickte.

Heyder: Frahn wurde einmal als eines DER Talente in Leipzig gehandelt, jedenfalls eine Zeit lang. Jetzt muss er seinen Platz erst finden in Chemnitz.

Arand: Die sportliche Talfahrt geht weiter. Zehn Spiele in Folge sind die Himmelblauen ohne Sieg. Da darf schon mal die Einkaufspolitik von Manager Beutel - ehemals auch bei RWE im Amt - hinterfragt werden, oder?

Heyder: Die Einkäufe sind völlig o.k., Chemnitz hat oft auch besser gespielt, als es die Ergebnisse vermuten lassen. Wie beispielsweise im Sachsenderby gegen Spitzenreiter Dresden. Die können, wenn sie wollen!

Arand: Als Erstes, wie immer, flog der Trainer. Karsten Heine musste gehen. Sein Nachfolger ist ein alter Bekannter bei den Sachsen: Vereins-Urgestein Sven Köhler soll den Chemnitzer FC als Trainer vor dem Drittliga-Abstieg retten. Zuletzt war er Trainer beim Halleschen FC. In seinen bisherigen zwei Spielen fand er jedoch nicht den richtigen Schlüssel. Chemnitz steht gewaltig unter Druck und muss in Erfurt unbedingt dreifach Punkten. Türpitz fehlt Gelb-Rot gesperrt.

Chemnitz im Strudel - 10 Spiele ohne Sieg


Heyder: Chemnitz muss, sonst zieht sie der Strudel weiter nach unten. Das heißt, man kann davon ausgehen, dass sie eher offensiv kicken müssen. Und dafür muss Krämer die richtige Taktik finden. Ich hoffe, dass ein Erfurter Leitwolf wie Abwehrguru Jens Möckel bald wieder komplett an Bord ist, der wäre gerade jetzt wichtig fürs Team.

Arand: Beide Mannschaften brauchen dringend Erfolge. Das Hinspiel endete Remis. Das ändert sich am Sonntag. Erfurt behält knapp mit 1:0 die Oberhand.

Heyder: Erfurt muss noch einmal gewinnen: 2:1 heißt es am Ende.

Der Gegner:
Chemnitzer Fußballclub e.V.
Vereinsfarben: hellblau-weiß
Trainer: Sven Köhler
Tabellenplatz: 18
Top-Torschützen: A. Fink, T. Danneberg, P. Türpitz.
Netz: www.chemnitzerfc.de
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