Kabinenpredigt Rot-Weiß Erfurt: Ein kleinere Hürde im Pokal

Dieser Stürmer macht seine Tore, Carsten Kammlott. Der Rest der Abteilung Attacke hängt noch deutlich hinterher. Fotos: Heyder
  Erfurt: Stadion | + Training im Pokal + RWE: ungeliebter Wettbewerb – aber noch ist es kuschelig +

Arand: Mit einem blauen Auge ist Rot-Weiß in Lotte davongekommen, dank Kammlott, der doppelt traf und einen 0:2-Rückstand in ein 2:2 im Alleingang drehte. Erfurt hat also einen Punkt aus Lotte mitgebracht. Insgesamt nach vier Spieltagen fünf Punkte auf dem Konto. Durchwachsen der Auftakt. Die Unentschieden kosten Punkte, zwei an der Zahl bisher. Dazu ein Sieg und eine Niederlage. Immerhin auf des Gegners Platz noch ohne Niederlage.

Heyder: So richtig war das noch nichts bisher. Fünf Punkte ist nach vier Spielen der Spitzenreiter schon voraus. Gegen Halle musste man sich richtig Sorgen machen um RWE, gegen Frankfurt lief es besser. Nach dem Ausfall von Jens Möckel sehe ich keine rosigen Zeiten anbrechen. Im Sturm geht nichts ohne Kammlott. Was ist mit der Neuverpflichtung Christoph Bieber? Ich hoffe sehr für ihn, dass er sich nicht die ganze Serie von Mittelstürmern einreihen muss, die in Erfurt scheiterten: Sebastian Szimayer war vergleichsweise noch gut im Rennen. Im Gegensatz jedenfalls zu Falk, Lüttmann, Nielsen, Smisek, Martinez, wo sich die Casting-Abteilung wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert hat, manche blieben sogar ganz ohne Pflichtspieltreffer. Selbst für Mijo Tunjic lief es nie so richtig rund, obwohl der ja regelmäßig traf. Der letzte gute Griff – Eigengewächs Kammlott mal ausgeklammert – hieß Marcel Reichwein, das ist lange her. Für dieses Wochenende gibt es eine Liga-Auszeit. Noch ist es kuschelig im Pokal.

Arand: Geliebt? Verflucht? Landespokal. Gute Erfahrungen hat Rot-Weiß nicht, mit Blick auf die vergangenen Jahre. Es will einfach nicht klappen mit dem Pott und dem dazugehörigen DfB-Pokaleinzug. Der Gegner in der 1. Runde ist zum einrollen - auf jeden Fall ist Lengenfeld schlagbar.

Heyder: Na das wäre auch noch schöner, dann würde ja RWE nicht wieder das Endspiel verlieren können – Du siehst, nach neun Jahren bleibt einem nichts als Galgenhumor übrig.

Arand: Lengenfeld unterm Stein, ein Los zum Auftakt. Der Kreisoberligist setzte sich in der Qualifikation zu Runde eins gegen die eine Klasse höher spielenden Stadtilmer nach Verlängerung mit 3:2 durch. Die Südeichsfelder aus dem Unstrut-Hainich-Kreis wollen dem Drittligisten ein wenig Paroli bieten. Realistisch ist das für den Achtligist nicht.

Heyder: Alles unter einem zweistelligen Ergebnis wäre bereits ein Riesenerfolg. Immerhin werden wohl vergleichsweise viele Zuschauer am Samstag 15 Uhr nach Lengenfeld kommen und bescheren dem Verein ein nettes Sümmchen an Einnahmen. Los des Jahres eben für jede unterklassige Mannschaft in Thüringen.

Arand: Ohne den Gegner abwerten zu wollen. So an die Grenze zum zweistelligen sollte schon der Anspruch sein für den Drittligisten. 9:0 endet die Partie.

Heyder: Ja, ein gutes Training zum Einnetzen sollte es werden. 7:0 schlägt RWE die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste.

Der Gegner:
BSV Blau-Weiß 22 Lengenfeld unterm Stein e.V.
Vereinsfarben: blau-weiß
Trainer: Martin Richwien
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