Kabinenpredigt: Rot-Weiß Erfurt empfängt den Spitzenreiter Preußen Münster im heimischen Steigerwaldstadion

Carsten Kammlott hat seit seiner Rückkehr 16 Tore geschossen und damit dem Verein so manchen Punkt gerettet. Foto: Heyder
 
Das letzte Heimspiel gegen die Preußen, 2014, geriet zu einer echten Schlammschlacht. Da blieb kein Trikot sauber. Fotos: Heyder
Erfurt: Stadion |

Spitzenreiter im Anflug - Rot-Weiß Erfurt trifft auf den Tabellenführer Preußen Münster – der muss auf Top-Scorer und Ex-Erfurter Marcel Reichwein verzichten

Arand: „Never change a winning team“ muss sich Trainer Walter Kogler gedacht haben und lag damit goldrichtig. Zweiter Sieg im zweiten Ostduell 2015. Noch dazu ohne Gegentor. Respekt dafür!

Heyder: Jetzt könnte man zwar sagen: Erst, als der Trainer wechselte, hat Erfurt den Sack zu gemacht. Allerdings macht die Diskussion wenig Sinn. Die großen Möglichkeiten war selten in diesem Duell auf Augenhöhe. Aber Erfurt bleibt der Angstgegner der Dresdner. Die kamen nicht recht ins Spiel, Erfurt hat taktisch klug agiert. Sie haben nichts zugelassen und bis zuletzt gepokert, um kurz vor Ultimo einen Trumpf auf den Tisch zu klopfen.

Arand: Nun kommt Samstag aber eine besonders harte Nuss an den Steigerwald – das Bundesliga-Gründungsmitglied Preußen Münster. Der aktuelle Tabellenerste gewann das Derby gegen Osnabrück mit 2:0. Derbyheld war Standardspezialist Amaury Bischoff, der beide Treffer erzielte.

Heyder: Wir weisen gerne auf diejenigen hin, die man 90 Minuten nicht aus den Augen lassen darf. Wie sieht es denn da sonst so aus?

Arand: In Erfurt werden der Innenverteidiger Heitmeier und auch der Ex-Erfurter Stürmer Reichwein, derzeit mit acht Treffern erfolgreichster Scorer, fehlen. Auf jeden Fall wird es eine rassige Partie, wie im Hinspiel, als Rot-Weiß trotz Unterzahl (Rot für Judt) ein 2:2-Remis erkämpfte.

Heyder: Da hätte Erfurt sogar gewinnen können, allerdings ist Münster im Laufe der Saison stärker geworden, als zu dem Zeitpunkt. Derzeit ist die Tabelle durch Spielausfälle etwas verzerrt, sonst könnte man frohlocken: Nur drei Punkte auf Rang zwei fehlen den Erfurter Jungs.

Arand: Personell kann der Coach weiter aus dem Vollem schöpfen. Das ermöglicht Alternativen, je nach Spielstand. Schickt Kogler zum dritten Mal die gleiche Elf auf den Rasen neben der Baustelle? Kammlott hat aktuell vier gelben Karten. Wiegel ebenso.

Heyder: Wenn die Woche im Training nichts passiert und die Jungs nicht die Grippe anschleppen, die thüringenweit auf dem Vormarsch ist, sieht es gut aus. Die Preußen allerdings werden schwer zu besiegen sein. Mit einem Punkt wäre Erfurt wohl schon gut bedient, obwohl ihr bester Mann, der Ex-Erfurter Reichwein dort schon eine zentrale Rolle spielt und er wird fehlen.

Arand: RWE kann auf seine Heimstärke bauen. Daher tippe ich einen knappen 2:1-Heimsieg im Spitzenspiel.

Heyder: Das wäre super, was den Kampf um die vorderen Plätze angeht. Ein letzter Strohhalm für den DfB-Pokal, wenn man die Tabelle anschaut. Auch, wenn ein Punktgewinn schon ein Erfolg wäre, tippe ich weiter optimistisch: 3:1 gewinnt Erfurt, das immer stark gegen die hochklassigen Gegner spielt.

Der Gegner:
Sportclub Preußen 06 e.V. Münster
Vereinsfarben: schwarz-weiß-grün
Trainer: Ralf Loose
Tabellenplatz: 1
Top-Torschützen: M. Reichwein, A. Bischoff, R. Krohne.
Netz: www.scpreussen-muenster.de
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1 Kommentar
Axel Heyder aus Erfurt | 16.02.2015 | 16:12  
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