Kabinenpredigt Rot-Weiß Erfurt: Gegen den Nachwuchs der Stadtmusikanten - Punkte holen bei Bremen II

Den Zugriff verloren: Laut Trainer Stefan Krämer stellte Halle nach rund einer viertel Stunden sein Spiel um, Erfurt bekam keinen Zugriff mehr. Foto: Heyder
  Bremen: Stadion |

+Jetzt zu den Stadtmusikanten + Erfurt muss weiter Punkte gegen den Abstieg sammeln +

Arand: Einen Punkt mitnehmen und die englische Woche abhaken. Wer weiß, um das berühmte Sprichwort zu bemühen, für was er am Ende der Saison noch gut ist. Leistungsgerecht war das 1:1 gegen den Halleschen FC auf alle Fälle. Mein Ergebnistipp ging voll auf. Das zeugt von Fußballsachverstand, schmunzel! Der Ex-Erfurter und jetztige Nürnberger Kicker Kevin Möhwald war als Tribünengast zur Halbzeit noch zuversichtlich, dass RWE gewinnt. Natürlich hätte ich mir auch einen Heimsieg gewünscht.

Heyder: Nicht nur gewünscht, hier geht es um Klassenerhalt und wer mal nach Jena schaut, weiß, was einem in der Regionalliga blüht. Du kommst da über Jahre nicht wieder heraus. Zwei von möglichen neun Punkten aus den vergangenen drei Spielen, das ist deutlich zu wenig. Zum Glück für Erfurt, haben bis auf Cottbus die Verfolger auch nicht mehr eingefahren. Aber die Luft nach unten ist dünn wie Alufolie.

Arand: Da geb ich Dir recht, gegen die Gegner, die jetzt kommen muss unbedingt dreifach gepunktet werden muss. Wie zum Beispiel am Samstag bei der Reserve vom SV Werder Bremen. In der Tabelle trennt beide Mannschaften nur ein Punkt. Ein direkter Konkurrent also. Jetzt werden Helden gesucht. Und Kämpfer. Gras fressen, wie man so schön sagt, ist angesagt auf Platz 11 an der Weser. Da heißt es alles zu geben.

Heyder: Mit Bemen II gibt’s ja gruselige Storys, die waren jahrelang Dauerabstiegskandidat und Erfurt hat, wenn Bremen gerade letzter war, oft den Punktlieferanden gespielt. RWE muss es gelingen, bei ähnlich starken Teams durch Lust und Leidenschaft mehr rauszuholen. Gegen Halle hat man doch gesehen, was gehen könnte, in den ersten 15 Minuten. Danach waren die Lust weg. Auffälig war, dass es deutlich zu viele verschlagenen Flanken und Bälle, die ins Seiten-Aus gingen gab.

Arand: Bremens U23 als Wiederaufsteiger schlägt sich recht wacker. Am letzten Spieltag schockten sie sprichwörtlich in den Schlusssekunden die Würzburger Kickers. In der dritten Minute der Nachspielzeit behielt van Haacke die Nerven und traf vom Punkt zum 1:1-Ausgleich. Das zeugt von Moral. Die Heimbilanz der Truppe um Trainer Alexander Nouri ist ausgeglichen. Fünf Heimsiegen, stehen fünf Remis und fünf Niederlagen entgegen. Aidara fehlt bei den Hausherren mit Gelbsperre.

Heyder: In Erfurt muss jetzt nochmal ein Ruck durch die Truppe gehen. Mit 32 Punkten ist der Klassenerhalt noch zehn Punkte entfernt.

Arand: Odak ist nach der fünften Gelben Karte, die er abgesessen hat, wieder spielberechtigt und dürfte daher wieder in die Startelf rutschen. Nikolaou muss hingegen aufpassen. Er steht bei neun gelben Kartons. Sportlich: Das wird ein Befreiungsschlag. Rot-Weiß gewinnt 3:1 bei den Bremer Stadtmusikanten.

Heyder: Wenn ich das nur glauben könnte! Allein mit Unentschieden kann der Klassenerhalt nicht geschafft werden, wenn man mal von rund 42 Punkten dafür ausgeht. Irgendetwas muss noch passieren. Gegen Halle sah man eine Art Nichtangriffspakt in der zweiten Hälfte und der Einsatz war mäßig. Auf geht’s, kämpfen und siegen singen die Fans. Für diese Textzeile brauchen die Spieler ein offenes Ohr. 2:1 an der Weser.

Der Gegner:
Sport-Verein Werder von 1899 e.V.
Vereinsfarben: grün-weiß
Trainer: Alexander Nouri
Tabellenplatz: 13
Top-Torschützen: R. Kazior, M. Hilßner, O. Manneh.
Netz: www.werder.de
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