Kabinenpredigt Rot-Weiß Erfurt: Nach dem Pokal wartet nun die Liga mit Zwickau

Rot-Weiß Erfurt: für den Moment ist die Welt in Ordnung. Aber Sonntag in Zwickau gilt es mindestens einen Punkt mitzunehmen. Fotos: Heyder
 
Routinier Daniel Brückner bringt Ruhe und Sicherheit in das Spiel.
Zwickau: Stadion | + Es läuft noch nicht für Zwickau + Locker im Pokal, jetzt geht es zum Derby nach Sachsen +

Arand: Die Pokalaufgabe in Runde wurde zwei locker erfüllt. Ein Sieben-Tore-Sieg in Bad Blankenburg. Das Achtelfinale ist nun erreicht. Eines kann gesagt werden, Thüringen wird im kommenden Sommer einen neuen Pokalsieger sehen, weil der Titelverteidiger FCC sensationell beim Landesklasse-Vertreter Sondershausen seine Segel einholen musste. Der Dank geht an Piet! Piet Schönberg hat 98 Spiele das „Team II“ in Erfurt angeleitet und ist nun der Trainer bei der Eintracht in Sondershausen - sowie ein ehemaliger Rot-Weiß-Spieler.

Heyder: Grund zur Häme besteht jedenfalls nicht. In Jena hatte man darauf spekuliert, mit einer B-Elf beim 7.-Ligisten zu gewinnen, solche Fehler darf Erfurt nicht machen. Die Chancen, endlich mal wieder den Pott zu holen, sind zwar nun gestiegen. Aber: Ich sag nur Schott Jena oder Einheit Rudolstadt, auf dem Weg können Stolpersteine liegen. Bis ins Endspiel kommt RWE dennoch, da leg ich mich fest. Das könnte vielleicht bei Wacker Nordhausen stattfinden, die deutlich stärker sind, als der zweite noch verbliebene Viertligist aus Meuselwitz.

Arand: Übrigens: Das Achtelfinale wird am Freitag in der Halbzeitpause beim Heimspiel der Nordhäuser ausgelost. Jetzt allerdings zählt in den kommenden Wochen die Liga. Dorthinein ist Rot-Weiß gut gestartet. Ein Aufsteiger empfängt die Thüringer am Sonntag - der FSV Zwickau.

Heyder: Das bekommt etwas Derbycharakter: Zwickau ist nicht weit weg, aber eben schon in Sachsen. Trainer Ziegner lief immerhin 69 Mal für RWE auf, wechselte dann aber nach Jena, was ihn nicht zum beliebtesten Ex-Spieler unterm rot-weißen Himmel macht.

Arand: Seit 16 Jahren trafen beide Mannschaften in einem Pflichtspiel nicht mehr aufeinander. Dank des besseren Torverhältnisses gegenüber dem Berliner AK belegten die Sachsen in der letzten Saison Platz eins in der Regionalliga Nordost. In den Spielen um den Aufstieg war der SV Elversberg der Gegner. Das Hinspiel im Saarland endete 1:1. Im Rückspiel gewann Zwickau im Ausweichstadion in Plauen mit 1:0. Damit gelang der Aufstieg in die 3. Liga. Den Kader peppelten die Sachsen mit zehn frischen Spielern auf. So richtig angekommen sind die Zwickauer in dieser Spielklasse noch nicht.

Heyder: Im Sachsenpokal sind sie zwar locker eine Runde weiter, mit fünf Toren und neun, die sie bekommen haben, klemmt die Säge aber in der Liga. Was aber für einen Aufsteiger mit den begrenzten Mitteln gar nicht ungewöhnlich ist.

Arand: Am Sachsenring ist man also noch ohne Heimsieg, sogar ohne Heimtor. RWE ist gleichzeitig noch ohne Auswärtsniederlage in der laufenden Spielzeit. Das riecht nach Remis. 1:1 am Ende.

Heyder: Ich tippe auf ein 2:1 für Erfurt, die den Schwung aus dem Pokal retten können. Ich hoffe zudem, dass Christopher Bieber nach seinen Pokaltoren sich so langsam in die Truppe eingrooved und eine Option im Sturm wird. Vielleicht schon wieder als Einwechsler in Zwickau.

Der Gegner:
Fußball-Sportverein Zwickau e.V.
Vereinsfarben: rot-weiß
Trainer: Torsten Ziegner
Tabellenplatz: 16
Top-Torschützen: R. König, R. Paul, T. Wachsmuth.
Homepage: www.fsv-zwickau.de
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1 Kommentar
Axel Heyder aus Erfurt | 07.09.2016 | 13:28  
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