Kabinenpredigt Rot-Weiß Erfurt: Nun kommt mit Bielefeld der Spitzenreiter der 3. Liga

Erfurts neuer Cheftrainer: Christian Preußer. Foto: Heyder
 
Jetzt heißt es, die Köpfe zusammen zu stecken und einen Schlachtplan zu entwerfen. Foto: Heyder
Erfurt: Stadion |

Arand&Heyder, der Fußballtalk

Arand: Bemüht, aber ohne Glück. Die siebte Niederlage in Folge. Viele im meinem Umfeld sagen, zum Glück hat Rot-Weiß die 46 Punkte auf dem Konto. Gott sei Dank ist die Saison bald vorbei. Was dann? Die Mission 2016 steht an, das wird sicherlich immer wieder den Spielern eingeimpft. Kommt nach dem kleinen Erdbeben in Mitteldeutschland, bald ein sportliches in Erfurt?

Heyder: Ich habe große Zweifel an der Mission 2016. Nicht wegen des Trainers, aber weil man dafür eine Truppe braucht, die von Beginn der neuen Saison an gut eingespielt ist und nicht bis zum Winter benötigt, um ein Team zu werden. Diese Truppe sehe ich derzeit nicht. Zu viele Wechsel stehen an. Kammlott und Tyrala als Leistungsträger werden nicht ausreichen. Viele die jetzt in eine höhere Liga schielen, haben leider nicht daran gedacht, für Erfurt zu kämpfen und mit denen in die zweite Liga aufzusteigen. Kammlott könnte zudem derzeit den Beinamen „Abseits“ tragen, weil er zu oft ganz alleine in die Spitze geschickt wird.

Arand: Welcher Kader am Wochenende zur Verfügung steht, kann zum jetzigen Zeitpunkt keiner sagen. In letzter Zeit verletzen sich ja viele Spieler ziemlich kurzfristig. In Chemnitz musste Judt früh verletzungsbedingt raus. Odak fehlt wegen seiner fünften Gelben Karte. Liegt es am härteren Training, als dem zuvor unter Kogler? Jetzt hört Sportchef Alrfed Hörtnagl auf. Das war abzusehen. Mal sehen, was er für einen Kader im Sommer übergibt. Vor Wochen haben wir schon geschrieben, dass da was am Laufen ist. So eine Unruhe, Hektik im Verein und Mannschaft war die letzten Jahre nie.

Heyder: Da habe ich andere Erinnerungen. Wann immer Erfurt oben stand, haben sie in der Rückrunde abgebaut. Und verlieren regelmäßig gegen die schlechtesten Teams, während sie sich gegen die Guten ganz ordentlich verkaufen. Das ist wie ein Fluch. Dieser Fluch trägt für mich aber den Namen: Personalverhandlungen.

Arand: Nicht nur das Steigerwaldstadion an der Arnstädter Straße ist also im Moment eine Baustelle. Die Lizenz-Zusage kam mal wieder mit Auflagen. Was wäre das wohl ohne die Genussscheine geworden?

Heyder: Das frage ich mich auch. Das Geld der Anleger müsste man wohl ausnahmslos in gutes Personal stecken, wie sonst will man es zurück geben?

Arand: Zum Samstag: Schaut man sich den Kader der Gäste an, ist klar, dass nachdem Abstieg aus der 2. Liga der direkte Wiederaufstieg erfolgen soll. Mit der Mannschaft die Kopfstoß-Trainer Norbert Meier zur Verfügung steht, könnten der DSC jetzt locker in Liga zwei mitspielen. Ab und zu verlieren sie mal ein Spiel. Am Ende setzt sich allerdings Konstanz und Qualität durch. Da brennt nichts mehr an. Vorne kann Stürmer Fabian Klos ein Spiel allein entscheiden. Aufpassen! Am Wochenende gewann Bielefeld nach einer starken zweiten Halbzeit das Derby gegen Münster mit 2:1. Innenverteidiger Salger fehlt mit Gelbsperre.

Heyder: Anders als Erfurt ist Bielefeld nach dem Sieg gegen den Bundesligisten Mönchengladbach sogar noch im Pokal. Während RWE nicht mal den Thüringenpokal überlebt, spielt Bielefeld unter den letzten Teams im DFB-Pokal. Bis vor sieben Spieltagen haben die RWE-Spieler in den Interviews noch fast alle behauptet: „Wir sind derzeit ein unangenehmer Gegner.“ Die sieben folgenden Mannschaften hatten da ganz sicher einen anderen Eindruck. Dass nun ausgerechnet gegen den Tabellenprimus die Wende gelingt, fällt mir schwer zu glauben.

Arand: Ich tippe einen Heimsieg für Rot-Weiß. Der wird Bielefeld nicht wehtun, denn die Arminia steigt trotzdem direkt auf. Warum ich an einen Sieg glaube? Bielefeld ist mit dem Kopf schon beim Halbfinalspiel am Mittwoch im DFB-Pokal, wenn auf der Alm Wolfsburg zu Gast ist. Sensationell übrigens, wie ich finde. Packende Fights boten sie bisher, schmissen Sandhausen, Hertha BSC, Bremen und Gladbach raus. Wann sehen wir in Erfurt mal wieder solch packende Spiele zumindest in der Liga? Ich sage heute!

Heyder: Da möchte ich nur zu gern daran glauben. Bielefeld lässt nichts anbrennen und gewinnt 2:0 in Erfurt, auch, wenn ich es gern anders hätte und obwohl ich weiß, dass Erfurt gegen die Top-Teams immer besser spielt, als gegen die Kellerkinder.

Deutscher Sportclub Arminia Bielefeld
Vereinsfarben: schwarz-blau-weiß
Trainer: Norbert MeierTabellenplatz: 1
Top-Torschützen: F. Klos, C. Müller, C. Hemlein.
Netz: www.arminia-bielefeld.de
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