Kabinenpredigt: Rot-Weiß Erfurt zu Gast bei der U23 des SV Werder Bremen

Vom letzten Tabellenplatz der Werder-Bubis sollte sich keiner täuschen lassen. Das Team von Trainer Thomas Wolter fing sich immer in der Rückrunde. Auch, weil Wolter öfter auf Verstärkungen aus dem Profikader zurückgreifen kann. Vielleicht auch dieses Mal: Mit Vander, Felix Kroos und Wagner stehen Profis zum Einsatz bereit. Hinzu kommen mit Tom Trybull (U19 Nationalspieler), Lennart Thy und Florian Trinks (ein gebürtiger Geraer) zwei U20 Nationalspieler.
In der Hansestadt fiebert Bremens Coach dem Auftakt entgegen: „Unser Ziel ist es, den Rückstand von zehn Punkten auf einen Nichtabstiegsplatz so schnell wie möglich zu verkürzen“, verkündet er optimistisch auf der Homepage. Eine enge ­Partie wird das. Dies zeigte sich schon im Hinspiel. Knapp setzten sich da die Thüringer durch ein „Jokertor“ des eingewechselten ­Gaetano Manno mit 1:0 durch. Ob er nach seinem Faserriss mitwirken kann, steht in den Sternen. Definitiv nicht an Bord sind Olivier Caillas und Dominick Drexler, die beide ihre Rotsperren nach Disziplinlosigkeiten absitzen. Caillas nicht zum ersten Mal. Im Tor dürfte Andreas Sponsel die Nase vorn haben. Warum der Trainer die Torwartfrage wieder angezettelt hat, bleibt sein Geheimnis. Nach Sponsels starken Leistungen in den letzten neun Partien bei lediglich sechs Gegentreffern (Kollege Marcus Rickert kassierte in zwölf Spielen 16 Gegentreffer) gibt es eigentlich keinen Grund, den Zweikampf neu zu eröffnen. So schafft man sich zusätzliche Baustellen.

Genug davon hat Emmerling in anderen Mannschaftsteilen. Trotzdem scheinen die Verantwortlichen Vertrauen in das vorhandene Spielermaterial zu haben, bis Stand gestern, 16 Uhr, gab es keine Neuverpflichtungen. Das könnte sich kurzfristig ändern, denn auch in Erfurt sieht man, wie andere Mannschaften (Regensburg, Heidenheim, Sandhausen, Aalen, Chemnitz) ihren Kader aufrüsten. Und gerade nach den letzten Niederlagen sollten die Alarmglocken schrillen. Ein Linksverteidiger täte gut und hat höchste Priorität. ­Weder Ströhl noch Caillas sind derzeit richtige Optionen. Im Spiel gegen Bayern München wurden bezeichnenderweise die ersten beiden Gegentreffer über links eingeleitet. Geeignet für diese Position wäre Marco Engelhardt. Der hält sich im Moment fit in Erfurt. Hoffentlich wird es nicht nur ein Schaulaufen, um sich bei anderen Vereinen anzubieten. Viele würden es lieber sehen, wenn der 31-Jährige seine Signatur unter einen RWE-Vertrag setzt.
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