Kabinenpredigt RWE: Erfurt muss zum Pokalkick nach Meuselwitz auf die Glaserkuppe

Tugay Uzan schoss aus allen Lagen, erkämpfte sich Bälle und zeigte, dass man mit ihm wieder rechnen kann. Foto: Heyder
Meuselwitz: Stadion | Arand&Heyder, der RWE-Fußball-Talk


+ Erfurt muss zum Nachsitzen im Landespokal + Meuselwitz wartet, wenn die geschlagen werden ist Rudolstadt der nächste Gegner +

Arand: Das grenzt an... – ich will's gar nicht sagen, wenn ein so wichtiges Sechs-Punkte-Spiel derart in den Sand gesetzt wird. Nichts ist mit einem beruhigenden Polster. Blutleer war der Auftritt in der zweiten Hälfte gegen den CFC. Kein Spieler wollte sich äußern nach Spielende. Ein mächtiges Donnerwetter vom Trainer hat sie in der Kabine erschüttert. Im Vorbeigehen fiel der Satz: „Das Ergebnis spricht für sich.“

Heyder: Unfassbar. Anders kann man es nicht sagen, unfassbar! Außer den Ultra-Fans, Brückner, ein bisschen Kammlott und Klewin wollte keiner das Spiel gewinnen. Den Eindruck hatte man von außen. Statt verbissenem Abstiegskampf, bei dem jeder sich einen Wolf rennt, hatte das alles Trainingsspielcharakter. Vermutlich haben die Spieler alle Verträge für die 3. Liga und sagen sich, bei der Regionalliga bin ich verschwunden. Ohne Chancen, ohne Ideen, kaum gewonnene Zweikämpfe, schlechte Pässe – blutleer, wie du schon sagst.

Arand: Es war völlig unnötig, wieder Druck aufzubauen, vor dem Pokalspiel. Mit einem Sieg wäre die Fahrt nach Ostthüringen sicherlich entspannter. Um das liebe Thema Geld kommt der Verein daher im Pokal nicht vorbei. Nach Erfurt soll der Pott mal wieder. Also wieder mächtig Alarm für das Wochenende!

Heyder: Die Pokal-Geschichten aus den vergangenen Jahren lesen sich wie ein Horror-Schocker von Steven King: Seit 2007 war RWE nur dreimal im Endspiel, 2009 haben sie das letzte Mal den Pott geholt. Geschlagen wurde Rot-Weiß nicht nur von Hauptrivale Jena, sondern auch von Schott Jena, Rudolstadt und ZFC Meuselwitz. Alles Teams, die in ihrer Liga reihenweise Spiele verloren haben.

Arand: Rot-Weiß muss nachsitzen im Landespokal. Terminschwierigkeiten führten zum Termin am Ostersamstag, wenn RWE sein Viertelfinale beim ZFC spielt. Ausgeglichen ist die bisherige Bilanz beider Mannschaften. Einmal gewann der Regionalligist im Elfmeterschießen (2012). Ein Jahr später setzte sich der Drittligist souverän nach 90 Minuten 3:0 auf der Glaserkuppe durch. Meuselwitz hat im Vergleich zu Erfurt seinen Klassenerhalt in der Regionalliga schon in trockenen Tüchern. Damit können sich die Zipsendorfer voll auf den Pokal konzentrieren.

Heyder: Dort muss man deutlich souveräner auftreten. Gegen Chemnitz gab's viele lange Bälle auf Kammlott, die nicht wirklich ankamen. Ein Brückner allein kann das Spiel nicht retten. Kammlott ist gut, aber auch er kann nur verwerten, was ankommt. Auf Gedeih und Verderb muss RWE diesen Pott holen, aber das muss auch bei den Spielern ankommen.

Arand: Unterschätzen wird Rot-Weiß den klassentieferen Konkurrenten nicht. Am Ende gewinnt der Favorit aus Erfurt mit 2:0. Damit wäre das Halbfinale besiegelt auf dem Weg zum möglichen Landespokal-Meistertitel, der unbedingt in Erfurt landen soll. Als Halbfinalgegner wartet Oberligist Rudolstadt, der am 27. April um 18 Uhr Heimrecht genießt.

Heyder: Erfurt hat gegen beide Teams schon verloren. Das darf nicht wieder passieren. Also keine Arroganz, beißen, kämpfen, knuffen und Tore schießen. Von der ersten Minute an muss das zu sehen sein. Erfurt gewinnt 1:0.
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