Kabinenpredigt RWE: Rot-Weiß ohne Kammlott und Tyrala nach Osnabrück

  Osnabrück: Stadion |

+ Kammlott (Rotsperre) und Tyrala (5. Gelbe) nicht im Kader +

Arand: Ein Rückfall in alte Zeiten? Sogar der Schiedsrichter hat sich dem nicht gerade üppigem Niveau von Rot-Weiß am letzten Spieltag angepasst. Mensch, was war denn das? Keine Ideen, keine Torchancen, eine Unordnung und keine Ruhe. Dazu die Sperren von Kammlott (Rot) und Tyrala (Gelbsperre). Fakt ist, an der Niederlage ist RWE selbst Schuld und nicht der Schiedsrichter.

Heyder: Bereits vor dem nicht gegeben Elfmeter wirkte Rot-Weiß, als habe man keine Plan für einen Angriff. Dass der Tabellenletzte immer ein gefährlicher Gegner für RWE ist, daran haben wir uns inzwischen gewöhnt. Aber das Frustfoul von Kammlott kann ich auch nicht nachvollziehen, er gehört schon zu den erfahrenen Leuten im Team. Dazu der für mich völlig überfordert wirkende Schiedsrichter - er hat mit überzogenen Entscheidungen dem Spiel den Rest gegeben.

Arand: Bin gespannt, ob die Mannschaft eine Reaktion zeigt. Uzan sollte seine Chance bekommen. Für Tyrala sollte Aydin von Beginn an zentral spielen. Und, auch wenn es wehtut und die Jugend eine Chance bekommen soll. Löschner auf der rechten Abwehrseite – das hat leider nicht gut funktioniert.

Heyder: Das erste Gegentor wurde überhaupt nicht verteidigt. Da haben alle brav zugeschaut mit der Ball im Netz gezappelt hat. Auch beim zweiten Gegentor: Abseits ist erst denn, wenn der Schiri pfeift. Und gerade bei so einem Schri musst du zuerst verteidigen und dann erst Abseits winken. Das gehört mal aufpoliert. Erfurts nächster Gegner heißt Osnabrück.

Arand: Die jüngste Vergangenheit: Bei den Niedersachsen gibt es ein stetiges Auf und Ab. Zu finanziellen Problemen gesellten sich sportliche. Im Umfeld lechzen alle nach der zweiten Liga. Doch die ist im Moment Meilenweit entfernt. Seit dem 24. August ist der neue Trainer Joe Enochs im Amt. Zunächst als Übergangslösung für zwei Punktspiele geholt – nach der Trennung von Maik Walpurgis – sitzt er nun schon Wochen auf den Trainerstuhl. Eine Besonderheit hat die Partie am Samstag. Sie findet unter einem zweimaligen Zuschauer-Teilausschuss statt. Das Sportgericht des DFB ahndete damit die Geschehnisse beim Erstrundenspiel im DFB-Pokal gegen RB Leipzig, als Schiedsrichter Petersen von einem Feuerzeug am Kopf getroffen wurde und die Partie abgebrochen werden musste. Das Spiel wurde 2:0 für die Gäste gewertet. Der erste Teil der Strafe wurde gegen Stuttgart II am 3. Oktober vollstreckt. Teil zwei folgt am Samstag, wenn nur die Gästefans und heimische Inhaber von Dauerkarten Zutritt haben.

Heyder: Leider gibt es dafür keine echte Lösung. Die Vereine werden für ihre Fans bestraft, können aber deren Verhalten nur sehr begrenzt beeinflussen. Und die Fans schaden sich untereinander, weil sie eigentlich wissen, welche Folgen solche Taten für ihren Verein haben.

Arand: Rot-Weiß muss unbedingt an der Bremer Brücke punkten! Ich kann mich auf keinen Tipp festlegen. Wünschenswert wäre ein Punkt, real muss man wohl eine Niederlage einplanen. Das vereinfacht die ohnehin prekäre Situation nicht.

Heyder: Wenn man gut gespielt hätte im rot-weißen Trikot und dann verloren, mein Gefühl wäre ein besseres. Aber das Spiel wirkte vor allem ideen- fast konzeptlos. Ich befürchte eine Nullnummer und hoffe trotzdem darauf, dass Uzan in der 3. Liga angekommen ist und seine Chance als Kammmlottvertretung wittert.

Der Gegner: Verein für Leibesübungen von 1899 e.V. Vereinsfarben: lila-weiß
Trainer: Joe EnochsTabellenplatz: 9
Top-Torschützen: H. Savran. M. Alvarez, D. Pisot.Netz: www.vfl.de
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