Kind ohne Name – Volleyballbundesligist auf der Suche nach Namenssponsor

Das Siebleber Showballett des CaCuBaGoSi heizte am vergangenen Mittwoch während des Heimspiels den Fans kräftig ein und sorgte für großartige Stimmung in der Halle.
 
Das Siebleber Showballett des CaCuBaGoSi heizte am vergangenen Mittwoch während des Heimspiels den Fans kräftig ein und sorgte für großartige Stimmung in der Halle.
Gotha/Ohrdruf. Nach vier Jahren in der 2. Bundesliga hat der VC Gotha das Unglaubliche geschafft. Der Verein sicherte sich 2009 den Aufstieg in die 1. Bundesliga und kämpft dort seit einem Jahr erfolgreich mit den besten Teams Deutschlands um den Klassenerhalt. Damit schreibt die Gothaer Herrenmannschaft als einzige Männermannschaft in der höchsten Spielklasse im Thüringer Volleyballverband bereits heute Geschichte

Begeisterte Fans singen in der regelmäßig ausverkauften Halle „1. Liga und Gotha ist dabei“. Damit machen sie mehr als deutlich, dass sie hinter den Gothaer Aufsteigern stehen. Das Team um Trainer Jörg Schulz befindet sich derweil kurz vor dem Abschluss einer spannenden und erfolgreichen ersten Saison. Schulz selbst zeigt sich sehr zufrieden mit den Leistungen des Teams: „Meine Mannschaft lässt sich von der hitzigen Atmosphäre in der Halle nicht beirren und behält stets einen kühlen Kopf-das ist wichtig, wenn man ganz nach vorne will.“ Das Konzept geht auf – das Team gewann am Mittwoch haushoch gegenüber dem VCO Berlin vor heimischer Kulisse.

Die Spieler absolvieren dafür bis zu elf Trainingseinheiten wöchentlich, vormittags Kraft- und Koordinationstraining, nachmittags Training am Ball. Von nichts kommt nichts. „Täglich müssen Spielsysteme geübt und perfektioniert werden“, erklärt der Trainer. Seit Oktober trägt die Mannschaft ihre Heimspiele in der Goldberghalle in Ohrdruf aus, welche von mal zu mal besser besucht ist. Die Zuschauer lassen sich nicht klassifizieren – hier gibt es eine breite Fangemeinde zwischen 12 und 65 Jahren, rund 650 kommen durchschnittlich zu den Heimspielen. Die eingefleischten Fans, der Fanclub „Ostblock“ mit seinen 14 Mitgliedern sowie der Fanclub „Kelly“ mit derzeit 18 Mitgliedern, feuern den VC Gotha mit Gesangseinlagen und lautem Klatschen an.

Jetzt muss der nächste Schritt getan werden. Bevor die Hauptrunde zu Ende geht, sollte der VC das Spiel am Samstag gegen den Moers SC möglichst mit einem Sieg abschließen, um die Play-Offs noch zu erreichen. Trainer und Fans müssen nun abwarten, wie sich die internationale Truppe mit 12 Spielern aus 8 Nationen schlagen wird. In ihren Reihen befinden sich Nationalspieler aus Israel, Finnland, Serbien, Lettland, Litauen und den USA, ergänzt durch den Stamm aus der eigenen Gothaer Stammmannschaft.

Sportlich, technisch und organisatorisch ist alles perfekt – nur ein Defizit fällt aufmerksamen Beobachtern der Liga ins Auge. Bis heute haben die Gegenspieler von Generali Haching, Smart Allianz Stuttgart, envivo Düren oder dem SWE Volley Team den Jungs aus Gotha etwas voraus – sie verfügen über einen eigenen Namenssponsor. Diesen zu finden und sich damit noch besser in der ersten Liga behaupten zu können, wird die Aufgabe des Managements in den nächsten Wochen sein. „Schön wäre natürlich ein Bezug zu einem Thüringer Unternehmen oder einer Marke“, hofft Ninette Pett, PR-Verantwortliche des Vereins auf einen engagierten Namensvater aus der näheren Umgebung. Denn neben dem finanziellen Sponsoring ist der Name auch mit einer deutschlandweiten werblichen Repräsentation in Zeitungen, TV, Radios und Onlinemedien verbunden, was wieder der Region zugute kommt.

„Erst einmal gilt es nun, am kommenden Samstag, gegen Moerser mit einem Überraschungssieg die Play-Offs zu erreichen“, so Pett. „Dann werden wir sehen, wie es namentlich für den VC in der Saison 2011/2012 weitergeht.“
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