„Leider verloren. Aber das ändern wir!“

Erfurt: Sportgymnasium | Neuzugänge dürfen heute das erste Mal beide spielen – Liz Cordonier erwies sich am Samstag schon als Gewinn

Von Stephan Siegl

Für eine Verschnaufpause bleibt den Volleyballerinnen vom SWE Volley-Team keine Zeit. Im Mittwoch-Samstag-Rhythmus geht es in der 1. Bundesliga weiter. Dabei kommt es heute Abend, 20 Uhr, in eigener Halle zum Aufeinandertreffen mit dem Vizemeister 1. VC Wiesbaden. Die Hessen sind gut in die Saison gestartet und liegen mit zwei Niederlagen derzeit auf Platz fünf. Der Papierform nach also ein ebenso schwerer Gegner wie die Hamburgerinnen, denen die SWE-Damen am Samstag in den Sätzen knapp unterlagen, dabei eine deutliche Leistungssteigerung erkennen ließen.

Doch Trainer Heiko Herzberg rechnet sich eine kleine Siegchance aus: Zum einen brodelt es bei den Wiesbadenerinnen wieder, weil Kapitän und Zuspielerin Nicole Fetting aus dem Kader geworfen wurde, nachdem sie sich mit ihrer Trainerin Xiaojun Yang überworfen hatte. Die Folge war eine derbe 0:3 Niederlage in Dresden.

Andererseits hat Erfurt zwei kanadische Neuzugänge in der vergangenen Woche vermeldet. Angreiferin Liz Cordonier durfte bereits am Samstag im dritten Satz das erste Mal ran, ließ ihr Können aufblitzen und war gleich punktbeste Spielerin. "Als ich aus Kanada zum Probetraining kam, wusste ich gleich nach dem ersten Tag: Ja, hier bleib ich. Das erste Spiel war aufregend vor dieser Kulisse. Leider haben wir verloren, aber das ändern wir". Die zweite Frau vom amerikanischen Kontinent heißt Julie Young. Sie ist Libero der kanadischen Nationalmannschaft und darf heute das erste Punktspiel in Deutschland bestreiten, nachdem ihr noch die Spielgenehmigung fehlte. Julie Young: "Ich habe jetzt schon zwei Heimspiele gesehen und freue mich auf mein erstes Match. Tolle Stimmung in der Halle und alles freundliche Leute hier."

Heiko Herzberg erhofft sich von ihnen die nötige Verstärkung in Angriff und Annahme und, dass so die nötigen Punkte für den Klassenerhalt eingefahren werden. Die nächste Gelegenheit dazu lässt nicht lange auf sich warten. Am Samstag reisen die Thüringerinnen ins Kraichgau zum SV Sinsheim. Der Aufsteiger des Vorjahres und langjährige Rivale in der 2. Bundesliga ist den Erfurtern bestens bekannt und ist selbst auf Punktejagd im Kampf um den Klassenerhalt.
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