Nur noch ein Schritt zum Titel

„Mensch, wir stehen im Finale“, scheint THC-Torhüterin Maike März (links) ihrer Mitspielerin Franziska Garcia-Almendaris (THC) zuzurufen. Fotos: Mario Gentzel (Foto: Mario Gentzel)
Die Handball-Frauen vom Thüringer HC stehen trotz einer 31:32-Niederlage gegen Oldenburg im Finale um die deutsche Meisterschaft






Von Axel Lukacsek

Der große Traum ist in Erfüllung gegangen. Zum ersten Titel der Vereinsgeschichte ist es jetzt nur noch ein kleiner Schritt: Die Handball-Frauen vom Thüringer HC stehen im Finale um die deutsche Meisterschaft und sind damit bereits für die Qualifikationsrunde zur Champions League qualifiziert.

"Das Ergebnis hat überhaupt keine Rolle gespielt. Entscheidend war, dass wir im Endspiel stehen. Und damit werden wir uns nicht zufrieden geben", sagte Cheftrainer Herbert Müller mit entspanntem Gesicht. Zwar hatte seine Mannschaft gerade das Halbfinal- Rückspiel gegen den VfL Oldenburg mit 31:32 (16:14) verloren. Das Weiterkommen war aber mit dem 34:23 im Norden drei Tage zuvor praktisch schon gesichert.

Die Thüringer Frauen haben sich nach der beeindruckenden Vorstellung im Hinspiel auch den 1100 Fans in der ausverkauften Salza-Halle bereits als meisterwürdig präsentiert und das nach einer Viertelstunde eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Als Oldenburg mit 8:6 vorn lag (14.) und THC-Spielführerin Kerstin Wohlbold auf der Strafbank schmorte, drehte der Thüringer HC trotz Unterzahl das Spiel.

Erst traf Idalina Borges Mesquita zum Anschluss. Auf der anderen Seite parierte Torfrau Maike März ganz gekonnt einen Strafwurf und im Gegenzug hämmerte Katrin Engel den Ball zum 8:8-Ausgleich (17.) ins Netz.

Trainer Müller erlaubte sich nun auch den Luxus, der zweiten Reihe eine Chance zu geben und schickte zum Beispiel Ulrike Jahn oder Shenja Minewskaja auf das Feld. Aber auch die zweite Halbzeit - Danick Snelder traf zum zwischenzeitlichen 28:22 (46.) - wurde lange Zeit zu einer Demonstration der Stärke.

"Shenja Minewskaja sollte lernen, Verantwortung zu übernehmen. Deshalb habe ich in der Schlussphase komplett der zweiten Reihe eine Chance gegeben. Das hatten sich alle Spielerinnen verdient", begründete Müller, der leicht verschmerzen konnte, dass sich dadurch der Sechs-Tore-Vorsprung in eine knappe Niederlage verwandelte. Gespannt wartet der Thüringer HC jetzt auf den Finalgegner für die beiden Endspiele, die schon in einer Woche mit dem Hinspiel beginnen.

Das Rückspiel wird am 14. Mai in der Salza-Halle in Bad Langensalza ausgetragen. Vorher aber blickt der Verein heute Nachmittag nach Leipzig, wo der amtierende Meister einen 16:21-Rückstand gegen den Buxtehuder SV aufholen muss, um sich die Chance zur Titelverteidigung zu erhalten.
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