Rot-Weiß Erfurt: Der Umbau des Steigerwaldstadions hat begonnen.

Das Bauschild: hier lässt sich erahnen, wie das Stadion mal aussehen soll. Fotos: Heyder
Erfurt: Steigerwaldstadion |

360 Bäume fallen. 360 Bäume werden neu gepflanzt.

Zumindest in dieser Hinsicht ist der Umbau des Steigerwaldstadions am Ende ein Nullsummenspiel. Um die Rentabilität des 40-Millionen-Projektes wurde in der vergangenen Jahren heftig gestritten.

Zu Bedenken gab den Kritikern OB Andreas Bausewein (SPD), dass die Stadt auch ohne den Umbau jedes Jahr 1 Millionen Euro in den Betrieb stecken müsse. Wegen der Baufälligkeit einzelner Teile des Stadions, würde dieser Betrag sogar ständig steigen. Es sei nicht leicht gewesen, angesichts auch vieler andere "Baustellen" im Breitensport, bei nötigen Umbauten für Kindergärten und Schulen, den Menschen zu vermitteln, dass diese Mittel für das Stadion aus anderen Töpfen stammen und nicht für diese Zwecke hätten eingesetzt werden können.

Ohnehin, der Stadtrat hat zugestimmt, 88 Prozent der Kosten werden vom Freistaat, sowie aus Bundes- und Europamitteln gefördert. So günstig kommt die Stadt Erfurt unter keinen anderen Umständen wieder zu einer neuen Arena. Allerdings, muss sich ein Betreiber für die Multifunktionsarena finden, der die vorgeschriebene touristische Nutzung auch umsetzen kann. Mit der Messe gingen die Verhandlungen in die letzte Runde, betonten die Vertreter des Stadtrates.

Stadträtin Kathrin Hoyer von den Grünen: "Wir werden uns genau ansehen, was hier passiert. Der Südpark ist von der Umbaumaßnahme nicht betroffen, dafür gibt es rechtlich auch keine Grundlage. Die Bäume, die hier gefällt werden haben wir uns alle genau angeschaut, mir tut es um jeden einzelnen leid, die Ersatzpflanzungen werden wir im Auge haben."

Ex-Verkehrsminister und neuer Wirtschaftsminister in Thüringen Wolfgang Tiefensee hat außer einer langen Begrüßungsformel erstmal noch nicht viel zu sagen. Hinweise auf Ex-Wirtschaftsminister Machnig kommen hier wegen dessen Affairen nicht gut an. Das darf man ihm nachsehen nach nur wenigen Tagen in diesem Amt. Tiefensee träumte gar schon von einem Bundesligaklub, die zweite Liga nur eine Formsache. Als großer Fußballkenner macht er damit nicht auf sich aufmerksam, mit "diesem wunderbaren Klub", wie er Rot-Weiß Erfurt nannte, kann er aber zumindest in der Landeshauptstadt schon mal Punkte sammeln. Der Ex-Leipziger hätte sich auch schnell mal versprechen können und in einem Fettnäpfchen landen können. Das aber hat der neue an Thüringens Wirtschaftsfront gemeistert.
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8 Kommentare
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Joachim Kerst aus Erfurt | 06.01.2015 | 13:28  
Axel Heyder aus Erfurt | 06.01.2015 | 16:49  
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Joachim Kerst aus Erfurt | 06.01.2015 | 19:54  
Axel Heyder aus Erfurt | 06.01.2015 | 21:19  
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Peter Kroll aus Erfurt | 18.01.2015 | 20:42  
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Joachim Kerst aus Erfurt | 26.10.2015 | 20:11  
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Joachim Kerst aus Erfurt | 23.01.2016 | 10:26  
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Joachim Kerst aus Erfurt | 04.10.2016 | 10:41  
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