Rot-Weiß gewinnt gegen Unterhaching 2:0, ein bisschen glücklich

Gegen die kalten Temperaturen im Steigerwald half eher die Choreo der Fans, als das Spiel auf dem Rasen. Besonders in der ersten Hälfte hatte es viel vom Billard und nur wenig Anteile vom Fußball. Fotos: Axel Heyder
Erfurt: Stadion | Muss man einen 2-0-Sieg schlechtreden? Muss man nicht. Trotzdem ist auch nicht alles Gold, was 2:0 glänzt. Besonders in der ersten Hälfte tat sich Erfurt sehr schwer, ins Spiel zu kommen. Aus einer einzigen Chance machte Carsten Kammlott das Tor, Rot-Weiß kann froh sein, dass er zurück ist. Wer hätte es sonst machen sollen? Unterhaching hat indes gezeigt, warum sie so weit unten stehen in der Tabelle. Nicht etwa, weil die sehr junge Truppe von Ex-Nationalspieler Christian Ziege schlechten Fußball spielt. Das Umschaltspiel sah sogar sehr gut aus. Sondern, weil man es im gesamten Spiel über nicht schaffte, aus all den vielen Chancen ein Tor zu machen.

Rot-Weiß indes musste zittern bis in die Nachspielzeit, bis Drazan den Sack endgültig zugemacht hat (90.+3). Noch Sekunden zuvor hatte der "kleine" Hummels aus Haching die Chance zum Ausgleich.

Doch von vorne. Trainer Walter Kogler schickte eine komplett neue Innenverteidigung ins Rennen, Kleineheismann durfte noch nicht, Laurito verletzte sich kurz vor Anpfiff, Möckel ist dauerverletzt. So begann das große Schwimmen in Halbzeit eins. Gleich mehrfach kam Unterhaching gefährlich vors Erfurter Tor, auch deshalb, weil im Erfurter Mittelfeld viele Bälle verloren gingen. Das wurde quittiert mit dem Raunen und Stöhnen der Zuschauer, was auch nicht eben hilfreich ist für die Spieler. Aber auch von Seiten der Zuschauer zu verstehen sein muss.

Mehr Billard als Fußball war da auf dem Rasen zu sehen. Tiefpunkte waren sicherlich Szenen, in den z.B. Czichos schon weit in der Hälfte der Spielvereinigung sich zu einer Rückgabe über zwei Stationen zu Torwart Klewin entschloss. Einzig Kammlott konnte in der ersten Hälfte überzeugen. Nun hat er in 7 Spielen für Erfurt 5 Tore gemacht und eines vorbereitet.

In Halbzeit zwei ging Erfurt entschlossener zur Sache, kam irgendwie ausgeschlafener aus der Kabine. Brandstetter ist noch nicht ganz in Bestform, arbeitet sich aber nach der schier ewigen Pause wieder heran. Mit seiner Auswechslung gegen Nietfeld änderte sich noch nicht viel, erst als Strangl und Pfingsten-Reddig für Wiegel und Baumgarten Platz machen mussten, wurde es besser.

Erfurt entwickelte mehr Zug zum Tor und kam endlich zu Torchancen, lud allerdings Unterhaching immer wieder zu gefährlichen Kontern ein. Zum Glück für Erfurt waren die Randmünchener nicht in der Lage, etwas daraus zu machen. Eine cleverere und angezocktere Truppe hätte sich heute den Sieg gegen Erfurt nicht nehmen lassen.

Nun muss Erfurt am Samstag zum Spitzenreiter nach Heidenheim. Die am Mittwochabend bei RB Leipzig ran müssen.





Tore: 1:0 Kammlott (27.), 2:0 Drazan
(90.+3)

Aufstellung: Klewin - Kreuzer, Czichos, Engelhardt, Odak - Strangl (71.
Wiegel), Pfingsten-Reddig (80.Baumgarten), Möhwald, Drazan -
Brandstetter (64. Nietfeld), Kammlott
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