RWE Fußball-Talk Arand&Heyder: Auch weiße Lilien werfen schwarze Schatten

Ballkünstler Smail Morabit ist am Samstag gegen Darmstadt das vorerst letzte Mal im Steigerwaldstadion zu sehen. Foto: Axel Heyder
  RWE zum letzten Heimspiel der Saison gegen Darmstadt

Arand: Wer hätte das gedacht? Zwei Spieltage vor Ultimo ist der Klassenerhalt unter Dach und Fach. Mannschaft und Trainergespann konnten positiv überraschen. Die Saison war jedoch ein Auf und Ab – wie eine Achterbahnfahrt.

Heyder: Du wirst sehen, am Ende wird es noch ein einstelliger Tabellenplatz.

Arand: Ich bin gespannt, wer über diese Saison hinaus an Bord bleibt. Die Abgänge von Drexler und Morabit stehen fest. Bei Torwart Manuel Salz, der in der Winterpause kam, stehen die Zeichen auf Trennung. Er hatte Pech, sich gleich wieder zu verletzen. Im Nachwuchs gibt es mit Sünkel und Richter von der U 23 sowie Büchel und Langer von den A-Junioren gute Bewerber für die Position Nummer drei.

Heyder: Ich bin ebenfalls gespannt wie ein Flitzebogen. In der 3. Liga ist es schwer, eine Truppe über eine längere Zeit als die zwei Vertragsjahre zusammen zu halten. Jeder Trainer hat das Problem, dass er nach der Saison von vorne anfangen muss. Deswegen sage ich, dass man die letzten beiden Spiele schon damit beginnen muss. Ebenfalls für ein Taktiktraining sollten die Profis die ungeliebte Heimspieltour nutzen. Die ist ja für die niederklassigen Vereine eine tolle Sache, für die Profis nach den englischen Wochen aber eher eine Plage.

Arand: Nielsen und Czichos bleiben. Fragezeichen bleiben im Abwehrverbund, da die Verträge von Ofosu-Ayeh, Oumari, Möckel, Kopilas und Ströhl auslaufen. Wackel­kandidaten sind Kopilas und Ströhl. Beide sind derzeit Reservisten, weil die Abwehr einen Klasse-Job macht. Eventuell erfahren wir im Heimspiel gegen Darmstadt mehr, wenn es hoffentlich, für die schon feststehenden Abgänge im letzten Spiel vor heimischer Kulisse eine ordentliche Verabschiedung gibt.

Heyder: Ofosu-Ayeh habe ich zu Saisonbeginn kritisch gesehen, weil seine Pässe selten ankamen. Zum Ende hat er sich enorm gesteigert und ist nicht nur schnell auf den Beinen, sondern auch zu einem wichtigen Mann geworden. Oumari und ­Möckel muss man halten. Punkt! Möckel gehört einfach zu Erfurt, der macht hier seine besten Spiele. Oumari ist ein Klasse-Abräumer. Ströhl hat der Mannschaft nach der Winterpause enorm geholfen, mit seiner Kampfkraft und unbändigem Willen. Einer, den ich nicht gehen lassen würde.
 Und selbst Kopilas halte ich für wichtig, weil er jederzeit einspringen kann, wenn Gegner sehr „körperbetont“ spielen. Abwehr und Mittelfeld haben den Abstieg verhindert. Es waren nicht die viele Tore unserer Stürmer.

Arand: Der nächste Gegner, die Lilien vom Böllenfalltor, müssen noch rudern, um in Liga drei zu bleiben. Sie kassierten eine unglückliche Niederlage beim 0:1 in der 90. Minute gegen Fastaufsteiger Karlsruher SC. Im Klartext: Sie müssen gegen Erfurter voll auf Sieg spielen. Bei einer Niederlage sind sie abgestiegen. RWE kann sie auskontern. Engelhardt ist nach Gelbsperre (10) wieder an Deck.

Heyder: Ich hoffe zudem, einen – zumindest als Einwechsler – Göbel, Baumgarten oder Nietfeld zu sehen.

Arand: Rot-Weiß lässt die Gäste anrennen, setzt die entscheidenden Nadelstiche. Daher ein 2:0-Heimsieg zum 19. Heimspiel mit anschließendem Freibier für die Fans.

Heyder: Vorsicht, ein Sprichwort sagt: Auch weiße Lilien werfen schwarze Schatten! Ein knapper 2:1-Sieg.

Redaktionsschluss, gestern, 16 Uhr.


SV Darmstadt 98 e.V.Vereinsfarben: Blau-Weiß
Trainer: Dirk Schuster
Tabellenplatz: 18
Top -Torschützen: P. Zimmerman,
D. Latza, A. Gaebler.
Netz: www.sv98.de
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