RWE Fußball-Talk: Arand&Heyder - Mufu und Thermalbäder

Heute ein Flashmob auf dem Fischmarkt – Am Wochenende reisen die Erfurter nach Hessen

Arand: Heute ist ein wichtiger Tag: Ab 17 Uhr beraten die Stadträte über den Umbau des Steigerwaldstadions (Bj. 1927) zu einer Multifunktionsarena, kurz Mufu. Leider ist mein Eindruck, dass es sich bei der Diskussion um politisches Geschacher vor der OB-Wahl handelt.
Einen rot-weißen „Flashmob“ solls auf dem Fischmarkt geben. Unter www.erfurt.de kann ein Livestream verfolgt werden – ab 17 Uhr. Wichtig dürften für die Fans die Tagesordnungspunkte 9.15. und 9.16. sein, in denen es um die Nachreichung des Betreiberkonzeptes zur Arena und den Beschluss zur Gewährleistung eines entsprechenden Fördermittelantrages geht. Hilfreich könnte da der sportliche Erfolg von Rot-Weiß sein. Oder?

Heyder: Ich glaube, der ist sogar uninteressant! Fakt ist, das Stadion ist hochbetagt und kann – egal für welche Sportart – nicht mehr lange auf diese Art betrieben werden. Eines Tages muss der Umbau kommen. Der Bestandserhalt kostet langfristig mehr, als der Neubau. Bei anderen Sportstätten erinnere ich mich nicht an solch ein Hadern: Zwei Millionen hat die Stadt zur Radrennbahn beigesteuert (Baukosten fünf Millionen). Rund fünf Millionen Euro (9,8 Mio DM) steuerte Erfurt zur Eissporthalle bei. Und: Es war völlig richtig, diese zu bauen, obgleich beide nur wenig Geld abwerfen, weil sie hauptsächlich für Trainingszwecke genutzt werden. Sport ist eine Form der menschlichen Kultur und unterhält eine Vielzahl von Menschen aus Stadt und Umgebung. Erfurt hat sich ein Opernhaus für 65 Millionen Euro gegönnt. Allerdings finde ich generell nicht, dass man diese Dinge gegeneinander ausspielen sollte. Theater ist wichtig, Sport auch.
Aber ist es nicht verkehrt zu sagen, Opernbesucher sind uns das Geld wert, Stadionbesucher nicht? Dieser Eindruck wird zuweilen erweckt.

Arand: Das sehe ich aus so! Die Arena wird kommen, da bin ich mir sicher. In Jena läuft das offenbar alles sehr ruhig und ohne große Diskussionen ab – und die stehen sportlich derzeit nicht eben gut da.

Heyder: Ich hoffe das Gezerre ist am Donnerstag beendet, damit wir hier wieder etwas zum den nächsten Gegner sagen können.

Arand: Schauen wir aufs Wochenende: Es geht in die hessische Landeshauptstadt. Die ist bekannt für Thermal- und Mineralquellen. In die Kur müssten die Gastgeber allerdings auch. Die Saison verläuft mehr als miserabel.
Als ein Aufstiegsfavorit wurde Wehen-Wiesbaden gehandelt, jetzt ist man Abstiegskandidat. Peter Vollmann übernahm vor Kurzem von Gino Lettieri. Vollmann ist der Hansa-Rostock-Aufstiegscoach, scheiterte dort aber in der Hinrunde. Jetzt geht es in umgekehrter Richtung, er soll den SVWW vor den Abstieg retten. Das läuft aber noch nicht. Ein magerer Punkt in drei Spielen. Am Wochenende gabs eine bittere 1:2-Niederlage in Regensburg. Beide Treffer fielen durch Standards. Außerdem monierte Vollmann zu viele Fehler im Aufbauspiel. Die Hessen spielen ein 4-2-3-1 System. Etliche Stammspieler fehlen seit Wochen.

Heyder: Verletzte?

Arand: In Regensburg ist Christ umgeknickt und Ivana zog sich eine Zerrung zu. Zusätzlich kassierte Nils-Ole Book die fünfte Gelbe und fehlt gegen Rot-Weiß. Aufzupassen gilt es auf Wohlfarth, der acht Mal einnetzte sowie den zwischenzeitlich suspendierten Janjic, der kreuzgefährlich ist.

Heyder: Erfurt braucht jeden Punkt für den Anschluss an die Spitzengruppe. Wehen dagegen jeden Zähler gegen den Abstieg. Trotzdem wird Erfurt das Ding machen!

Arand: An die Britta-Arena, die äußerlich wie eine „Wellblechbüchse“ aussieht, von innen aber topmodern ist, dürfte Erfurt gute Erinnerungen haben. Bei brütender Hitze in der letzten Saison gelang ein knapper 1:0-Sieg.
Dieses Resultat würde mir diesmal auch genügen.
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