RWE Kabinenpredigt: Aufstieg auf Pump?

 

Rot-Weiß Erfurt muss Samstag gegen den Tabellenführer ran

Arand & Heyder
Der RWE-Fußball-Talk

Arand: Die lange Wartezeit hat ein Ende und der Kampf um die begehrten Punkte beginnt für unser Team am heutigen Abend. Gleich mit einem schweren Nachholspiel in Heidenheim. Der FCH startete mit einem 2:1-Heimsieg gegen Unterhaching. Mal sehen, ob für die Schwartz-Elf was Zählbares raus springt? Wie ich vernommen habe, sollen die Jungs ja gut drauf sein – laut RWE-Trainer. Ich bin gespannt.

Heyder: Schwer zu beurteilen. Mario Fillinger ist für heute ja bereits wieder aus dem Rennen. Öztürk ist der Gewinner der Vorbereitung, mal sehen, ob er von Beginn an spielt. Nominal ist Heidenheim zu stark Erfurt.

Arand: Mein Lieblingsthema ist derzeit ein anderes: Ex-Torwart Marcus Rickert, der nun für Osnabrück kickt. Viele haben sich auf das Wiedersehen im Steigerwaldstadion gefreut. Doch „Richi“ wollte nicht: Bei der 2:3-Niederlage gegen den Karlsruher SC debütierte er nur ganze 24 Minuten, nach einer Notbremse war ­Feierabend (zwei Spiele Sperre). Das war also ein Griff ins Leere, um den verletzten Stammkeeper Riemann zu ersetzen.

Heyder: Eigentlich war die Ausgangssituation für ihn bombig. Er war wohl übermotivert. So müssen die Erfurter wohl dem Ersatztorhüter die Bude vollhauen.

Arand: Schauen wir tiefer in die Materie Osnabrück. ­Sportlich läuft es fast perfekt für die Lila-Weißen. Aufstieg heißt das Ziel. Es will nur ­keiner sagen. Pele Wollitz brachte es auf den Punkt: „Wir sind nicht der Favorit. Wir müssen nach wie vor in jedem Spiel die Berechtigung erlangen, in dieser dritten Liga weiter­spielen zu dürfen. Da hilft es nicht, schlaue Sprüche zu klopfen.“

Heyder: Understatement heißt der Fachbegriff, oder?

Arand: Naja, statt den Vorsprung auf Verfolger KSC auf sieben Punkte zu vergrößern, schmolz er wie der Schnee in den vergangenen Tagen.

Heyder: Der KSC ist für mich der erste Aufsteiger, die spielen einen schönen Fußball. Da steigt mit „Orle“ ja wenigsten ein Erfurter wieder auf.

Arand: Aus finanzieller Sicht wäre ein Aufstieg in Liga zwei fast zwingend.

Heyder: Wobei es sich gezeigt hat, dass der DFB da wohl nicht gern hinschaut. Osnabrück ist nicht das einzige Team der Liga, das sich auf Pump einen guten Kader zusammenkauft. Das verzerrt alles: Wie man lesen konnte, soll wohl die Stadt ein Darlehen in Höhe von 3,6 Millionen Euro geben und sich an einer Stadion­gesellschaft beteiligen, um letztlich die Zahlungsfähigkeit zu sichern. Der Tabellen­führer hat neun Millionen Euro Schulden. Das ist frech, Aufstieg auf Pump.

Arand: Ich lege mich auf ein 2:2-Remis für das Wochenende fest. Personell könnte sich die Lage beruhigen. Morabit, Strangl und auch Fillinger könnten zum Team zurückkehren. Wahrscheinlich begrüßen wir zwei Neuzugänge. Bis heute soll ja eine Entscheidung fallen. Das muss sie auch, denn morgen 17.59 Uhr endet die Transfer­periode. Jetzt beginnt ein Hauen und Stechen im Kampf um den Klassenerhalt. Von Tabellenplatz elf bis Tabellenplatz 20 kann es jede Mannschaft erwischen.

Heyder: Solange Erfurt nicht bei den Absteigern ist, ist es mir egal, welcher Platz es am Ende wird. Hauptsache man scheitert nicht wieder an Pokalschreck Meuselwitz und qualifiziert sich für den DFB-Pokal. Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und tippe einen 2:1-Sieg gegen unseren Ex-Erfurter Gaetano Manno.

Redaktionsschluss, Dienstag, 16 Uhr.

Der Gegner

VfL Osnabrück
Vereinsfarben: Lila-Weiß
Trainer: Claus-Dieter-Wollitz
Top-Torschützen: S. Zoller,
G. Manno, M. Piossek
Netz: www.vfl.de
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