RWE-Kabinenpredigt: Spielausfall oder erster Kick nach der Winterpause

WE-Trainingslager in Weißensee: Thomas Ströhl (links) und Mario Fillinger. Letzter ist eben zum zweiten Mal ein Neuzugang. Foto: Axel Heyder
Erfurt: Steigerwaldstadion | Arand: Wir erwarten mit Spannung die restlichen 16 Saisonspiele. Ganz wichtig: zwei Spiele im Landespokal, Halbfinal- und Finalspiel. Kribbelt es bei dir schon vor Aufregung?

Heyder: Naja. Verrückt ist aber – Erfurt müsste nach Absteiger Aachen nur noch zwei Teams hinter sich lassen und den Landespokal holen – dann hätte man bereits mehr erreicht, als mit den beiden 5. Plätzen der vergangenen Jahre. Und spart die Prämien.

Arand: Stimmt. Allerdings: Der Auftakt mit englischer Woche ist der Hammer. Zwei Auswärtsspiele: Zuerst geht es zur starken VFB-Reserve. Vier Tage später gastiert Rot-Weiß beim selbsternannten Aufstiegskandidaten Heidenheim zum Nachholspiel. Beides wird hart. Die Stuttgarter Bubis stehen im gesicherten Mittelfeld auf Tabellenplatz acht. Allerdings sind sie in dieser Saison nicht gerade eine Macht im Gazi-Stadion. Nur drei Heimsiege feierten sie und sind damit Schlusslicht in der Heim­tabelle. Da kommt ihnen Erfurt gerade recht.

Heyder: Genau, roter Teppich raus! Sektempfang! RWE konnte dort noch nie gewinnen.

Arand: Letzte Saison eine 0:2-Niederlage. Davor in drei Jahren immer eine 1:3-Niederlage. Vier Spiele. Vier Pleiten. 3:11 Tore. Vorne trifft der Ex-Jenaer Benyamina (bisher elf Treffer) im Mittelfeld zieht der starke Rathgeb die Fäden. Mehr Hoffnung macht Heidenheim am Mittwoch.

Heyder: Falls man kommenden Mittwoch dort nicht eingeschneit ist.

Arand: Von der Brenz wurde immer was Zählbares mitgenommen. Der 1. FC renovierte seinen Kader in der Winterpause. Trainer Schmidt sortierte Lehmann, Tausendpfund, Schittenhelm, Weil und Frommer aus. Dafür kam frisches Blut mit Kraus (Greuther Fürth) und Stürmer Niederlechner. Da ist wohl eine größere Ablösesumme an Ligarivalen Unterhaching geflossen.

Heyder: Davon können wir hier nur träumen, wir feiern einfach Mario Fillinger als Neuzugang, weil der ja noch nie im Pflichtspiel für Erfurt aufgelaufen ist.

Arand: Beim FCH wird der Ex-Erfurter Malura besonders motiviert sein. Und: Man kann nur immer wieder vor dem besten Mittelfeldspieler der Liga – Marc Schnatterer – warnen.

Heyder: Oh ja, der FCH hat Erfurt böse vernascht in der Hinrunde.

Arand: Immerhin – in Erfurt tat sich etwas. Rickert, Jovanovic und Temür durften gehen. Alle drei sind für mich kein Verlust. Rauw soll noch weg. Ich aber der Meinung bin, im Abstiegskampf ist der erfahrene Haudegen nützlich.

Heyder: Na, Rickert konnte doch nichts besseres passieren, als plötzlich bei der Nummer ein der Liga die Nummer eins zu sein. Der müsste Erfurt dankbar sein.

Arand: Schade, dass der Finne Sihvola in Erfurt keinen Vertrag bekommt. Der kleine Wirbelwind gefiel mir gut.

Heyder: Oh ja, mir auch. Schöne Drehschüsse, beweglich, schnell und mit dem Riecher für die richtige Position.

Arand: Ich erzähl Quatsch: Rot-Weiß Erfurt hat ja zwei Neuzugänge. Die Herren Kalt und Hörtnagl, der neue Geschäftsführer und der neue Sport-Vorstand. An ihren Worten mit der „Mission 2016“ werden sie sich messen lassen müssen.

Heyder: Klassenerhalt sollte die erste Mission heißen!

Arand: Meine Tipps: Samstag einen Spielausfall aufgrund der Witterung. In Heidenheim wird’s ein 1:1-Remis.

Heyder: Falls nicht, schafft Erfurt ein 1:1-Remis in Stuttgart, verliert aber in Heidenheim mit 2:0.


Die Gegner:
1. FC Heidenheim 1846
Vereinsfarben: Blau-Rot
Trainer: Frank Schmidt
Top-Torschützen:
M. Schnatterer, M. Thurk, T. Göhlert.
Netz: www.fc-heidenheim.de

VfB Stuttgart II
Vereinsfarben: Weiß-Rot
Trainer: Jürgen Kramny
Top-Torschützen: S. ­Benyamina, M. Janzer, T. Rathgeb.
Netz: www.vfb.de
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