RWE-Kabinenpredigt vollständig: Der FC Rot-Weiß Erfurt zu Gast bei Rot-Weiß Oberhausen

Wenn auf das Unentschieden zu Hause wieder ein Auswärtssieg folgt, ist die Welt wieder in Ordnung. Allerdings ist das Konzept für die heimischen Zuschauern auf Dauer nicht das Richtige. Die Kulisse im Derby gegen Chemnitz war beeindruckend – 9600 Zuschauer. „Ein Kompliment an die Fans“, honorierte es Stürmer Marcel Reichwein. Auf dem Platz gab es allerdings eine fußballerische Diät. Der Ex-Erfurter Fabian Stenzel war noch der beste Mann auf dem Platz.

Die einstige Macht im eigenen Stadion läuft im Moment seit fünf Spielen einem Sieg hinterher. Warum? Das bleibt rätselhaft. Zwar verlieren die Blumenstädter nicht, gewinnen aber eben auch nicht. Da nützen keine Entschuldigungen. Für die schwere und unbequeme Aufgabe in Oberhausen am Wochenende könnte es deshalb Änderungen in der Startelf geben. Möglich wäre, dass Drexler und Hauck rotieren. Dafür könnten Pfingsten-Reddig wie auch Morabit reinrutschen. Denn Schnelligkeit und Erfahrung sind gefordert, wenn es ins Ruhrgebiet zum Malocher-Team geht. Die bezeichnen sich übrigens auch selbst so. Bei RWO hing lange Zeit in dieser Saison der Haussegen schief. Nach dem Abstieg aus Liga zwei sollte mit Trainer Theo Schneider ein geordneter Neuaufbau mit einem größtenteils ausgetauschten Kader stattfinden. Geklappt hat das nicht. Neun Punkte aus zwölf Partien, da wurde der ehemalige Trainer der Dortmunder-Amateure entlassen. Kurzzeitig folgte eine Interimslösung, die war auch nicht das „Gelbe vom Ei“.

Nun darf seit vier Spieltagen Mario Basler in Oberhausen probieren. Bei seinem letzten Arbeitgeber in Burghausen flog er wegen fehlendes Erfolges raus. Mit seinem neuen Verein holte er bisher aus vier Spielen fünf Punkte – aber immerhin gab es ein 0:0 in Regensburg am Wochenende. Den Erfurtern könnte trotzdem entgegenkommen, dass die Basler-Elf das Spiel machen muss. Sich hinten reinzustellen, gerade weil sie einen Sieg im Kampf um den Abstieg brauchen, wird nicht gehen. Außerdem: Etliche Stammkräfte fehlen den Hausherren. Am schwersten wiegt der Ausfall des etatmäßigen Stammkeepers Melka, der Bundesligaerfahrung mitbringt. Ein heißer Fight darf trotzdem erwartet werden, da in der Oberhausener Abwehr mit Pappas ein eisenharter Verteidiger mit Zweitligaerfahrung wartet. Nicht zu unterschätzen sind zusätzlich die Stürmer Kullmann und Terranova, die auch Einsätze aus beiden Profiligen mitbringen.

Beide Mannschaften stehen erneut unter Druck. Welches Team also besser „malocht“ und den Rasen beackert, wird sich am Samstag zeigen.
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Petra Seidel aus Weimar | 30.12.2011 | 19:45  
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