RWE schlägt den VfL Osnabrück mit 4:2 und macht einen richtig großen Schritt zum Klassenerhalt

Drei Torschützen müsst ihr sein ... und sie wurden es. Kammlott Aydin und Tyrala. Fotos: Heyder
  Erfurt: Stadion |

Mutig, konstruktiv, kreativ ...

Ups, was war denn das? Der große Entschuldigungszettel für das Heimspiel gegen Chemnitz? Das ist ja mal richtig gelungen: Erfurt schlägt mit sage und staune 4:2 den Tabellen-Dritten Osnabrück. Damit ist der Klassenerhalt fast eingetütet. Ein Sieg noch und dann sollte nichts mehr anbrennen, selbst, wenn in dieser Liga auch am Ende noch alles dicht beisammen ist.

In der Tabelle klettert Rot-Weiß auf Rang zwölf, hat nun sechs Punkte Vorsprung auf Energie Cottbus, die ohne Energie in 0:3 in Münster untergingen.

Dabei sah alles so aus, als fiele Erfurt in alter Gewohnheit wieder sich selbst zum Opfer. Osnabrücks Alvarez passte auf Marcel Kandziora, Erfurts Abwehr zu weit weg, da konnte Philipp Klewin nur noch die Kugel aus dem Netz bergen (8.).

In dieser Liga führt Erfurt damit weiter eine Statistik an, die so unnötig ist, wie Kaffeekapseln: die Zahl der Gegentore in den ersten 15 Minuten - Spitzenreiter.

Um ein Haar wäre auch noch das 0:2 gefallen. Dann wurde aber doch noch alles anders, weil Erfurt bereits zu diesem Zeitpunkt gut mitspielte. Jens Möckel nutzte per Kopf eine gut getretene Ecke zum 1:1 (34.). "Möcki" hatte nach gutem Spiel gegen den FC Köln und Fortuna Köln den Vorzug vor André Laurito erhalten, zum Glück muss man wohl sagen.

Blitzstart nach dem Pausentee


Was auch immer der Trainer seinen Jungs in der Halbzeit für eine Geschichte erzählt hat, er sollte sie aufschreiben: Eine Flanke flog von Kammlott auf Aydin, und der "Größte" im Team machte ein Kopfballtor, da würd ich mich als Osnabrücker schon ein wenig schämen (46.).

Nur ACHT!!!!! Minuten später schon wieder Erfurt: Nach schönem Doppelpass Tyrala auf Judt und zurück zog der Kapitän ab und machte aus 17 Metern ins linke Eck die Partie klar. Torwart-Talent Marvin Schwäbe hatte keine Abwehrchance.

Und weil Erfurt seinen Zuschauern noch etwas Spannung bieten wollte, ließen sie Kandziora nach der zweiten Ecke in Folge zum 2:3 einköpfen (77.). Dem voraus gegangen war aber eine Fehlentscheidung vom Schiri, der eine Attacke auf Philipp Klewin nicht ahndete, der den Ball bereits sicher hatte, aber von einem Osnabrücker in seiner Homezone geremepelt wurde und der Schiri zum Eckpunkt für Osnabrück zeigte. Gleich danach musste Klewin die Führung zudem mit einem tollen Reflex verteidigen: Christian Groß zog aus fünf Metern ab (82.), Klewin war da, wo ein Torhüter in solch einem Fall hingehört.

Osnabrück musste nun öffnen, das nutzte Erfurt mit einem schönen ausgespielten Konter nach einem Ballverlust von Osnabrück: Kammlott stürmte davon, weil er aber bis dahin nicht seinen glücklichsten Tag hatte, passte er auf Aydin, der aber auch schon wieder attackiert wurde. Zurück auf Erfurts Schützen-Primus und der durfte dann doch noch sein Törchen machen und sorgte damit gleichzeitig für die endgültige Entscheidung (89.).

Es war das sechste Mal, dass die Gastgeber gegen die Niedersachsen im Heimspiel ohne Niederlage geblieben sind. Osnabrück darf gern wieder kommen.



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