RWE schlägt sich wacker gegen Braunschweig, am Ende steht eine knappe 2:3-Niederlage

  Erfurt: Steigerwaldstadion |

Trotz einer von Stammspielern ausgedünnten Mannschaft des FC Rot-Weiß (Möckel, Morabit, Drexler, Engelhardt), schlugen sich die Thüringer wacker gegen den Tabellenführer der 2. Liga.

Zunächst hatten die blau-gelben Angreifer aus Niedersachsen in der ersten Hälfte die Oberhand. Und so verwunderte es nicht, dass die Braunschweiger nach einer halben Stunde mit 1:0 in Führung gingen, Mirko Boland traf mit schönem Schuss (32.). Von ihren Stürmer-Stars, dem Ex-Erfurter Spieler Kumbela oder auch von Kruppke, war aber nicht allzuviel zu sehen. Einige der sogenannten 100-Prozenter vermasselte den Braunschweigern der hervorragend aufgelegte Andy Sponsel mit tollen Reflexen.

In Hälfte zwei zeigten die Erfurter ein anderes, kämpferisches Gesicht. Doch zunächst erhöhte nach dem Wechsel Benjamin Kessel (51.) auf 2:0 für die Niedersachsen, bevor das Personal-Karussell sich zu drehen begann. Erfurts Eigengewächs Jonas Nietfeld machte dabei die beste Figur, nicht nur weil er ein schönes Kopfballtor zum zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich beisteuerte (79.). Joan Oumari hatte nur sieben Minuten vorher zum Anschlusstreffer, ebenfalls per Kopf, eingenickt. Sondern weil Erfurt ohne Engelhardt, Drexler und Morabit auf Augenhöhe spielte.

Und es gibt ihn doch, mag sich da mancher der 1100 Zuschauer gesagt haben: Mario Fillinger kam zu seinem ersten Einsatz nach langer Verletzung. Mit der gut getimten Vorlage zum 2:2 bewies er zudem, dass er Fußball spielen kann. Damit entschärft sich die Personalsituation des FC Rot-Weiß weiter. Immerhin schaffte es der Verein einige Verträge in der Winterpause zu lösen und damit Platz für ein oder zwei Neuzugänge zu schaffen.

Braunschweigs Oliver Petersch (84.) erhöhte sechs Minuten vor Schluss noch, allerdings hatte da Trainer Alois Schwartz Minuten vorher drei Mann gleichzeitig ausgewechselt und die Zuordnung im Mittelfeld und in der Abwehr sich bei den Rot-Weißen noch nicht wieder gefunden.

Das Spiel macht Hoffnung auf eine bessere Rückrunde.

Ab Donnerstag sind die Rot-Weißen im Trainingslager in Weißensee. In einem Testspiel trifft man dort am Freitag auf Zwickau, los geht es 18 Uhr. Weitere Testspieler sind an Bord, wie der Finne Pekka Silhova, der gegen Braunschweig eine sehr gute Figur machte.

Am auffälligsten über die Zeit gesehen war allerdings Aykut Ötztürk, der eines seiner besten Spiele in rot-weißen Farben machte. Er bewies dabei, dass er ständiger Antreiber, Wirbelwind und Retter in einem sein kann. Das wünscht man sich von ihm auch für die Liga. Allerdings so schient es, muss er dafür von Beginn an auf den Platz, nicht erst wie bisher oft wenige Minuten Schluss.

Tore: 1:0 Mirko Boland (32.) 2:0 Benjamin Kessel (51.) 2:1 Joan Oumari (72.) 2:2 Jonas Nietfeld (79.) 3:2 Oliver Petersch (84.)

Rot-Weiß Erfurt: Sponsel - Ofosu-Ayeh (82. Rauw), Kopilas, Oumari, Czichos (82. Morosow) - Möhwald (59. Silhova), Pfingsten-Reddig (82. Kind), Baumgarten (79. Robrecht), Ströhl (63. Fillinger) - Tunjic (63. Nietfeld), Öztürk.

Eintracht Braunschweig (1. Halbzeit) : Davari - Reichel, Bicakcic, Correia, Bohl - G. Korte, Boland, Zhang, Erwig-Drüppel - Kruppke, Kumbela
Eintracht Braunschweig (2. Halbzeit): Petkovic - Theuerkauf, Turan, Henn, Kessel - Petersch, Pfitzner, Vrancic, R. Korte - Merkel, Ademi
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