RWE-Talk: Erfurt muss gegen Chemnitz ran

Erfurts Bester wird vorraussichtlich wegen Knieproblemen ausfallen. Foto: Heyder
Erfurt: Steigerwaldstadion | Arand: Jetzt geht die große Rechnerei los. Vier Punkte auf Platz drei und zwei Punkte auf Platz vier sind es. Ich packe meinen Solartaschenrechner aber noch nicht aus! Du etwa, Axel? Der Heimsieg war ja ganz nett – ist aber nichts wert, wenn in Chemnitz nicht gewonnen wird.

Heyder: Die Punkte alleine sagen gar nichts aus, es sind zu viele Teams zwischen RWE und Platz vier. Die müssten ja alle patzen, damit Erfurt sich diesen Platz noch erobern kann. Zwei Punkte hin oder her. Selbst in der Hand haben sie das nicht. Das Problem ist außerdem, dass die alle noch auf den Relegationsplatz hoffen – und werden sich mächtig ins Zeug legen. Man könnte jetzt von den Play-offs reden.

Arand: Und Chemnitz, was soll ich Dir zum starken Aufsteiger berichten?

Heyder: Den Aufsteiger aus der Regionalliga hatte niemand auf dem Zettel.

Arand: Erstmal vorweg. Gerd Schädlich schätze ich sehr als Trainer. Was der die letzten 20 Jahre geleistet hat. Aufgestiegen mit Zwickau, dann mit Aue in die zweite Liga. Jetzt klopfte er lange mit dem CFC am Tor zur Liga zwei. Übrigens: Er war immer nur in Sachsen tätig – und erfolgreich.

Heyder: Starker Typ! Einer, der aus Stroh Gold spinnen kann – auch wenns gerade mal kriselt.

Arand: Wobei, ganz weg vom Fenster sind sie ja noch nicht. Zwei Punkte haben sie nur Rückstand auf Platz drei. Da wollen sie noch hin! Und mit Fabian Stenzel, der letzte Woche zur „Spionage“ in Erfurt auf der Tribüne saß – und mit Matthias Peßolat sehen wir zwei alte Bekannte wieder. Aufzupassen gilt es besonders auf die starke Offensive. Winterneuzugang Anton Fink traf in fünfzehn Partien zehnmal. Garbuschewski ist gefährlich bei Standards.

Heyder: Leider ein Manko in Erfurt. Die Standards verpuffen bereits die gesamte Saison.

Arand: In den letzten vier Partien hatte Chemnitz einen Durchhänger. Ganze zwei Punkte holten die „Himmelblauen“. Mal sehen, ob Rot-Weiß am Samstag den CFC nicht ärgern kann.

Heyder: Für mich gibts nur zwei Möglichkeiten: Entweder Erfurt versinkt mal wieder gnadenlos und wird abgeballert. Man könnte ja gerade mal was erreichen. Oder: Sie erwischen einen Super-Tag gegen einen sehr starken Gegner (das liegt ihnen ja eigentlich) und sie gewinnen in Chemnitz deutlich.

Arand: Personell muss Trainer Stefan Emmerling die Abwehr umbauen. Verzichten muss RWE in Chemnitz auf Phil Ofosu-Ayeh (Sperre), Sebastian Hauck (Virusinfekt) und Smail Morabit (Knieprobleme). Rauw wird wohl die rechte Verteidigerposition übernehmen und neben Bertram wird Oumari in die Innenverteidigung rücken, wenn er nach seiner Suspendierung wieder ran darf....

Heyder: Emmerling sollte wieder etwas Kreatives probieren, so wie gegen Heidenheim. Wirklich verlieren kann Rot-Weiß nichts mehr. Und wenn sie nicht schnell in Rückstand geraten, ist alles möglich. Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen.

Arand: Es ist angerichtet! Das wird ein tolles und äußerst spannendes Match. Über 1000 RWE-Fans werden die Fahrt ins Sächsische auf sich nehmen. Die Rot-Weiße Invasion kann beginnen. Ich bin mal wieder übermütig beim Ergebnis. Da gehe ich in die Vollen: 1:3-Auswärtssieg. Danach wird gesungen getreu der Münchner Freiheit: „Solang man Träume noch leben kann“ :-)

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