Schnapsidee mit stürmischer Wirkung

Nach der erfolgreichen Eishockeysaison geht es jetzt für die Mannschaft „Hurricane V2“ auf die Inlineskater zum Hockeyspielen.
Es klingt verrückt: Da sitzen ein paar Männer beim Bier zusammen und haben eine Idee: Wie wäre es, zwei Mannschaften zu bilden und sich ein Eishockeymatch zu liefern? Mit einem Boxkampf unter Freunden hatte es zuvor auch schon funktioniert.

Eine Schnapsidee? Jan Hähnlein schart die Jungs um sich, die meisten sind Anfang 40. Zuerst wird Eislaufen geübt. Fast alle standen sie noch nie auf Kufen, haben vom Eishockey nicht die geringste Ahnung. Trotzdem wollen sie ein bisschen Wind machen, nennen sich „Hurricane V2“. Das Spiel selbst wird ein riesiger Spaß.

 Zwar unterliegen die Stürmischen, doch sie haben Blut geleckt. Oder besser gesagt Eis... „Wir machen weiter“, so die einhellige Meinung. Inzwischen sind sie gut 20 Eishockeybegeiserte, fünf der Spieler haben schon länger Erfahrung. „Wir stehen gar nicht schlecht da, können zumindest schon ganz gezielt vor und zurück fahren. Naja, bei uns dauert der Lernprozess halt länger“, scherzt Jan Hähnlein. Er untertreibt. Als zweite Mannschaft des SC Medizin hat „Hurricane V2“ im vergangenen Jahr den Spielbetrieb aufgenommen – und das Eis im Sturm erobert: Die Neulinge holen sich den Thüringenpokal.  

 Eigentlich können sie es noch immer kaum ­glauben. Tolle Sponsoren, ein Wahnsinns-Zusammenhalt und vor allem unglaublichen Spaß an der Sache nennen sie ihr Erfolgsrezept. „Wir freuen uns, wenn uns die Spielzüge gelingen, es ein bisschen aussieht wie bei den Profis“, nehmen sie sich selbst nicht so ernst. Anfang Mai starten die Hurricanes in die Inlinehockeysaison. Dort weht ein anderer Wind: Die Gangart könnte härter werden, die blauen Flecke mehr, ahnen sie. Mal sehen, wie sie sich im Medizin-Pokal schlagen. Liegt die nächste Überraschung vielleicht schon in der Luft...?
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