Sensation perfekt - DHB-Pokal geht an den Thüringer HC

Der Thüringer HC besiegte im Finale um den DHB-Pokal den Buxtehuder SV. Mit 27:25 (14:13) holten sich die Thüringerinnen den zweiten Titel der Saison. Beste Werferinnen wurden mit je sechs Treffern Nadja Nadgornaja, Isabell Klein und Friederike Lütz (beide BSV). Die Auszeichnung für die beste Torhüterin des Turniers ging an Maike März, erfolgreichste Werferin in beiden Spielen wurde mit 12 Treffern Nadja Nadgornaja. Unter dem Beifall der vielen mitgereisten THC-Fans konnte sich Stephanie Subke über die Ehrung als beste Spielerin des Turniers freuen.

Die THC-Damen begannen mit einem Paukenschlag. "Wir müssen uns von Beginn an ein gutes Startpolster erarbeiten", hatte Herbert Müller seinen Schützlingen mit auf den Weg gegeben. Und die zeigten, dass sie ihn verstanden hatten. Für das 3:0 nach drei Spielminuten hatten Idalina Borges-Mesquita, Geburtstagskind Danick Snelder und Nadja Nadgornaja gesorgt. Josephine Techert überwand Maike März, aber als dann Nora Reiche auf 4:1 aus THC-Sicht erhöhte, zückte Dirk Leun die grüne Karte. Es bestand dringender Gesprächsbedarf um den Favoriten nicht weiter enteilen zu lassen.

Es blieb anschließend bei einem kleinen Vorsprung des Thüringer HC, der meist drei oder vier Tore betrug. Steffi Subke, die heute ihr letztes Spiel im Vereinstrikot bestritt, kam diesmal schon in der 18.Minute. Heute nicht als "Feuerwehrfrau", denn vor ihrem ersten Treffer lag der THC schon 11:8 in Führung. Der durch sie gewachsene Druck auf die BSV-Abwehr tat dem THC-Angriffsspiel gut. Aber der BSV legte nach. Vor allem einer super aufgelegten Friedrike Lütz auf der rechten Seite war es dann zu verdanken, dass der BSV immer selbstbewusster wurde und 60 Sekunden vor dem Pausenpfiff den 13:13-Ausgleich schaffte. Mit einem ihrer knallharten Würfe aus der zweiten Reihe brachte dann Nadja Nadgornaja ihr Team wieder nach vorn und sorgte für den 14:13 Pausenstand aus Sicht des THC. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten auch beide Trainer schon ihr Kontingent an "Gelb" ausgeschöpft. Herbert Müller, wie immer mit überdeutlicher Körpersprache, kassierte seine Verwarnung bereits in der 12.Minute, Dirk Leun zog zwei Minuten vor der Pause nach.

Die ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte zeigten sich beide Teams ausgeglichen. Ein kurzer Zwischenspurt des THC (17:14 - 35.) wurde durch zwei Treffer von Friedrike Lütz wieder fast ausgeglichen. (18:17 - 38.) Aber nur fast - zweimal gelang dem BSV noch der Anschlusstreffer, zuletzt beim 21:20 in der 47.Min. In die letzten zehn Minuten der Partie starteten die Thüringerinnen mit einer 25:21-Führung und es schien, als könnten hier die größeren Kraftreserven und Routine des Müller-Teams eine Vorentscheidung herbeiführen. Doch der BSV zeigte wie schon im Meisterschaftsfinale seine Kämpferqualitäten und ließ sich auch von einem super Dreher von Linksaußen Idalina Borges-Mesquita nicht beeindrucken. (27:23 - 55.) Eine Minute später ließ Katrin Engel die Chance zum 28:23 beim Strafwurf gegen die stark haltende Debbie Klijn aus. Die Niederländerin im BSV-Tor war auch zwei Minuten später goldrichtig, als Nadja Nadgornaja vom "Punkt" den Sack endgültig zumachen wollte. In den letzten fünf Minuten gelang beiden Teams kein Treffer mehr. 30 Sekunden vor Schluss dann die THC-Auszeit, in der der Trainer sicher nur die Ruhe beschwor um hier nichts mehr anbrennen zu lassen.

Nach dem Schlusspfiff brach ein unbeschreiblicher Jubel los - die THC-Damen waren am Ziel ihrer Wünsche und die sympathischen Norddeutschen am sprichwörtlichen Boden. Es sollte nicht sein. Die nach dem Herzschlag-Meisterschaftsfinale schon als "Meister der Herzen" bezeichneten Buxtehuderinnen mussten schweren Herzens anerkennen, dass der THC heute einfach besser war. Auch wenn einige Spielerinnen meinten, der BSV hätte nach den Leistungen auch einen Pokal verdient. Kompliment an diese tolle Mannschaft, für drei Handballspiele vom "Feinsten". Dank für die Fairness und viel Erfolg bei der Qualifikation für die Champions League.


Statistik:
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Buxtehuder SV: Jana Krause, Debbie Klijn; Isabell Klein (6/4), Janne Wode, Lone Fischer, Randy Bülau (2), Friederike Lütz (6), Susanne Petersen, Diane Lamein (2), Jana Stapelfeldt (1), Maxi Hayn, Jessica Oldenburg (1), Josephine Techert (4), Stefanie Melbeck (3).

Thüringer HC: Maike März, Petra Blazek; Nadja Nadgornaja (6/1), Stephanie Subke (3), Nora Reiche (3), Danick Snelder (4), Franziska Garcia-Almendaris, Katrin Engel (3/1), Idalina Borges Mesquita (4), Petra Popluharova, Kerstin Wohlbold (4), Shenia Minevskaja, Ulrike Jahn.

Siebenmeter: 11/7 - 5/2.

Zeitstrafen: 1 - 2

Schiedsrichter: Holger Fleisch/Jürgen Rieber.

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Weitere Informationen unter:
http://thueringer-hc.de
und
http://www.twitter.com/ThueringerHC
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