Stimmen zu Ulli Wegner: 40 Jahre Trainer, einer der besten der Welt

40 Jahre „Box-Magier“ Ulli Wegner – das ist das Besondere an ihm!


Das Jahr 2011 ist für Ulli Wegner ein ganz außergewöhnliches. Denn der 69-Jährige, der bei den Berufsboxern Sven Ottke, Markus Beyer, Arthur Abraham, Cecilia Braekhus und Marco Huck zu WM-Titeln führte, ist seit 40 Jahren als Box-Coach aktiv. Am ersten Montag im September 1971 fing alles an, in Gera wurde Wegner offiziell als Trainer vorgestellt. Inzwischen sind die Ansprachen des „Box-Magiers“ an seine Schützlinge in den Rundenpausen längst legendär. In der nächsten Woche darf sich das Erfurter Publikum auf den Erfolgscoach freuen. Denn am 27. August wird sich Robert Helenius im Ring der Messehalle präsentieren. Der von Ulli Wegner trainierte Schwergewichtler trifft im Kampf um die WBA- und WBO-Intercontinental Meisterschaft auf Siarhei Liakhovich. Kurz vor seinem 40-jährigen „Jubiläum“ haben wir renommierte Boxsportjournalisten gefragt, was das Besondere an Ulli Wegner ist.

Helmut Wengel (Thüringer Allgemeine):

„So sehr sich Ulli Wegner mit Haut und Haaren dem Boxen verschrieben hat, der graue Panther mit dem Löwenherzen denkt weit über den Tellerrand seiner Lieblingsdisziplin hinaus. Sein Sachverstand von anderen Sportarten ist verblüffend, beim Fernseh-Frühschoppen von ‚Sport1’ könnte er als ‚Professor Ball’ problemlos Udo Lattek ersetzen. Das Größte an ihm jedoch ist, dass er seine Geburtsurkunde nie verloren hat. Wo Ulli auch auftaucht, selbst im größten Kampfgetümmel und Presserummel, vergisst er seine alten Freunde und Weggefährten aus antiken Amateurzeiten nicht, ob nun Wismut-Kumpel oder Blumenstädter Sparringspartner.“

Matthias Brzezinski (Berliner Morgenpost):

„Vom ersten Tag an, als ich ihn kennengelernt habe, konnte Ulli Wegner frei zugeben, etwas nicht zu können. Das schafft nicht jeder. Schon gar nicht, wenn er eine vergleichbare Popularität erreicht hat. Als Trainer hat er für meine Begriffe drei ganz starke Seiten. Er lernt von Kollegen aus anderen Sportarten. Er gibt seinen Jungs selbst nach härtester Kritik immer ein Stück Selbstvertrauen zurück und er ist ganz unerwartet detailversessen. Sein Archiv ist unglaublich akribisch geführt. Last but not least: seine Sprüche in den Rundenpausen sind Kult.“

Karin Bühler (Berliner Zeitung):

„Ulli Wegner hat das Boxen nie nur als Schulung des Körperlichen, den Aufbau von Muskeln, Kondition, Bewegungsabläufen und Reflexen betrachtet, sondern immer auch als Benimmlehre - als eine Art schweißtreibende Sozialisation. Für seine Boxer ist er Respektsperson, manchmal auch Vaterfigur, Förderer und Forderer. Bei allem Engagement wirkt er selten verbittert oder verbissen, dafür sorgt sein rauer Charme. Manchmal ist Ulli Wegner, der in der Ringecke tobt und lobt, korrigiert und kritisiert das eigentliche Spektakel eines Boxabends.“

Peter Burkamp (Neue Westfälische):

„Wegner trägt sein Herz auf der Zunge und ist deshalb so unverwechselbar. Was er in den vergangenen Jahren aus Marco Huck gemacht hat, ist beeindruckend.“

Thomas Dierenga (BILD):

„Seine Art und Weise mit seinen Boxern umzugehen, ist manchmal schon speziell. Im Fall von Marco Huck oder auch Arthur Abraham hat er es aber genauso geschafft, zwei Boxer ohne große Amateurkarriere an die absolute Weltspitze zu führen. Gerade diese Erfolgsgeschichten machen Ulli Wegner zu einem einzigartigen und ganz besonderen Trainer. Seine Sprüche und seine markante Stimme haben ihm einen Kultstatus im deutschen Sport eingebracht. Ich hoffe, dass Ulli Wegner noch sehr lange im Profiboxen mitmischen wird. Mit Robert Helenius traue ich ihm auch noch einen Schwergewichts-Weltmeister in seiner Titelsammlung zu."

Lars Dobbertin (Sport Bild):

„Wer wissen will, was das Besondere an Ulli Wegner ist, sollte seine täglichen Ansprachen vor dem Training besuchen. Die Boxer sitzen aufgereiht auf einer Bank und Wegner steht vor ihnen. Der Trainer ist dann Psychologe und redet seinen nicht immer einfachen Schützlingen ins Gewissen. Vielmehr: Er kriecht förmlich in ihre Köpfe und ihre Psychen hinein. Das ist das Besondere an Wegner: Er ist ein großer Psychologe, er versteht seine Boxer, er weiß wie man sie kitzelt, motiviert und an der Ehre packt!“

Heiko Hinrichsen (Stuttgarter Zeitung):

„Wie so oft im Leben, ist es auch bei Ulli Wegner die Mischung, die es ausmacht. Im Training kann das ‚ostdeutsche’ Original ein knallharter Diktator sein, der seinen Boxern alles abverlangt. Während der Kämpfe erleben die Fernsehzuschauer dann oft den väterlichen Freund, der seinen Jungs in der Ringecke gut zuspricht. Was Ulli Wegner für die Journalisten interessant macht, ist der Umstand, dass er fast immer ehrlich seine Meinung sagt - auch, wenn es für seine Kämpfer nicht optimal gelaufen ist. Und das ist im harten Boxbusiness nicht der Regelfall.“

Uwe Jakob (B.Z.):

„An Ulli Wegner ist alles besonders. Er ist ein echtes Unikum. Und für einen Journalisten ist er ein Geschenk Gottes. Ulli kann unendlich viele Geschichten erzählen. Mein Traum ist es, seine Biographie zu schreiben. Ulli ist immer ehrlich und er hat immer eine Meinung. Fachlich kann ihm keiner das Wasser reichen. Ulli Wegner ist der beste Box-Trainer der Welt und eine der beeindruckendsten Persönlichkeiten, die mir in meinem journalistischen Leben begegnet sind.“

Jan Janssen (TZ):

„Das Besondere an Ulli Wegner ist, dass er trotz seiner riesigen Erfolge überhaupt keine Star-Allüren hat und einfach ein netter, freundlicher Mensch geblieben ist. Ich habe selbst ein paar Mal mit ihm trainiert: er ist hart, er ist streng, aber danach kann man auch wieder mit ihm lachen – zum Beispiel wenn wir beide über sein eigentliches Lieblingsthema, den Fußball, diskutiert haben. Auch da ist er nämlich ein echter Fachmann.“

Björn Jensen (Hamburger Abendblatt):

„Was mich an Herrn Wegner immer wieder beeindruckt, ist die entwaffnende Ehrlichkeit, mit der er seine Sportler konfrontiert. Sicherlich ist es für diese nicht immer leicht, vor den Augen der Öffentlichkeit vom Trainer angezählt zu werden. Aber da es ohne Rücksicht auf Namen und Erfolge passiert, spricht es für die Stärke und die Autorität des Trainers. Und dass es für viele Fans mittlerweile allein schon deshalb Pflicht ist, Sauerland-Kampfabende zu schauen, um die neuesten Sprüche des Trainers zu hören, darf sich Herr Wegner durchaus als Verdienst anrechnen.“

Bertram Job (Freier Journalist):

„Ulli Wegner kann nie genug kriegen von der ‚Sweet Science’ - und wer aus einem serbischen Haublock einen anerkannten Cruisergewichts-Champion schnitzt, muss irgendwas von seinem Handwerk verstehen. Er gehört für mich zu der bedrohten Spezies von Boxlehrern, die ihr ganzes Herz und ihren Ehrgeiz - wenn auch manchmal mit ein bisschen viel Ego - in ihren Beruf einbringen. Er ist nicht besonders gut im Verlieren, glaube ich, und kann diesen gewissen Funken, den ein Profiboxer im Ring braucht, sehr gut auf die meisten seiner ‚Jungs’ übertragen. Nur sollte er schwierige Fälle auch abgeben können, wenn es nicht mehr passt... Ich wünsche ihm vor allem noch einen Titel im Schwergewicht - am besten mit Helenius!“

Matthias Kerber (Die Abendzeitung):

„Ulli Wegner ist schlicht ein Original. Seine größte Kunst ist die Motivation seiner Boxer. Wenn man sieht, wie Wegner sich die härtesten Hunde - von Marco Huck bis Arthur Abraham - in den Ringpausen zur Brust nimmt, dann ist da ein Psychologe am Werk, der tiefer in die Seelen seiner Schützlinge blickt als es ein studierter Psychologe je könnte. Wenn er ihnen Worte an den Schädel wirft, die in anderen Fällen auf der Straße sofort zu einem Kampf führen würden, dann weiß er dabei genau, was er tut. Er reizt bis aufs Blut oder aber er streichelt die waidwunde Seele - je nach Situation und Fighter. Wegner ist da ein Motivations-Chamäleon. Was bei anderen vielleicht altmodisch, peinlich, aufgesetzt oder klischeehaft rüberkommen würde, das ist bei Wegner einfach die Sprache des Herzens. Und die ist nie aus der Mode…“

Arne Leyenberg (Frankfurter Allgemeine Zeitung):

„Wer glaubt, etwas vom Boxen zu verstehen, sollte sich einmal mit Ulli Wegner einen Kampf anschauen. Dann weiß man wieder, dass man nichts weiß. Ulli Wegner sieht kampfentscheidende Schläge, die man selbst noch nicht einmal registriert. Für ihn ist der Boxsport eine Wissenschaft, der Boxring der Ort der Wahrheit, der Stärken und Schwächen gnadenlos aufdeckt. Seine Leidenschaft für diesen Sport, der auch für ihn so viel mehr ist als das, ist unerschöpflich. Ulli Wegner steht für das Boxen, was weit über das Zuschlagen hinausgeht. Für das Boxen mit Verstand, mit Herz, mit Leidenschaft, mit System, mit Akribie, mit Cleverness, mit Stolz - für das Boxen mit höchsten Ansprüchen.“

Andreas Lorenz (Berliner Kurier):

„Das Besondere an Ulli Wegner ist, dass er knallhartes Training und schonungslose Ansagen in der Ringecke mit grenzenloser Menschlichkeit sowie Sorge um seine Boxer verbindet. Ich kenne keinen anderen Trainer im Profisport, der sich so viele Gedanken um jeden einzelnen seiner Athleten macht - während und auch nach der Karriere des jeweiligen Boxers.“

Jörg Lubrich (BILD):

„Ein Wort trifft es vielleicht am besten: Ulli Wegner ist ein ‚Original’. Fachlich einer der besten Box-Trainer der Welt. Hart, aber fair und vor allen Dingen menschlich. Ohne Wegner läuft nichts. Er ist die PR-Lokomotive des Sauerland-Stalls, immer unter Volldampf.“

Hans Reski (BoxSport):

„Ulli Wegner ist Diktator und Entertainer in einer Person. Seine Härte, seine Strenge entschärft er mit seinem hintergründigen Humor. Seine Boxer wissen, dass er ein großes Herz hat und sie nie im Stich lassen würde. Deswegen ist er so beliebt und erfolgreich zugleich.“

Susanne Rohlfing (Kölner Stadt-Anzeiger):

„Ulli Wegner – da fallen einem als erstes seine kratzige Stimme und sein fröhliches Wesen ein. Er ist eigentlich immer gut gelaunt, es sei denn, einer seiner Boxer kann im Kampf nicht umsetzen, was der Trainer sich von ihm wünscht. Dann redet Ulli Wegner mit Engelszungen auf seinen Schützling ein wie ein gutmütiger Großvater auf seinen Enkel. Erst wenn das nicht hilft, wird er ärgerlich und schlägt einen härteren Tonfall an. Seine Aktionen in der Ecke sind manchmal ebenso unterhaltsam wie der eigentliche Kampf. Und immer merkt man Ulli Wegner dabei an, wie sehr er an seinen Boxern und dem Sport hängt. „

Michael Rosentritt (Der Tagesspiegel):

"Inzwischen ist es wohl so: der Star ist der Trainer. Das ist umso bemerkenswerter, als dass es noch nie die Absicht Ulli Wegners war, genau da hinzukommen. Mir ist in der Branche selten jemand untergekommen, der so uneitel und unverstellt aufgetreten ist. Wegner zählt zweifelsfrei zu den großen deutschen Trainern. Dabei sind es eben nicht nur seine Erfolge bei den Amateuren und bei den Profis, sondern es ist diese unverwechselbare Mischung aus Fachlichkeit und Empathie. Ich habe ihn kennen und schätzen gelernt als einen, der es sowohl mit harter als auch mit leichter Hand zu operieren versteht. Das deutsche Boxen hat ihm einiges zu verdanken, nicht zuletzt seine unterhaltsamen Monologe in den Ringpausen. Für mich ist Wegner ein vorzüglicher Trainer, einer mit Geist und Gewissen."

Jürgen Schmieder (Süddeutsche Zeitung):

„Ulli Wegner ist nicht nur ein Boxtrainer mit herausragender Fachkenntnis, sondern vor allem ein großartiger Psychologe. Es gelingt ihm, schwierige Charaktere zu erreichen und dafür zu sorgen, dass sie ihm zuhören, seinen exakten Analysen vertrauen und seinen akribisch ausgearbeiteten Plänen folgen - und nicht zuletzt, dass sie in der oft unübersichtlichen Welt des Boxens bodenständig bleiben und einen klaren Kopf bewahren. Dabei bleibt Ulli Wegner stets authentisch und scheut sich nicht, unbequeme Wahrheiten auszusprechen. Deshalb ist er als Trainer nicht nur erfolgreich, sondern jemand, der gerade bei Misserfolg seine Klasse zu zeigen weiß. Nur einmal habe ich Ulli Wegner bei einer Lüge ertappt: In einem Gespräch behauptete er, auch aus mir einen passablen Boxer machen zu können.“

Irmgard Stoffels (Express):

„Das Besondere an Ulli Wegner ist:
… dass er als Champions-Champions-Champions-Trainer nie Star-Allüren an den Tag gelegt hat
… dass seine Ansprachen in den Ringpausen oft das Interessanteste an einem Boxkampf sind
… dass er auch für diejenigen, die sein Chef zur ‚Achse des Bösen’ zählt, immer ansprechbar ist - und sagt, was Sache ist
… dass er als Berliner immer noch mit dem 1. FC Köln leidet (das sagt er uns Kölnern zumindest - und ihm glaubt man einfach alles)
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