Tanzsport: Zur Jahresmitgliederversammlung des TTSV am 21. April in Erfurt

Wann? 21.04.2012

Wo? Airport-Hotel, Erfurt DE
Unter diesem schwungvollen Banner warb der Thüringische Tanzsportverband für sich u.a. bei der Gebietsmeisterschaft Ost am 24. März 2012 in Gera.
Erfurt: Airport-Hotel | Burgfrieden oder Palastrevolution im Thüringischen Tanzsportverband?
Warum Öffentlichkeit in Thüringen scheinbar wie Mephisto wirkt... /
+++ aktualisiert: 2012-04-23: Verband macht mit verkleinertem Präsidium weiter +++

Zum Teufel mit offener und wahrhaftiger Öffentlichkeitsarbeit wünscht sich das TTSV-Präsidium derzeit die fachjournalistische Beobachtung seiner Tätigkeit und seines Umgangs mit Mitgliedern des Thüringischen Tanzsportverbands. Dennoch: Sie stehen fest - die Termine der (laut Grunddokumenten) eigentlich alljährlich verordneten Jugend- und Jahresmitgliederversammlung - am 21. April 2012 vormittags beginnend in Erfurt.
Nach zwiespältigen Diskussionen im Vorfeld; noch gewachsener Vertrauenskrise mit mindestens einem weiteren Ausscheiden aus dem TTSV-Präsidium; Mobbing-Vorwürfen und angesichts der über Ostern versandten, dagegen allzu lückenhaft erscheinenden Tagesordnung steht nun ein Showdown im Richtungskampf an. Auch wenn darin zuletzt Vereine und deren Sportpaare (vor allem aus dem Bereich Turniertanzen) eine Art vornehme Zurückhaltung übten, weil sie sich wohl bei Widerspruch in Gefahr gegenüber Selbstschutzparagraphen der TTSV-Satzung wegen eventuell als rufschädigend auszulegendem Verhalten fürchten und per Rundmail des Vizepräsidenten Dr. jur. Holger Schilling (am Abend des 1.4.2012) über Falschbehauptungen praktisch einen Maulkorb gegenüber Berichterstattern verpasst bekamen (Zitat: "Wenn Fragen sind, wendet Euch bitte ausschließlich an uns bzw. an mich."). Es wird zur klaren Aussprache und damit zur Rückkehr an die Sacharbeit aller Regionen miteinander kommen müssen.
Innere Probleme macht einem Verband nicht ein Medium, sondern der TTSV zuerst sich selbst. Dem folgt dann für den Fall die an die Öffentlichkeit durchbrechende Feststellung von Tatsachen und Diskussionen.

Rechtsanwalt Dr. jur. Holger Schilling (Erfurt) glaubt offenbar an ein Komplott, wenn er an die von ihm nicht mehr zu überraschenden Standard-Kaderpaaren zur schriftlich vorgelegten Demission des Landestrainers Standard Sven Traut nachträglich streute: "Sofern Ihr von Personen andere Informationen erhaltet oder im Internet anderweitige Dinge lest, ist vorsorglich klarzustellen, dass diese Informationen vollständig falsch sind. Insbesondere gibt es keinerlei Spannungen zwischen Sven Traut und dem Thüringischen Tanzsportverband..." Vorsorglicher Generalverdacht?!
Man mag rechtlich haarspaltend zu argumentieren oder zu verwirren versuchen, was eine fristgemäße Kündigung, eine fristgerechte oder eine fristlose ist. Fakt bleibt: Da wurde eine Kündigung eingereicht und begründet und das nicht wegen Überlastung des Kadertrainers. Traut erklärte Umstände für das Auslaufen seiner vertraglichen Verpflichtungen nach seiner Kündigung vor Zeugen (0:1).
Die Überraschung der Präsidiumsmitglieder am Rande eines Kadertrainings über die bereits bestehende Öffentlichkeit zu diesem Thema verblüffte. Hätte aber Dr. jur. Schilling die Kündigung nicht nur eher im Präsidium weitergeben brauchen, um diese Wirkung zu vermeiden?! (Oder meinte er, das möglichst lange unter dem Mantel des Verschweigens halten zu können?)
Man stellt fest: Im "Tanzspiegel" veröffentlichte der TTSV selbst auf seinen Seiten u.a. die Tagesordung zur Mitgliederversammlung am 21. April im Erfurter Airport-Hotel. Da steht bereits die Nachwahl eines TTSV-Sportwarts auf der Liste. Folglich ist diese Personalfrage nicht erfunden. Sie war obendrein im Turnierumfeld und in der Trainingsorganisation erkennbar. (0:2)
Inzwischen haben sich die verleugneten Personalnöte im Präsidium noch weiter vergrößert, da die TTSV-Lehrwartin im Frühjahr 2012 ebenfalls von ihrer Mitarbeit zurücktrat. (0:3)
Nach wie vor gibt es seit über einem halben Jahr keinen TTSV-Jugendwart mehr. Das führte inzwischen u.a. zu Verwirrungen in der Einladungsweise gegenüber dem im Jugendrat verbliebenen Beisitzer vor der Jugendversammlung. (0:4)
Ein weiteres Präsidiumsmitglied wurde aus dem Verteiler der zweifelhaften Email offenbar herausgehalten. Auch das deutet auf Verständigungsprobleme und ein gestörtes Klima. (0:5).

Aus dem Präsidium des TTSV wurden zwischenzeitlich falsche Informationen über die Höhe von Mietkosten für Kadertrainingstermine beim Förderverein Tanzen Gera e.V. zu dessen Nachteil im Ansehen verbreitet. Der dazu angefragte Präsident Bernhard Köhler (Büßleben) tat verwundert. Sorgte er für Aufklärung oder Entschuldigung? (0:6)
Der TTSV verweigerte seit Dezember 2011 mehrfach Antwort auf Recherche-Anfragen zur jüngsten, sprich: aktuellen Auflage einer Jugendordnung. Was ist bei einem gemeinnützigen Verein (!) daran so geheimnisvoll? Oder wären mit der Auflage von 2008 weitere Versäumnisse des TTSV zu belegen? (0:7) ...

Die führenden Vorstände des derzeitigen TTSV-Präsidiums greifen in ihren bereits schriftlich verbreitenden Rechenschaftsberichten zum 21.4. vor allem Ostthüringer im Bereich Turniertanzen an. In der Würdigung von Leistungskadern vergaßen sie dafür z.B. (zufällig?) gleichrangige Sportler (Top-Ten Deutscher Meisterschaften usw.) zu erwähnen. Das wird bis Samstag bestimmt noch aufgearbeitet sein.
Im Bereich Jazz- und Modern Dance trat 2011 auch ein Geraer desillusioniert wegen zu geringer Akzeptanz des JMD auf Bundes- und Landesebene aus dem Kreis der TTSV-Verbandsbeauftragten zurück. In diesem Umfeld berichtet der Präsident nachlässig über die Auflösung der new line dance company, die bereits seit April 2012 keine Trainingszeiten mehr beim Förderverein Tanzen gebucht hat und ihre letzten Geraer Mitglieder an einen anderen Verein abgab. (0:8)
Und wiederkehrend: "Geraer Journalistenkreise" hätten die Leistungen erfolgreich Thüringen vertretender Leistungssportler in Berichten geschmälert. Das aber kann man der TTSV-Schriftführerin Iris Langenberg (Gera) als der Ersatzfrau in gelegentlichen Öffentlichkeitsarbeiten kaum unterstellen; eher Parteilichkeit. Der Autor selbst kann sich jedoch an eine eigene Reihe gelobter Paarporträts u.a. im "Allgemeinen Anzeiger Gera/ Schmölln" zu starken Meisterschaftsauftritten von Becker /Dinger; Bernstein /Heilmann oder Baierl /Trede erinnern. Die wie noch einige weitere Kaderpaare erlangten außerdem über diese Wege u.a. ein gutes Maß an zusätzlicher Öffentlichkeitswirkung; z.B. für und mit Showauftritten vor Unternehmern der mittelständischen Wirtschaft und in weiteren größeren Regieveranstaltungen.

Im unmittelbaren April-Vorfeld der anstehenden Jahresmitgliederversammlung artikulierten namhafte Vertreter des Thüringer Turniertanzens Vorwürfe an das Präsidium: Defizite in der Amtsführung, Machtmissbrauch, Mobbing, Untätigkeit, Nichtbeachtung von Zielen der Satzung, miserable Jugendarbeit, desolate Pressearbeit, fehlende Ergebnisdienste auf der zwischenzeitlich abgeschalteten bzw. ausgedünnten Homepage, Behinderung der Tätigkeit des vormaligen Webmasters, Intransparenz der Präsidiumsarbeit, unzureichende Unterstützung für Landestrainer, persönliche Animositäten in Umgangsformen, Mangel an Präsenz sowie an Koordination und Unterstützung der verschiedenen Abteilungen weiterer Tanzsportdisziplinen und des Freizeitbereiches im Verband, unprofessionelles Auftreten wie etwa zur Vorbereitung des 20-jährigen Jubiläums des TTSV usw.
In der Summe liest sich das massiv und lässt auf ernsthaft zu erwartende Dispute schließen. Ob die Vertreter aller Sparten diese vielen Taktikspiele überhaupt leiden und diskutieren mögen? Nur, woher erhalten sie derzeit sonst ein Podium oder Forum?
Eher müsste man noch fragen, ob das aktuelle Verhalten von Präsident Bernhard Köhler und seines Vizes mit Aussage- und Informationsverweigerungen (Zitat: "...ich möchte Sie freundlich darauf hinweisen, dass ich Ihre Anfrage, die leider nicht meinen vollständigen akademischen Titel beinhaltet, zu meinem Bedauern derzeit nicht beantworten kann." (2.4.2012 / Email von Dr.iur.Holger Schilling)... oder gar rufschädigenden Lügen gegenüber Pressearbeit nicht eher dem Verband in der Öffentlichkeit zum Nachteil ist und auch entsprechend dieser Paragraphen streng behandelt sein müsste...

Bleibt also offen und spannend, wer künftig im Präsidium dieses Thüringischen Tanzsportverbandes (TTSV) vertreten sein wird und welche Korrekturen am Kurs vorgenommen werden.

PS:
Wenn ein studierter Jurist, schon 'mal den Ausdruck "andersweitig" rügt, schaue man doch einmal genauer auf sein Dokument vom 1. April '12: "Sven begründete seine Entscheidung maßgeblich damit, dass er insgesamt so stark anderweitig eingespannt ist, dass er für sich abstriche machen muss, was dazu führte, dass der den Posten des Landestrainers abgibt." (Zitatende) Nach gutem Deutsch beurteilt: klassischer Schachtelsatz, zweimal "dass" in einem Satz, Abstriche klein geschrieben...)
Mit zeilenlangen Belehrungen über die Verwendung eines Doktor-Titels versuchte Rechtsanwalt Dr. jur. Holger Schilling offenkundig eher Drohpotential gegenüber Journalismus aufzubauen oder gar von nötiger Sacharbeit abzulenken. Man kennt zwar auch honorige Doktores und Professores, die ihren (insbesondere zu dienstlichen Qualifikationsbeweisen erworbenen) akademischen Grad im Hobby kaum einsetzen möchten. Aber es ist natürlich abgesichert, ständig als Dr. bezeichnet zu werden und demjenigen das persönliche Maß an Geltungsbedürfnis zu erfüllen. Gefälligst gern doch.

+++ aktualisiert 2012-04-23 +++ Der Thüringische Tanzsportverband arbeitet nach der Jahresmitgliederversammlung von Erfurt mit einem verkleinerten Präsidium weiter. Peter Sommer ist als Sportwart bestätigt. Doch weder ein Lehrwart, noch Jugend- oder Pressewart wurden nachgewählt. ( s. homepage) +++
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