Thüringer HC im Viertelfinale

Mit einem 37:27 (19:14) Auswärtserfolg setzten sich die Bundesligadamen des Thüringer HC im Auswärtsspiel beim Zweitligisten HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim durch und stehen nun in der Runde der letzten Acht. Beste Torschützen der Partie waren Joana Cristina Mihai (12/6) für Bad Wildungen und Idalina Borges-Mesquita (10) für den THC.

In den ersten 20 Spielminuten war das Spiel sehr ausgeglichen. Die thüringer Deckung sah gegen den stark besetzten Rückraum der HSG Vipers um Spielmacherin Latakaite und die wurfgewaltigen Mihai und Heusdens ein ums andere Mal nicht gut aus. Alle 14 Gegentore im ersten Abschnitt resultierten aus Rückraumtreffern der drei genannten Spielerinnen. Im Angriff drückte der THC aber von Beginn an aufs Tempo und war ständig in Führung. Herausragend die wiederum treffsichere Brasilianerin Idalina Borges-Mesquita, die sowohl aus dem Positionsspiel von außen als auch bei schnellen Gegenstößen abgeklärt und treffsicher agierte (insgesamt 6 ihrer 10 Treffer im ersten Abschnitt). Gleichzeitig wechselte Trainer Herbert Müller schon in der ersten Halbzeit munter durch und übte somit ständig Druck auf die Gastgeber aus. Drei Treffer innerhalb der letzten zwei Spielminuten im ersten Abschnitt sorgten mit der Halbzeitsirene für eine beruhigende 5-Tore-Führung (19:14).

Der Bundesligaspitzenreiter hatte in den ersten Minuten in der zweiten Halbzeit noch kurz Probleme mit den gastgebenden Vipers, die nach wie vor versuchten eine Überraschung zu schaffen. Auf mehr als auf drei Tore kam die Mannschaft von Trainer Gernot Weiss aber nicht mehr heran ( 22:19 /39.). In der Folgezeit konnten die Gastgeber das Tempo der Thüringerinnen nicht mehr mitgehen. Mit sieben Treffern in Folge erhöhte sich der Vorsprung der Gäste auf zehn Tore innerhalb von nur sechs Spielminuten (29:19 / 45.). Das Spiel war endgültig entschieden. Trotzdem kämpften die Gastgeber weiter um ein besseres Ergebnis und hielten den Rückstand bis zum Ende stabil bei zehn Toren. Vor einer stimmungsvollen Kulisse stand mit der Schlusssirene das 37:27 für den favorisierten Erstligisten am Tableau, der nun am kommenden Mittwoch gespannt auf die Auslosung für das Viertelfinale nach Göppingen schaut.

Ein Sieg trennt den THC noch vom Final-Four-im Mai. Mögliche Gegner sind die Bundesligaspitzenteams aus Buxtehude, Oldenburg, Leipzig oder Frankfurt. Vermeintlich leichtere Gegner könnten drei Zweitligisten sein, die sich heute in direkten Duellen für das Viertelfinale qualifizieren können.

Bericht: Maik Schenk

Stimmen nach dem Spiel:

Herbert Müller (THC): Ich habe meine Mannschaft die ganze Woche vor dem gefährlichen Rückraum der Gastgeber gewarnt. Wir haben intensiv die bevorstehenden Zweikämpfe trainiert und trotzdem manches nicht optimal lösen können. Bad Wildungen ist es lange Zeit gelungen unser hohes Tempo mitzugehen. Wir haben heute gesehen, wo wir noch arbeiten müssen. Wir sind sehr froh, dass wir die nächste Runde erreicht haben und haben jetzt das erste große Ziel vor Augen: Nur noch drei Siege sind nötig, um deutscher Pokalsieger zu werden.

Gernot Weiß (HSG): Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen, dafür wie sie gespielt und gekämpft hat. Wir haben 25 Minuten Paroli geboten und auf hohem Niveau mitgespielt, konnten dann dem Tempo des THC nicht mehr ganz folgen und sind in Rückstand geraten. Wir haben in der Schlussphase den Abstand gehalten und Moral bewiesen.

Statistik:

HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim: Danja Lerch, Julia Gronemann; Ruta Latakaite (5), Jessica Kleinmann, Sabine Heusdens (6), Sabine Kirmse (1), Jana Pollmer, Alexandrine Zinsou, Vanessa Maier, Cristina Mihai (12/6), Annika Busch (1), Bibiana Huck, Esther Meyfarth, Viktoria Marquardt (1), Miranda Robben (1).

Thüringer HC: Maike März, Petra Blazek; Nadja Nadgornaja (6), Martina Knytlova (4), Steffi Subke, Danick Snelder, Nora Reiche (1), Franziska Garcia-Almendaris, Katrin Engel (7/5), Idalina Borges-Mesquita (10), Petra Popluharova (3), Kerstin Wohlbold (3), Pearl van der Wissel (3).

Strafwürfe: 6/6 - 5/5.

Zeitstrafen: 3 - 2.

Schiedsrichter: Peter Behrens/Marc Fasthoff (Wuppertal/Kaarst).


Weitere Informationen unter:
http://www.thueringer-hc.de
und
http://www.twitter.com/ThueringerHC
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